Labor-Test: Wie stabil sind Lamellenvorhänge aus PVC?

Das Prüfverfahren im Labor-Test

Lamellenvorhänge für Pferdeboxen müssen unterschiedlichen Temperaturen trotzen. Heiß oder kalt, weich oder hart: Der Test in der Klimakammer zeigt, was Vorhänge aus PVC aushalten.
Foto: Rädlein Boxenvorhänge

Testerin Susanne Gäckler vom DLG-Testzentrum

1. Probenvorbereitung
Für die Zugversuche stanzt eine Maschine jeweils 20 Probekörper nach DIN 53504 in Form von Schulterstäben in Größe S2 aus den fünf Streifenvorhängen.

2. Materialstärke
Jede einzelne Probe wird an zwei Stellen vermessen. Die Werte werden anschließend für jeden einzelnen Schulterstab und über alle Proben eines Herstellers gemittelt.

3. Klimaschrank
Jeweils vier Schulterstäbe lagern 24 Stunden bei Temperaturen von -20, 0, 20, 40 und 60 Grad Celsius in einem Klimaschrank. Je drei weitere PVC-Proben lagern in einem separaten Klimaschrank für einen Adhäsionsversuch bei 40, 60, 80 und 90 Grad.

4. Shore-Härte C
Diese Härte gibt an, wie widerstandsfähig ein Material gegenüber dem Eindringen von Körpern ist. Bei der Messung der Shore-Härte wird mit einem Handprüfgerät die Eindringtiefe eines gefederten Stifts aus Stahl gemessen. Die Eindringtiefe in das Material ist ein Maß für die Shore-Härte. Sie wird auf einer Skala von 0 Shore (2,5 Millimeter Eindringtiefe) bis 100 Shore (0 Millimeter Eindringtiefe) gemessen. Je höher die Zahl, umso härter das Material. Die Ergebnisse im Temperaturverlauf zeigen, dass PVC mit steigender Temperatur weicher wird.

5. Höchstkraft
Die Proben werden nach Lagerung in der Klimakammer direkt in eine spezielle Prüfmaschine (TIRA-Test) gespannt. Sie misst die Kraft, die nötig ist, um die Probe zu zerreißen.

6. Reißdehnung
Das gleiche Gerät misst zudem, wie sehr sich die Probe gedehnt hat, wenn sie endgültig zerreißt.

04.11.2011
Autor: Kristina Glaser
© CAVALLO
Ausgabe 08/2011