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Dressurreiten mit Uta Gräf - Lektionen reiten leicht gemacht

Feintuning fürs Lektionen reiten

Um Pferde im Viereck mit feinen Hilfen vorstellen zu können, muss im Training echte Harmonie zwischen Pferd und Reiter herrschen. Dressurreiterin Uta Gräf macht ihre Pferde zu glücklichen Partnern. Hier gibt es ihre Profi-Tipps!

Manche Spitzenreiter glauben immer noch, dass man Pferde mit Kraft und Zwang zu glücklichen Athleten machen kann. Uta Gräf geht einen anderen Weg. Mit feinsten Signalen und unvorhersehbaren Abläufen sorgt sie dafür, dass ihre Pferde stets auf Empfang, eifrig und dabei trotzdem gelassen sind.

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Klare und sanfte Hilfen

„Das Pferd darf nie befürchten müssen, dass eine Hilfe überraschend kommt“, sagt Uta Gräf. Sie bereitet deshalb jede Lektion und jede Änderung von Richtung oder Tempo mit einer halben Parade vor. Danach folgen klare, immer gleiche Signale ans Pferd. „Wer unklare Hilfen gibt oder sein Pferd mit starken Impulsen unvorbereitet überŠfällt, kann das Tier verunsichern und stressen“, warnt Gräf. Wer möchte, dass sein Pferd fein reagiert, muss im Sattel selbst auch fein agieren.

Dazu gehört auch, den Sitz als Hilfe zu nutzen. Wenn das Pferd gelassen weiter schreitet, nachdem der Reiter die Zügel aufgenommen hat, kann er mit dem Sitz ankündigen, was als nächstes kommt. „Will ich zum Beispiel antraben, neige ich den Oberkörper etwas nach vorn“, sagt Uta Gräf. „Soll ein Galopp folgen, setze ich mich dagegen etwas schwerer rein.“ So vorbereitet reichen feinste Hilfen, und das Pferd fällt in die gewünschte Gangart.

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Dressur

Reiter müssen im Sattel locker bleiben

Tut ein Pferd, was es soll, entspannt Dresurreiterin Uta Gräf sich im Sattel. Ihre Schenkel und die Zügelverbindung werden etwas weicher, die Muskeln in Bauch und Rücken bauen Spannung ab. „Damit signalisiere ich dem Pferd, dass es genau das tut, was ich mir von ihm wünsche und dass alles in Ordnung ist.“

Dem zugrunde liegt die Idee, dass der Reiter sein Pferd nicht gängeln muss, um es gut zu halten. „Macht mein Pferd, was ich will, muss ich ihm nicht weiter im Nacken sitzen“, findet Uta Gräf. Es reicht ihrer Ansicht nach aus, die Hilfen wieder zu intensivieren, wenn das Pferd schlechter wird oder seine Bewegungen verändern soll.

Dieses Prinzip hilft auch der Losgelassenheit. Je lockerer der Reiter im Sattel sitzt, desto lockerer kann sich das Pferd bewegen. Ziel ist, dass immer weniger Energie vom Reiter nötig ist, damit das Pferd die gewünschte Bewegung beibehält.

Ein auf diese Feinheiten eingestelltes Pferd können Sie zu mehr Engagement auffordern, indem Sie Ihren eigenen Körper etwas mehr spannen. Umgekehrt senken Sie die Spannung im Pferd, wenn Sie sich selbst entspannen. Der Vorteil: Der Reiter muss im Sattel nicht dauernd schwer ackern, um gute Leistungen zu erhalten. Das macht sein Leben ebenso angenehmer wie das des Pferds.

Missversteht ein Pferd eine leichte Entspannung als Signal für eine Pause, kann das zwei Gründe haben: Entweder, das Pferd ist es gewohnt, permanent mit sehr hoher Körperspannung geritten zu werden. Oder der Reiter hat die Hilfen komplett aufgegeben. „Ich muss dem Pferd durch die Hilfen zeigen, was ich will“, erklärt Gräf. „Im Galopp gebe ich weiter bei jedem Sprung die Signale zum Angaloppieren, nur eben leichter. Beende ich die Hilfen ganz, kann mein Pferd nicht wissen, was es jetzt tun soll.“

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In Traversalen ändert sie manchmal nach wenigen Tritten die Abstellung.

Lust auf Reiten: So motivieren Reiter ihre Pferde

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Rahmen des Pferds verändern

Ein motiviertes Pferd lässt sich in jedem Moment zu jeder Lektion auffordern, die es beherrscht. Dabei hilft es, wenn das Tier weiß, dass sich Phasen der An- und Entspannung stetig abwechseln. Variieren Sie entsprechend häufig im Training zwischen Versammlung und Dehnung.

Das hat mehrere positive Effekte: Anstrengende Phasen werden nie so lang, dass sie das Pferd überfordern. Außerdem bedeuten Pausen und lange Zügel fürs Pferd nicht automatisch das Ende des Trainings. Es wird normal, auch nach einer Entspannungsphase sofort wieder voll mitzuarbeiten.

Vermeiden Sie „Variations-Routine“. Wenn Arbeitshaltung, Dehnung und Pausen immer gleich aufeinander folgen, lernt Ihr Pferd diese Abläufe schnell auswendig. Nur wenn Sie flexibel reiten, können Sie stets sicher sein, dass Ihr Pferd aufmerksam für Ihre Hilfen bleibt und nicht gelernte Sequenzen abspult.

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Lektionen im Training variieren

Auch innerhalb von Lektionen kann Routine aufkommen. Wenn Sie Ort und Linienführung von einzelnen Übungen immer wieder verändern, stellen Sie sicher, dass Ihr Pferd auf Ihre Signale hört und nicht einfach einen eingeübten Ablauf abspult.

In Seitengängen können Sie mit der Abstellung spielen und zum Beispiel ein Kurzkehrt erst ein paar Tritte enger, dann ein paar Tritte im größeren Radius reiten. Beim Travers können Sie alle paar Tritte zwischen einer flacheren und steileren Linie abwechseln. So sorgen Sie dafür, dass Ihr Pferd immer zuhört und weich bleibt.

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