Was Pferdeäpfel über Pferde verraten

Das verrät der Geruch von Pferdeäpfeln über die Gesundheit

Foto: Pixabay
Frisch oder faul? Der Geruch verrät einiges darüber, wie es Ihrem Pferd geht. Wir sagen, was Sie beachten müssen.

Frische Pferdeäpfel riechen aromatisch und eher angenehm: Das Pferd ist ein reiner Pflanzenfresser, weshalb seine Hinterlassenschaften für uns eher angenehm riechen.

Für Pferde selbst stecken noch weitere Botschaften im Apfelduft: Die enthaltenen Pheromone etwa geben Aufschluss, um welches Geschlecht es sich handelt.

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Stechender und beissend säuerlicher Geruch

So sollte Pferdekot auf keinen Fall riechen. Wenn es so stinkt, findet im Dickdarm eine Fehlfermentation statt; die falschen Mikroorganismen haben überhandgenommen und bringen die Verdauung aus dem Gleichgewicht.

Futtertipp: Unbedingt mehr Heu füttern. Bitte kein überständiges Heu, sondern möglichst eines, das in der Blüte geschnitten wurde. Sonst enthält das Heu zu viel Lignin, was schwer verdaulich ist.

Noch wichtiger als Heu ist es, die Getreidemenge sofort zu reduzieren oder zum Beispiel Heucobs als Kraftfutter zu geben, sodass die Pferde nicht übersäuern.

Positiv bei einer Getreidefütterung wirkt sich auch Öl aus. Es hemmt die Gasproduktion, die durch die Getreideverdauung entsteht. Zusätzlicher Vorteil: Mit Öl kommt man weg vom Getreide, welches durch seinen hohen Stärkegehalt eigentlich fürs Pferd nicht gut geeignet ist. Im Akutfall kann auch Heilerde bei stinkenden Pferdeäpfeln helfen. In der Natur helfen sich Pferde bei Übersäuerung auch gerne selbst, indem sie recht viel Erde aufnehmen. Ab und an fressen sie auch Pferdeäpfel, um die darin enthaltenen positiven Mikroorganismen und so die eigene Verdauung wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Wer sich unsicher ist, ob die Pferdeäpfel tatsächlich sauer sind (pH-Wert unter 6), kann das ganz leicht mit pH-Wert-Stäbchen prüfen. Voraussetzung: Das Pferd macht trotz miefiger Pferdeäpfel einen gesunden Eindruck. Einfach etwas Wasser aus dem Rossbollen drücken und das Stäbchen dranhalten. Kontrollieren Sie den pH-Wert nach den Futtermaßnahmen noch mal. Er sollte zum neutralen Bereich von 7 gewechselt haben.

16.01.2019
Autor: Kristina Hofer
© CAVALLO
Ausgabe 1/2019