Video-Coach: Sitz-Tipps für Reiter – Weniger treiben ist mehr

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Video-Coach: Sequenz 01 - Der Schritt

Schritt: Haflinger-Wallach Nobody zeigt unter seiner Reiterin Friederike Erust einen geregelten Schritt mit recht gutem Fleiß. Sie sitzt leicht schief nach rechts - dies wird durch die Handhaltung deutlich. Ihre Unterschenkel wollen „wechselseitig“ treiben, wirken dadurch aber oft unruhig, als ob sie wechselseitig schwingen aber nicht am Pferd „atmen“. Tipp: Weniger ist mehr, wenn Schenkelhilfen dauernd beim Pferd anklopfen, nimmt es sie nicht mehr wahr und reagiert nicht mehr. Mehr fühlen als einwirken wollen und lieber einmal mit Hilfe der Gerte den Fleiß erhalten, als oft mit den Schenkeln anklopfen! Welche Sitz-Tipps helfen ReiterInnen? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum

Video-Coach: Sequenz 02 - Das Leichttraben

Leichttraben: Haflinger Nobody trabt taktrein. Friederkike Erust steht manchmal etwas zu schnell auf, und stützt sich zu sehr in den Bügeln ab. Dadurch kommt sie dezent hinter die Bewegung und schaut oft leicht nach unten. Tipp: Über das Reiten im Leichten Sitz lassen sich unruhige Unterschenkel besser kontrollieren. Dann beim Leichttraben immer wieder mal einen Fußwechsel über 2xStehen (nicht wie gewohnt 2xSitzen) einfügen, dies überprüft die Oberkörperbalance und verdeutlicht, wenn man hinter der Bewegung ist. An der Haltung von Armen und Beinen kann man erst arbeiten, wenn der Oberkörper sicher im Gleichgewicht ist. Während man an seinem eigenen Gleichgewicht arbeitet, ist es schwer, gleichzeitig mit treibenden Hilfen zu arbeiten. Dafür kann man sie später aber viel feiner und dosierter mit mehr Erfolg einsetzen. Welche Sitz-Tipps helfen ReiterInnen? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum

Video-Coach: Sequenz 03 - Das Aussitzen

Aussitzen: Auf der linken Hand kommt Wallach Nobody auf dem Zirkel ein wenig mit der Hinterhand nach innen hinein, das kann auch mit dem etwas vermehrt rechts sitzen seiner Reiterin zusammenhängen. Tipp. Friederike Erust könnte ohne Bügel rhythmisch im Trab ein wenig mit dem Becken nach rechts und links rutschen, das hilft die Hüften besser loszulassen und schult das Gefühl für die Mitte und die gleichmäßige Belastung der Gesäßknochen. Um die Oberschenkel mehr loszulassen braucht der Reiter anderswo mehr Stabilität. Das muss im Oberkörper geleistet werden. Durch das Runterschauen gibt der Reiter automatisch seine Aktivität in der Bauchmuskulatur auf. Ein wenig mehr „positive Spannung“ Streckung und dynamische Stabilität in der Aufrichtung des Oberkörpers ergibt eine unabhängige Hand und eine losgelassenere Schenkellage. Das Gefühl für einen stabilen Oberkörper lässt sich auch über ein Riemchen vorne am Sattel schulen. Als Reiter daran festhalten, so dass man deutlich mehr Druck auf beide Gesäßknochen bekommt. Dann den Zug am Riemchen möglichst gleichmäßig mit beiden Händen halten und Kraft reduzieren. Die Richtung des Zugs sollte dann leicht nach oben und vorne wechseln, ohne dass sich die Belastung unter den Gesäßknochen verändert. Welche Sitz-Tipps helfen ReiterInnen? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum

Video-Coach: Sequenz 04 - Der Galopp

Galopp: Im Galopp sitzt die Reiterin losgelassen und folgt der Bewegung des Pferderückens. Am meisten stört immer wieder der zu weit zurückgenommene Unterschenkel, der nicht immer ruhig am Pferd anliegt das harmonische Bild. Tipp: Das Zusammenspiel der treibenden Hilfen muss neu erarbeitet werden. Es sieht so aus, als ob für die Reiterin das „Treiben“ primär mit als Arbeit der Unterschenkel verstanden wird. Dabei beginnt der Kreis der Hilfengebung immer mit der Gewichtshilfe. Den Oberkörper strecken, positive dynamische Spannung aufbauen ist wichtiger, als die Beine zu machen! Wie sonst könnten behinderte Reiter ohne Beine ihre Pferde auch auf hohem Niveau reiten (Beispiel Dr. Angelika Trabert, Weltmeisterin Kür Grade 2). Welche Sitz-Tipps helfen ReiterInnen? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum
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