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Profi-Tipps für die Grundausbildung beim Reitpferd

Korrektes Aufsitzen möglich?

Schon beim Aufsitzen zeigt sich, ob ein Pferd korrekt ausgebildet wurde oder nicht. Bleibt es entspannt, wenn das Reitergewicht auf seinen Rücken kommt, oder verkrampft es und weicht aus? Die Reaktion verrät laut Dr. Gerd Heuschmann, wie locker der Pferderücken ist.

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Ponystute Orissa weiß anfangs nicht, was Michael Putz beim Zügelaufnehmen von ihr will und geht gegen die Hand.

Die siebenjährige Orlow-Traber-Stute Lubi-Maya hat einen sehr geraden und verspannten Rücken. Sie geht förmlich in die Knie, als Heuschmann aufsitzt. Der reitet deshalb nur wenige Minuten. „Damit ich sie sinnvoll auf dem Platz arbeiten könnte, bräuchte die Stute eine gute Vorbereitung an der Longe und im Gelände“, sagt Heuschmann. „Sie müsste zuerst Muskeln aufbauen und auf geraden Strecken ihre Balance finden.“

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Putz lässt die Zügelfaust stehen, ohne rückwärts zu ziehen, Orissa gibt im Genick nach.

Michael Putz prüft vor dem Anreiten, wie das Pferd auf Zügelkontakt reagiert. „Gibt es im Genick weich nach, ist das ein Zeichen für eine gute Ausbildung.“ Oder für einen guten Willen. Reitponystute Orissa etwa, die bisher ohne korrekte Grundausbildung nur von jungen Mädchen geritten wurde, reagiert auf Putz’ Anforderung zuerst irritiert, fügt sich dann aber willig.

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Daraufhin entlässt Putz das Pony in die Dehnung, die es gerne annimmt.

Schon beim zweiten Versuch gibt sie im Genick nach, obwohl sie das offenbar nie gelernt hatte. Für Putz keine Überraschung: „Pferde reagieren sehr dank­bar auf korrektes Reiten und nehmen es schnell an. Sogar, wenn sie vorher noch nie korrekt geritten wurden.“

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Anreiten und Schritt prüfen

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Friesin Nadja ist im Schritt faul.

Die 11jährige Friesenstute Nadja tut das nicht. Unter ihrer Besitzerin tritt sie im Schritt mit den Hinterhufen gerade einmal in die Spur der Vorderhufe und wirkt faul. Die Experten sehen ihren Verdacht vom Vormustern bestätigt, wo ihnen die abgebrochenen Haare in Nadjas Schenkellage bereits mangelnden Schenkelgehorsam signalisierten.

Dass Nadja schon in der Lösephase Schulterherein geritten wird, gefällt Michael Putz nicht. „Bei diesem Pferd ist das kontraproduktiv.“ Er rät zum Seitwärtsverzicht, weil Seitengänge faule Pferde noch mehr bremsen, anstatt sie zu wecken.

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Traberin Lubi-Maya tritt hinten kurz-lang.

Lubi-Maya und der siebenjährige Württemberger-Wallach Romeo schreiten fleißig, aber nicht im Takt. Ihre Hinterbeine fußen im Kurz-Lang-Rhythmus. „Das kommt vor allem bei verspannten, schiefen Pferden vor“, sagt Michael Putz. „Ein Hinterbein tritt dann kürzer, entweder, weil es von der inneren Hand des Reiters blockiert wird, oder weil das Pferd auf dieser Seite nicht ordentlich an das Gebiss tritt.“

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Gehen Pferde im Trab und Galopp über den Rücken?

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Friesin Nadja trabt und galoppiert fleißig, locker und taktmäßig.

Die Friesin Nadja überrascht. Nach zwei Gertenklapsen ­vergisst sie ihr Phlegma.

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Oldenburger Cicero rennt.

Ganz anders der 12jährige Oldenburger-Wallach Cicero; er ist fest im Rücken und sehr eilig: „Das ist typisch für Pferde mit relativ geradem, langem Hinterbein, die von Natur aus nicht so aktiv untertreten“, sagt Michael Putz. Solche Pferde werden oft in guter Absicht vorwärts gejagt statt geritten. „Wenn es heißt ‘der tritt nicht unter, pack ihn mehr an’ treiben die Reiter immer stärker. Ihre Pferde laufen dann zwar schneller, werden aber fest im Rücken und treten noch weniger unter.“ Statt dessen schiebt die Hinterhand sogar nach hinten heraus.

