Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Foto: Rädlein Pferde trainieren Apportieren Dressur

Apportieren macht Spaß

Braucht Ihr Pferd Abwechslung an öden Wintertagen? Wir haben da was für Sie! Hier erklärt Tiertrainer Peter Deicke (78), wie man Pferden apportieren beibringt. Sein Hengst Rocky beherrscht 75 Zirkuslektionen - eine davon zeigen wie Ihnen hier.

Mit Neugier ans Ziel

Shetty-Hengst Rocky kann nicht nur Gegenstände vom Boden aufheben, sondern auch Kisten öffnen. Mit seiner Nase tastet sich Rocky an den geschlossenen Gegenstand heran...

Geschick ist gefragt

... mit einem Schupps öffnet Rocky die Kiste...

Gesucht und gefunden

... mit seinen Zähnen fischt er den Weidenkorb heraus...

Beute gesichert

... und bringt den Korb zu seinem Ausbilder Peter Deicke. "Wichtig ist eine feste Reihenfolge: Kommando, Ausführung und Belohnung", sagt Peter Deicke. Pferde lernen apportieren schneller, als man glaubt - versuchen Sie Ihr Glück!

Spaß für alle Sinne

Braucht Ihr Pferd Abwechslung für öde Wintertage? Schicken Sie es doch auf Diebestour.

Klein anfangen

Peter Deicke legt der Stute Bella zunächst das Tuch vor ihre Beine und versucht, ihre Aufmerksamkeit darauf zu ­lenken. Dazu gibt er ihr das ­Kommando „Holen“. Die Stute zeigt Interesse und nähert sich vorsichtig dem Tuch.

Je mehr Lob desto leichter

Bestätigung: „Jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung muss erkannt und sofort belohnt werden“, erklärt Deicke, während er Bella ein Leckerli reicht.

Schnell kapiert

Die Verknüpfung ist erstellt: Deicke hat Bella Schritt für Schritt an das Tuch herangelockt. Ab jetzt gibt es keine Belohnung mehr fürs bloße Anschauen. Bella überlegt und probiert aus. Nur fürs Anstupsen erhält sie ein Leckerli. Zunächst stupst sie das Tuch zufällig an. Nach mehreren Versuchen scheint es, als wüsste sie genau, was von ihr gefordert wird.

Der sichere Biss

Beiß zu: Bella lernt im nächsten Schritt, das Tuch mit den Zähnen zu greifen und festzuhalten. Dafür bekommt sie es zunächst, vergleichbar mit dem Trensen, ins Maul gelegt. Sobald Bella das Tuch zwischen den Schneidezähnen hat, wird sie dafür belohnt. Langsam lernt sie, das Tuch selbst zu halten.

Kommandos lernen

Komm her: Bella lernt das Kommando „Hier“. Deicke lockt sie anfangs aus kurzer Entfernung mit einer Belohnung in der Hand.

Belohnung bereithalten

Versprochen ist versprochen: „Wichtig ist, sein Versprechen zu halten. Wenn die Stute zu mir kommt, erhält sie auch die ­erwartete Belohnung“, betont Peter Deicke.

Spielend lernen

Schnellmerker: Nach wenigen Minuten hat Bella das Spiel durchschaut und trabt nun sogar aus mehreren Metern Entfernung auf Deicke zu.

Ende gut - alles gut

Feierabend: Bella holt sich ihre verdiente Belohnung aus Deickes Händen ab. Gut gemacht. Für heute hat sie genug gelernt und darf sich ausruhen.

Die Alleskönner

Auf geht’s: Stute Amani ist Profi. Deicke zeigt ihr das entfernt liegende Tuch. Die Stute spitzt ­gespannt die Ohren und wartet auf das Startsignal.

Alles kann apportiert werden

Zielstrebig: Die Araberstute läuft direkt auf das Tuch zu und greift es mit ihrem Maul. „Seit langer Zeit macht sie die Übung heute zum ­ersten Mal wieder“, erläutert Deicke.

Schlaues Tier

„Hier“: Nachdem Amani das Tuch genommen hat, dreht sie ­zunächst nur ihren Kopf in ­Richtung Peter Deicke. Seelenruhig ­verharrt sie in dieser Position. „Sie ist eine ganz schlaue Stute. Sie hat gelernt, so lange zu ­warten, bis ich ihr ein neues ­Kommando gebe“, erklärt Deicke. Erst als er ihr herzukommen erlaubt, macht sie sich auf den Weg.

Lob macht selbstbewusst

Gut gemacht: Amani läuft ­zurück zu Deicke und übergibt ihm das Tuch. „Brave Stute“, freut
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