CAVALLO-Test: Wie verträglich sind Stallmatten?

Gesetzliche Werte für PAKs fehlen

Obwohl das Gefahrenpotenzial der PAKs seit langem bekannt ist, gibt es bisher kaum gesetzliche Grenzwerte für diese Stoffe.
Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Stallmatten im Test

PAK-Schnelltest: Ein Reaktionsmittel wirkt vier Stunden ein

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Nur eine seit 1. Januar 2010 gültige EU-Norm schreibt Höchstwerte für Weichmacheröle in Autoreifen vor.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) entwickelte aber mit dem Zentralen Erfahrungsaustauschkreis (ZEK) zur Untersuchung von PAK einen Laborstandard mit dem sperrigen Kürzel ZEK 01.2-08.

„Gummi- und Kunststoff­produkte, die sich mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit schmücken wollen, müssen ­diesen ZEK-Laborstandard erfüllen“, sagt Andreas Metzger. Die Prüfung für das GS-Zeichen ist jedoch ebenso freiwillig wie der Antrag auf das Gütesiegel.

Untersucht werden dabei 16 verschiedene PAKs. „Ob ein Produkt den Test besteht, hängt wesentlich davon ab, ob es zwei Richtwerte einhält. Der eine ist der Benzo[a]pyren-Gehalt, der zweite die Gesamtsumme aller 16 PAKs“, erklärt Metzger.

Wie hoch diese Richtwerte sein dürfen, richtet sich nach Gebrauch des Produkts. Das ZEK 01.2-08 gibt drei Katego­rien vor. Kategorie 3 gilt für Materialien mit kurzfristigem Hautkontakt bis 30 Sekunden oder ohne Hautkontakt. Der Höchstwert für Benzo[a]pyren beträgt hier 20 Milligramm pro Kilo (mg/kg), die Gesamtsumme der PAKs darf 200 mg/kg nicht überschreiten.

29.03.2010
Autor: John Patrick Mikisch
© CAVALLO
Ausgabe 04/2010