Hannoveraner-Wallach For Joy schüttelt seine Reiter kräftig durch. „Den könnte ich jetzt nicht aussitzen, da flögen mir ja die Bandscheiben raus“, stöhnt Michael Putz. Schuld daran ist nicht sein Schwung. „Viele Reiter glauben, ihre Pferde hätten viel Schwung, wenn sie sie nicht sitzen können. Aber das ist falsch“, erklärt Putz. Der Rücken hat nur eine große Amplitude, das heißt, er bewegt sich durch aufwändige und energische Bewegungen stark auf und ab. Ginge For Joy wirklich schwungvoll und damit losgelassen über den Rücken, nähme er seinen Reiter weich mit.

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Traber-Stute Lubi-Maya kann Dr. Gerd Heuschmann kaum tragen, obwohl der entlastend sitzt.

Traber-Stute Lubi-Maya hat Balanceprobleme und wenig Kraft, schwerere Reiter als ihre zierliche Besitzerin zu tragen. Die Stute geht brav mit tiefer Nase und langem Hals, allerdings im Einheitstempo und immer in derselben Haltung. Um Muskeln und Balance zu entwickeln, müsste sie in oft wechselnden Tempi und Haltungen geritten werden. Denn nur wenn sich Muskeln immer wieder an- und abspannen, werden sie locker und können wachsen.

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Hannoveraner-Wallach Bolivar M ist zunächst sehr verspannt.

Der 15jährige Hannoveraner-Wallach Bolivar M überrascht. Seine Hinterbeine schwingen deutlich weiter vor, als seine steile, nach hinten ausgestellte Hinterhand vermuten ließ. Der Rücken schwingt zunächst nicht. Bolivar ist verspannt und zeigt Schwebetritte. Dr. Gerd Heuschmann hat zu kämpfen, bis der Wallach loslässt.

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Gerd Heuschmann bringt ihn zum Nachgeben.

Der gelernte Bereiter bringt Bolivar M gegen dessen anfänglichen Widerstand dazu, ansatzweise den Hals fallen zu lassen und den Rücken aufzuwölben.

Da auch Bolivar M viel zu wenig Muskeln hat, ist das für ihn eine große Anstrengung. „Der hat sicher morgen Muskelkater“, sagt Gerd Heuschmann.

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Michael Putz demonstriert die Dehnung.

Der Tierarzt würde dem Pferd deshalb zwei Tage lockere Bewegung auf der Weide und im Gelände verschreiben, bevor er wieder an die Dressur ginge. „Warum soll ich ihn mit schmerzenden Muskeln arbeiten? Dann hat er ja noch mehr Grund, sich gegen den Reiter zu wehren.“

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Übergänge als Prüfstein für reelle Ausbildung

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Bolivar M geht in der Parade gegen Dr. Heuschmanns Hand.

Positiv fällt Friesenstute Nadja auf, die weich von einer Gangart in die andere wechselt. For Joy kann dagegen nicht punkten. Er hebt sich sowohl unter seiner Besitzerin als auch unter den Experten öfter heraus. Bei Michael Putz geht er schon beim Anreiten zum ersten Mal gegen die Hand, aber auch später im Trab und vor allem im Galopp.

Das ist ein weit verbreitetes Problem: „Die Ursache ist ein menschlicher, aber völlig falscher Reflex“, erklärt Michael Putz. „Viele Reiter versuchen, die Pferdenase mit extra-tiefen Händen unten zu halten. Doch damit kommt mehr Druck auf die Lade des Pferds, was darauf mit noch mehr Widerstand reagiert.“ Mit der Zeit wird das zur Konditionierung, und die Pferde heben sich in jedem Übergang heraus, selbst wenn die Hand mal nicht stört.

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Wendungen und Biegung

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Hannoveraner For Joy nimmt die Nase nicht vor, er zeigt wenig Dehnungsbereitschaft.
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Romeo schlurft zuerst.

Fehlt die Geraderichtung, machen viele Pferde in Wendungen Taktfehler. Das passiert Friesenstute Nadja gelegentlich, Orlow-Traberin Lubi-Maya dagegen häufig. Schiefe Pferde gehen zudem selten spurtreu durch Wendungen. Sie drängen nach außen oder innen, je nachdem wo sie schief sind.

