Pferde-Anatomie: Biegen beginnt im Genick - Trainings-Tipps für Reiter

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Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Dressur Biegung Stellung Genick Greifenberg-Gruns

Genick-Test: Wie biegt sich mein Pferd?

Bewegungs-Test: Stellen Sie sich unter den Pferdehals und legen Sie die Hände etwa eine Handbreit hinterm Genick auf den Hals. Eine zweite Person stellt das Pferd nun sanft im Genick um. Wenn der Wirbel umspringt, können Sie das fühlen. Es wirkt, als würde ein wenig Muskelmasse die Seite wechseln. Bei ungeübten Menschen und steifen Pferden klappt das oft nicht auf Anhieb. Je weicher das Umstellen gelingt, umso geschmeidiger ist das Gelenk.

Genick-Test: Wie biegt sich mein Pferd?

Drucktest für die Genick-Muskeln: Drücken Sie drei Finger langsam und kräftig in die Muskeln im markierten Bereich. Beginnen Sie hinter dem Genick und wiederholen den Test, bis Sie das erste Halsdrittel auf jeder Halsseite sorgfältig abgetastet haben. Ihr Pferd sollte dabei stets gelassen bleiben. Jede Abwehr (Kopfschlagen, Ausweichen usw.) zeigt Schmerzen an. Die Ursache sollte ein Tierarzt, Physiotherapeut oder Osteopath klären.

Genick-Test: Wie biegt sich mein Pferd?

Stellungs-Test: Wohin der zweite Halswirbel gerade gekippt ist, verraten die Genickmuskeln: Auf der Stellungs-Seite gibt es eine kleine Rinne (rote Markierung). Die Muskeln auf der gegenüberliegenden Halsseite sind glatt.

Genick-Test: Wie biegt sich mein Pferd?

Biegungs-Test: Aus guter Stellung wird durch eine Kettenreaktion in der Wirbelsäule automatisch eine Biegung. Auf dem Foto ist das Genick des Pferds nach rechts gestellt. Die gelbe Linie zeigt, wie seine Wirbelsäule, das Becken und die Stirn verlaufen.

Genick-Test: Wie biegt sich mein Pferd?

Auf disem Foto biegt Ausbilder Eberhard Weiß nun den Hals des stehenden Pferds nach rechts. Die Bewegung setzt sich ohne weitere Einwirkung bis ins Becken fort. Das Pferd biegt sich (weiße Linie). Klappt diese Basis-Biegung, kann ein Pferd durch Gymnastik lernen, seinen Körper bis zur anatomischen Grenze zu biegen.
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