Reitschülerin Rädlein

FN fordert: Reitunterricht möglichst bald wieder erlauben

FN und Landesverbände wenden sich an die Politik Reitunterricht möglichst bald wieder zulassen

Reitschulen und Pferdebetriebe sollten bei ersten möglichen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden, forderte die FN gemeinsam mit den Landespferdesportverbänden.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die ihr angeschlossenen Landespferdesportverbände haben sich erneut direkt an die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sowie Entscheidungsträger in den Staatskanzleien der Bundesländer gewandt. Ihre Forderung: Training und Unterricht sollen auch im Freizeit- und Amateursport so bald wie möglich wieder zugelassen werden. Die Voraussetzungen für den Infektionsschutz seien im Reitsport ideal. Vereine, Betriebe und einzelnen Pferdesportler hätten bereits seit Beginn der Pandemie alles dafür getan, die Vorgaben der Corona-Schutzverordnungen einzuhalten.

"Fast ein Jahr nach Beginn der Pandemie mehren sich inzwischen die Beispiele von Vereinen, Betrieben und Ausbildern, die dem Druck nicht mehr gewachsen sind und aufgeben müssen", heißt es auf der Seite der FN. Dies zeige auch eine Umfrage der Landespferdesportverbände in Nordrhein-Westfalen. Dieser zufolge sieht ein Drittel der befragten Vereine und die Hälfte der Betriebe den Schulpferdebereich oder sogar den gesamten Betrieb in einer existenzbedrohten Lage.

Die kritische Lage der Reitschulen bestätigte Thomas Ungruhe auch in einem Gespräch für die Februar-Ausgabe von CAVALLO. Ungruhe leitet den Bereich Vereine, Umwelt, Breitensport und Betriebe bei der FN. "Wir sehen die wachsende Verzweiflung. Das ist auch für uns sehr schwer, zumal hier viele persönliche Schicksale dranhängen." In Deutschland gibt es rund 5500 Vereine und Betriebe mit Schulpferden. Einige von ihnen mussten sich bereits von einem Teil ihrer Pferde trennen. "Gerade die Schulpferde sind aber ihr Betriebskapital", so Ungruhe. Auch der Pferdesportverband Westfalen schreibt zu aktuellen Corona-Umfrage: "Schulpferde sind das Herz des Pferdesports. Ohne Schul- und Voltigierpferde fehlen besonders für Kinder und Jugendliche die Zugangsmöglichkeiten zum Sportpartner Pferd." Auch die FN betont, dass gerade Kinder und Jugendliche besonders unter den aktuellen Einschränkungen litten und Pferde in dieser schwierigen Situation Halt bieten könnten. Auch deshalb müsse Reitunterricht so schnell wie möglich flächendeckend wieder erlaubt werden.

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