Zum Beispiel Oldenburger Cicero, der nicht an den linken Zügel tritt und in Rechtswendungen nach außen drängt: „Er ist links hohl und rechts fest“, erklärt Michael Putz. „Die Muskulatur seiner hohlen, linken Seite ist verkürzt und kann sich nicht ausreichend dehnen. Die Biegung nach rechts fällt ihm deshalb schwer, und er tritt auf dieser Hand nicht an den äußeren, linken Zügel.“

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Aber unter den Experten wird er fleißiger.

Der ebenfalls links hohle Hannoveraner For Joy mogelt sich anders um die unbequemen Biegung herum; er drängt in Rechtswendungen mit der Schulter nach innen gegen den treibenden Schenkel. „Eigentlich müsste er sich um den Schenkel biegen“, sagt Michael Putz. Doch dafür reagiert der Wallach zu schlecht auf die Schenkelhilfen. Eine Sensibilisierung könnte das Problem lösen, Gerte oder Sporen dagegen nicht. Verändert sich die Hilfengebung nicht grundsätzlich, stumpft der Wallach nur weiter ab.

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Romeo gerät leicht aus der Balance.

Bei Württemberger Romeo funktioniert die Steuerung kaum, in Wendungen drängt er stark nach außen. „Kurven bremsen sowieso. Fehlt dann, wie bei diesem Pferd, auch noch der Wille, vorwärts zu gehen, wird das Lenken schwierig. Das ist wie bei einem Boot – ohne genügend Fahrt läuft es aus dem Ruder“, erklärt Michael Putz. Ob Romeos Faulheit ein reines Ausbildungsproblem ist oder an seiner schlechten Bemuskelung liegt, bleibt offen. „Ich gehe davon aus, dass der mit mehr Futter auch besser zu reiten wäre“, sagt Michael Putz.

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Dehnungsbereitschaft und Genickkontrolle

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Nadja kaut und dehnt sich gut.

Sowohl Dr. Gerd Heuschmann als auch Michael Putz achten deshalb besonders darauf, ob ein Pferd jederzeit dehnungsbereit ist. Außerdem prüfen sie, ob die Pferde entspannt kauen und sich im Genick weich stellen lassen.

Friesenstute Nadja hat mit der Dehnung keine Probleme. Immer wenn sie darf, lässt sie ihren Hals fallen und macht sich lang. Unter den Testreitern verwirft sich Nadja jedoch gelegentlich im Genick und lässt sich nicht gerne stellen. Das spricht dafür, dass ihr Stellung und Biegung noch Probleme bereiten und sie noch nicht ganz gerade gerichtet ist.

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- während Cicero nicht kaut -

Oldenburger Cicero will sich gar nicht dehnen. Gib der Reiter die Zügel nach, senkt der Wallach den Kopf, bleibt aber eng im Hals. Auch unter den Experten dauert es, bis er die Nase vorstreckt. Dass er dabei nicht auf dem Gebiss kaut, liegt laut Michael Putz an seiner Anspannung. „Wäre er gelassener, würde er mehr kauen und sich wahrscheinlich auch im Genick besser öffnen.“

Im Gegensatz zu Cicero kaut Wallach For Joy viel. Zu viel für Michael Putz’ Geschmack: „Hektisches Kauen ist ein Zeichen für Anspannung. Die sieht man dem Wallach auch an, seine Unterlippe ist verkrampft und erscheint im Vergleich zur Oberlippe sehr kurz.“ For Joy hat zudem den Sinn der Zügelhilfen offenbar noch nicht verstanden. Als Michael Putz die Zügel etwas annimmt, bremst der Wallach. „Dabei sollte er eigentlich nur im Genick mehr nachgeben. Gebremst wird ein korrekt ausgebildetes Pferd mit Sitz und Schenkeln.“

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- und nur ungern ans Gebiss tritt -

Auch bei Orlow-Traber-Stute Lubi-Maya sitzen Probleme im Genick. „Sie ist da wie eine Schlange“, stellt Gerd Heuschmann fest, „eine stabile Anlehnung ist nicht möglich“. Michael Putz bemängelt zudem, dass Lubi-Maya ihre fehlende Balance kompensiert, indem sie sich auf die Reiterhand stützt. „Die nutzt das Gebiss als fünftes Bein.“ Das kann vorkommen, darf aber nur ganz kurz toleriert werden. Das Pferd muss schließlich lernen, sich selbst zu tragen.

