Dressurlektionen: Vorhandwendung verbessert Rittigkeit

Das Pferd geht gegen den Zügel

Die Vorhandwendung ist nur was für Anfänger? Von wegen! Klassikausbilder Thomas Ritter deckt damit Probleme bei Reiter und Pferd auf – und löst sie wieder. Hier gibt es seine Experten-Tipps!

Problem: Das Pferd wehrt sich in der Vorhandwendung gegen den Zügel.

Ursache: Meist sind Fehler des Reiters der Auslöser. Entweder hält der Reiter sein Pferd zu stramm am Zügel oder zieht den Pferdehals in der Wendung zu heftig zur Seite (Flexen). Pferde wehren sich auch gegen den Zügel, wenn sie körperlich einfach noch nicht beweglich genug sind. Denn je geschmeidiger Hinterhandund Halsmuskulatur, desto besser kann sich Ihr Pferd im Kreis bewegen und umso leichter fällt es ihm, in der Wendung in Anlehnung zu bleiben.

Lösung: Lockern Sie Ihr Pferd, indem Sie die Vorhandwendung in einzelne Schritte einteilen. Halten Sie dafür nach jedem Seitwärtsschritt kurz an und geben so Ihrem Pferd in Ruhe die Chance, sich auszubalancieren. Erst wenn es entspannt steht, folgt der nächste Schritt. So kommt keine Spannung auf! Der Pferdehals wird locker, indem Sie ihn seitlich dehnen (F). Führen Sie dazu den inneren Zügel gefühlvoll zur Seite, der äußere verharrt am Widerrist.

Tipp: Probieren Sie aus, wie hoch oder tief Sie den inneren Zügel halten müssen, damit sich Ihr Pferd am besten dehnt.

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18.10.2016
Autor: Marlene Weiblen
© CAVALLO
Ausgabe 10/2016