Corona-Special: Alle Infos für Reiter
Corona-Virus: Infos für Reiter
privat

Wie arbeitet die CAVALLO-Redaktion während der Krise?

Zwischen Pferd, Kind und Homeoffice

Was macht eigentlich das CAVALLO-Team während der Corona-Krise? Auch wir sind zu Hause. Redaktion, Grafik und Fotografin arbeiten seit einer Woche im Homeoffice. Wir sind froh, dass das möglich ist. Ein paar von uns erzählen, wie gut das gelingt und welche Sorgen ihnen gerade auf dem Herzen liegen:

Redakteurin Nadine Szymanski ist froh, dass ihr Pferd Callando seit ein paar Monaten in einem neuen Stall steht. "Es ist unglaublich beruhigend zu wissen, dass Callando sich dort täglich in der Herde auf der Weide bewegen kann und von den Stallbetreibern und ihrem Angestellten bestens versorgt wird. Quarantäne und Ausgangssperre wären zwar schlimm für mich, aber mein Pferd wird es auch ohne mich gut haben." Momentan genießt sie noch die Zeit mit Callando und ist jeden Tag im Stall.

privat
Redakteurin Nadine Szymanski genießt einsame Ausritte bei schönem Wetter.

"Ich bin ja nun den ganzen Tag zu Hause." Ausreiten war deshalb für sie in der letzten Woche das Highlight des Tages. Inzwischen geht sie mit ihrem Pferd an der Hand in den Wald – so wie es aktuell empfohlen wird. Die Auszeit in der Natur tut gut – Ruhe im Homeoffice ist nämlich gerade Fehlanzeige. "Außer mir scheint wohl keiner am Schreibtisch zu sitzen. Meine umliegenden Nachbarn hämmern und bohren, mähen den Rasen und packen ihren Hochdruckreiniger aus." Aber das sind für sie kleine Ärgernisse im Verhältnis zu den Sorgen ums große Ganze. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen machen mir Angst. Und meine größte Sorge ist, dass das Virus eine Person krank macht, die ich mag und die zur Risikogruppe gehört."

Silke Quitzsch, unsere Grafik-Leiterin, grüßt aus dem Homeoffice: "Ich habe die Dachluke auf, genieße das Vogelgezwitscher und die Sonnenstrahlen, die hereinfallen, und bastele fleißig an unseren beiden aktuellen Heften.Und nein, ich habe mich nicht nur extra fürs Foto gescheit angezogen!"

privat
Grafik-Leiterin Silke Quitzsch schickt Grüße aus ihrem Homeoffice.

"Bei mir ist es ja ein bisschen speziell, weil meine Stute Lippa ja in meiner Heimatstadt in ihrem Rentner-Domizil steht und ich normalerweise fast jedes Wochenende pendle und dann bei meinen Eltern wohne", berichtet Redakteurin Natalie Steinmann. Vorerst muss sie in Stuttgart bleiben. "Ich frage mich natürlich, ob ich im Falle einer Ausgangssperre den weiten Weg über die Autobahn überhaupt noch machen dürfte, auch wenn ich dabei jetzt alleine im Auto sitze. Zug und Mitfahrgelegenheiten, die ich sonst oft nutze, fallen ja sowieso schon weg. Da Lippa in einem Selbstversorgerstall steht, hoffe ich auch, dass ich da weiterhin mithelfen kann und vor allem die Stallkolleginnen vor Ort weiter alles gut managen können. Immerhin bin ich durch das Pendeln schon so aufgestellt, dass meine beiden Reitbeteiligungen sich unter der Woche sowieso kümmern und für mich auch gut einspringen können."

Der private Schreibtisch unseres Redakteurs Volker Camehn befindet sich in einem kleinen Dorf südlich von München, in dem es zur Zeit recht still zugeht – was ihn nicht stört. Gedanken macht er sich eher um sein Pferd: "Kommt es irgendwann soweit, dass ich es nicht mehr bewegen kann? Die Anlage, auf der mein Fuchs untergebracht ist, liegt komfortable 15 Minuten Gehweg von meiner Wohnung entfernt. Dort ist es viel ruhiger, weil leerer als sonst: Wer nicht Pferdebesitzer ist oder zumindest Reitbeteiligung, muss dieser Tage draußen bleiben. Warum kann ich es nicht genießen, dass auf dem Hof mal weniger los ist? In normalen Zeiten hätte ich das als wohltuend empfunden." Ihm fällt es zwischendurch schwer, sich im Home-Office auf Themen zu konzentrieren, die nichts mit der Pandemie zu tun haben. "Corona überlagert gefühlsmäßig aktuell alles."