Der 15jährige Hannoveraner-Wallach Bolivar M dehnt sich zuerst gar nicht, sondern geht mit gequetschter Ohrspeicheldrüse und verspannter Oberlinie gegen das Gebiss. Gerd Heuschmann braucht seine gesamte Reitzeit, bis der Wallach letztlich den Hals ­fallen lässt. Michael Putz hat danach allerdings kaum noch Schwierigkeiten. Auf ­leichtes ­Annehmen der Zügel dehnt sich der Wallach nun willig. Putz ist begeistert, beweist Bolivar doch, was er seinen Schülern immer predigt: „Wenn ein Pferd einmal korrekt ausgebildet wurde, vergisst es das nicht mehr. Bolivar weiß genau, was ich von ihm will.“

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Romeo geht dagegen, bevor er nachgibt.

Diese Grundlage fehlt Württemberger Romeo und Reitpony Orissa. Während Romeo sich im Genick nicht stellen mag und deswegen sogar mit den Zähnen knirscht, weiß die 10jährige Orissa nicht, wie gut es ihr täte, sich zu dehnen. Sie zeigt sich unter ihrer Reiterin als typischer Schenkelgänger, der seine Beine (Schenkel) bewegt, den Rücken aber festhält. „Sie knickt zwar im Genick ab, lässt den Hals jedoch nicht fallen und schwingt eben auch nicht“, erklärt Gerd Heuschmann.

Da der Tierarzt für das zierliche Pony zu schwer ist, reitet nur Michael Putz. Von ihm lässt sich die Stute schnell überzeugen, den Hals fallen zu lassen und sich zu dehnen. Ihr Rücken beginnt zu schwingen, und die Tritte werden länger. „Hier sehen wir die Transformation vom Schenkel- zum Rückengänger innerhalb kürzester Zeit“, freut sich Gerd Heuschmann.

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Versammlungsbereitschaft trainieren

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Nadja tritt unter.

Die bisher sehr positiv aufgefallene Friesenstute Nadja stößt hier an ihre Grenzen. Besonders im Galopp versucht sie, sich der Lastaufnahme zu entziehen. Auch Hannoveraner For Joy weicht lieber mit der Kruppe aus, statt mehr unterzutreten. Michael Putz findet das normal: „Solange es noch an einem der vorangehenden Punkte auf der Ausbildungsskala Probleme gibt, kann Versammlung nicht funktionieren. Egal wie Sie die ersten fünf Stufen anordnen, die sechste können Sie nur ganz am Ende erklimmen.“

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Lubi-Maya kann das noch nicht.

Bolivar M muss dort oben schon einmal gestanden haben. Nachdem der Wallach seinen anfänglichen Widerstand unter Gerd Heuschmann aufgegeben hat, arbeitet er engagiert mit. Putz kann mit ihm Kurzkehrt und Galoppvolten reiten – Lektionen die nicht gelingen, wenn das Pferd keine Last aufnimmt. Da auch ein exzellenter Reiter wie Michael Putz ein Pferd nicht in fünf Minuten ausbilden kann, lässt Bolivars Kooperation vermuten, dass er eine korrekte Grundausbildung erhielt. Deren Grundlagen blieben erhalten, obwohl das Pferd zwischenzeitlich weniger korrekt geritten wurde.

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Fazit

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Hohe, weiche Hände bringen das Pferd zum Nachgeben und zeigen ihm den Weg in die Tiefe.

„Man muss den Leuten zeigen, dass Pferden mit tiefem Hals und aufgewölbtem Rücken alles viel leichter fällt“, sagt er und fordert seine Kollegen auf, darauf stärker zu achten.

Reelle Ausbildung ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. Nur Nadja zeigte unter ihrer ständigen Reiterin Dehnungsbereitschaft und weiche Übergänge. Trotz Versammlungsproblemen ist die Stute auf dem richtigen Weg. „Wenn alle Pferde in Deutschland so ihren Reiter tragen könnten, hätten wir keine Probleme“, stellt Michael Putz klar.

Eine solide Grundausbildung lohnt sich. Bolivar M beweist, dass Pferde nicht vergessen, was sie einmal gelernt haben. Bekommen sie die richtigen Signale, kommt selbst nach jahrelangem falschen Reiten plötzlich längst verschütt geglaubtes Können wieder zum Vorschein.

Schummeln in der Ausbildung lohnt sich dagegen nicht. Verheimlichen kann man Schluderei und Pfusch zwar vor sich selbst, wohlmeinenden Reiterkollegen und blinden Richtern, aber nicht vor kritischen Experten. Die decken schonungslos auf, was der Reiter hätte besser machen müssen.

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