Die FEI macht die Überprüfung von Losgelassenheit und Selbsthaltung ab 2027 zu einem deutlich sichtbaren Bestandteil ihrer Dressurprüfungen. Das "Zügel aus der Hand kauen lassen" kommt künftig unter anderem im Grand Prix, im Prix St. Georges, bei Jungen Reitern, Ponyreitern, Children und jungen Pferden vor. In den englischen FEI-Aufgaben wird diese Anforderung meist als "stretch circle" bezeichnet. In den Grand-Prix-Aufgaben wird das Dehnen im letzten Teil der Prüfung auf dem Zirkel im Trab verlangt.
Überstreichen in Nachwuchsklassen und Intermediaire I
Das Überstreichen wird vor allem in der Intermediaire I, bei den Jungen Reitern sowie in bestimmten Children- und Ponyaufgaben neu verlangt oder beibehalten. In den englischen FEI-Aufgaben wird diese Übung als "give and retake of the reins" bezeichnet. "Zügel aus der Hand kauen" und Überstreichen verfolgen ein ähnliches Ziel – die Überprüfung von Balance, Losgelassenheit und Selbsthaltung.
Die FEI führt in ihrer Änderungs-Übersicht aus, dass der Grand Prix Special unverändert bleibt. In der detaillierten Darstellung im Bewertungsbogen für die Richter wird dagegen ein Überstreichen über drei bis vier Galoppsprünge nach dem Angaloppieren aus der Passage beschrieben. Hier bleibt also zunächst die endgültige Aufgabenfassung ab 1. Januar 2027 abzuwarten.
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