"Also ich komme mir gerade so ein bisschen vor wie früher in der Lokalredaktion der Zeitung", findet unsere freie Mitarbeiterin Cathrin Flößer, die CAVALLO-Online betreut. "Normalerweise arbeiten wir ja bei CAVALLO nicht ständig so tagesaktuell. Zurzeit gehen mehrere Artikel in kürzerer Zeit online, an denen ich irgendwie mitarbeite. Die Ereignisse überschlagen sich. Das Homeoffice bin ich ja gewohnt, bei schönem Wetter wird es bei mir zum Terrassen-Office. Da ich ja auch als Trainerin arbeite, fällt bei mir das Rausfahren weg und ich bin mehr daheim."

privat
CAVALLO-Mitarbeiterin Cathrin Flößer sitzt im Terrassen-Office, während ihr Hund Leon die Sonne genießt.

Privat genießt Cathrin Flößer mehr Zeit mit Partner, Hund und Pferd und geht allein raus in die Natur. Im Stall gibt es schon Einschränkungen: Abstand halten und die Bitte, die Zeit im Stall kurz zu halten. Was sie für die nächste Zeit plant? "Ich werde nun viele Dinge erledigen, für die ich sonst kaum Zeit finde oder mir nehme: Sattelzeug putzen, Ablage machen, Frühjahrsputz, lecker Essen kochen oder backen!"

Eine ziemlich große Herausforderung ist die aktuelle Situation für Redakteurin Barbara Böke. Sie muss Job und die Betreuung ihrer zweijährigen Tochter Emilia unter einen Hut bringen. Oma und Opa sind raus, also muss sie sich mit ihrem Mann abwechselnd in Vor- und Nachmittagsschichten ums Kind kümmern. Oft sitzt sie auch nach 20 Uhr bis in die Nacht noch am Schreibtisch, wenn ihre Tochter schläft. Und ihr Pferd Chicco? "Glücklicherweise ist meine Reitbeteiligung gleichzeitig Studentin, die jetzt auch viel Zeit hat. Denn ganz ohne Babysitter geht das einfach nicht. Und wenn sie nicht babysittet, schick ich sie einfach zu meinem Pferd, dann ist das auch versorgt." Barbara Bökes Stall wurde schon abgeriegelt. Heißt: nur noch Pferdebesitzer und Reitbeteiligungen dürfen auf die Anlage. "Glücklicherweise verteilen sich die Leute bei uns auf der Anlage sehr, sodass wir hier wirklich den erforderlichen Abstand zueinander halten können."

privat
Barbara Bökes Tochter Emilia puzzelt, während die Mama im Homeoffice arbeitet.

Sorgen machen wir uns um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise – auch in unserem eigenen Netzwerk. "Mir fällt es besonders schwer, Termine von Freien abzusagen. Ich weiß, dass die gerade richtig zu kämpfen haben", bedauert Barbara Böke. Sie ergänzt: "Für die nächste Zeit werden Außentermine nicht möglich sein. Deshalb müssen wir schauen, wie wir unsere geplanten Themen umsetzen können. Wir werden vorerst nur Artikel bringen müssen, die wir ohne persönlichen Kontakt recherchieren und bebildern können."

Neuer Podcast: Wie gehen CAVALLO-Redakteure mit der Krise um

Die Corona-Krise hat auch die Reiter und die gesamte Pferdewelt fest im Griff – von abgesagten Messen, Turnieren, Reitunterricht, Reisen bis hin zu vielen Fragen von Pferdebesitzern zur Versorgung ihrer Pferde. Die CAVALLO-Redakteure sind als Pferdebesitzer und Reiter natürlich ebenfalls betroffen und auch die Arbeit in der Redaktion wird von der Pandemie beherrscht. Wie gehen wir persönlich und als Journalisten damit um? Dies erfahren Sie in einem sehr persönlichen Gespräch zwischen CAVALLO-Redakteurin Ute Stabingies und Chefredakteurin Linda Krüger in diesem Podcast. In den Shownotes finden Sie den Link zu unserer Corona-Sonderseite mit vielen wichtigen Infos rund um Reiten und Corona.

Du kannst den Podcast entweder gleich unten auf dieser Seite anhören oder zum Start auch bei Spotify, Apple Podcasts / iTunes, Acast, AudioNow und Deezer sowie nach und nach in vielen anderen Podcast-Apps und Verzeichnissen.

Zur Startseite
Mehr zum Thema Corona-Virus
Fit2Ride - Etwas fitter geht immer
Rund um den Reiter
Reiterwelt
Reiterwelt
Reiterwelt