Dressur in der Natur: Die 20 besten Geländelektionen

Nichts wie raus zum Seele baumeln lassen

Antje Heimsoeth ist Mentaltrainerin und eine erfahrene Reiterin. Die Expertin findet: Durch das Reiten können Pferd und Reiter locker werden.
Foto: Hafner CAVALLO Video-Coach

Antje Heimsoeth empfiehlt erfrischende Ausritte.

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Nicht nur das Pferd erholt sich im Gelände. Der Reiter kann sich beim Ausritt aus verfahrenen Situationen befreien, weil ein verändertes Umfeld neue Perspektiven bringt. In der freien Natur findet sich für manches Lektionsproblem ein überraschender Lösungsweg. Einige Probleme verschwinden ganz, wenn die Hallenbande nicht mehr den Blick auf das Wesentliche verstellt. Es gibt Reiter, die erst im Gelände wirklich entspannen, dadurch werden auch ihre Pferde dort lockerer. Beim Ausritt ist der Reiter mit sich und seinem Pferd alleine. Da stehen keine Zuschauer am Rand einer Reitbahn, die eventuell die Leistung des Reiters kritisieren könnten.

Wer nicht mit einem Ohr auf Banden­gespräche lauscht, kann sich viel besser auf die Arbeit konzentrieren. Auch stören unterwegs weder stehen gelassene Hindernisse noch Mitreiter. Wer im Gelände schwierige Situationen meistert, gewinnt an Selbstvertrauen. Die steigende Sicherheit gegenüber möglichen Angst­auslösern hilft auch in anderen Situationen, etwa auf dem Turnier, mit Überraschungen klarzukommen. Allerdings muss der Reiter eine solide Grundausbildung haben und sattelfest sein, um von den Vorteilen des Geländes voll zu profitieren. Er sollte auch mal einen überraschenden Hüpfer aussitzen können. Sonst bekommt er schnell Angst, die später das Reiten im Gelände und auch anderswo belastet.

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15.04.2009
Autor: Melanie Tschöpe
© CAVALLO
Ausgabe 05/2009