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9 Anti-Rutsch-Tipps für Pferde im Winter

Mehr Halt und Sicherheit bei Schnee

Der Winter hat mit seinen rutschigen Böden einige Tücken und stellt Pferd und Reiter oft vor große Herausforderungen. Wir haben 9 Tipps für Sie parat, wie Sie auch bei Schnee sicher mit ihrem Pferd unterwegs sind.

Wer sein Pferd auch im Winter bei Schnee und Eis im Gelände reiten möchte, sollte sich rechtzeitig informieren, wie er auch auf glatten Winterböden genügend Sicherheit und Halt hat.

Für Pferde gibt es verschiende Möglickeiten, die sehr wirkungsvoll sein können. Eine davon sind Pferde-Spikes. Wie auch bei uns Menschen sollen sie die Rutschgefahr erheblich mindern und für mehr Haftigkeit auf dem Untergrund sorgen.

Mit unseren 9 Tipps verraten wir Ihnen, welche weiteren Alternativen es für die rutschigen Winterböden gibt.

Hufe weg vom Glatteis!

Liegt Schnee oder sind unebene Böden etwas vereist, kommen Pferde barhuf oder mit dem richtigen Rutsch-Schutz ohne Schlittern durch. Doch Hufe weg von Eisflächen!

Die Sturzgefahr ist auch mit Stollen und Co. zu hoch. Umgehen Sie vereiste Stellen, streuen Sie ausgiebig und verzichten Sie an eisigen Tagen lieber auf einen Ausritt.

Stollen und Stifte

Stollen lassen sich an Hufeisen, Kunststoffbeschlägen und Hufschuhen befestigen. Durch ihre Form geben sie Halt auf glatten Böden und im Schnee. Oft sind in die Stollen zusätzlich Stifte aus Hartmetall eingelassen. Das Material bietet noch mehr Halt auf glatten Untergründen.

Wählen Sie bei Dauerbeschlag am besten Modelle zum An- und Abschrauben, denn auf Dauer können Stollen dem Huf schaden. „An den Stellen, an denen die Stollen sitzen, entsteht punktueller Druck“, erklärt Schmied Burkhard Rau. „Das Hufhorn kann dadurch nachgeben.“

Steht das Pferd auf einem weichen Paddock, etwa mit Sand- oder Gummiboden, sacken die Stollen zwar ein. Es bleibt aber die Verletzungsgefahr. Beim Aufstehen kann sich das Pferd etwa selbst treten oder andere Pferde beim Ausschlagen verletzen.

Alternative zum Schrauben: Stollen mit Haltern, die auf die Schenkelenden des Eisens gesteckt werden (z.B. GS Haltestollen).

Wie Training gegen Rutschen schützt

Ausdauer- und Krafttraining ist für Hufschmied Burkhard Rau (www.hufbeschlagschule.de) das beste Mittel gegen Schlittern: „Je besser Körperspannung und Muskulatur des Pferds, desto besser kommt es mit winterlichem Boden zurecht.“

Geländetrainerin Dina Seipp (www.erlebnisreiten.de) rät, mit jungen, unbalancierten Pferden, Pferden mit Temperamentsausbrüchen und Arthrosepatienten bei unklaren Bodenverhältnissen nicht ins Gelände zu gehen.

Vogelsand für Pferdehufe

Barhufgehen im Winter ist eine gute Idee, denn das Pferd hat so besseren Halt als mit Eisen. Tipp von Burkhard Rau: Wollen Sie den Grip kurzfristig verbessern, greifen Sie einfach zu Vogelsand und einem Polyurethan-Hufkleber (z.B. RHS-Kleber).

Tragen Sie den Kleber etwa ein bis zwei Millimeter dick auf die Hufsohle auf und streuen den Sand während der Trocknungszeit darauf. Vorher reinigen Sie den Huf mit Wurzelbürste und Wasser. Das Ganze hält ein paar Tage.

Winter-Hufschuhe

„Für den Winter sind Modelle mit Profil empfehlenswert“, sagt Hufschuhexperte Bernd Jung (www.hufcheck.de), z.B. der „All Terrain“ von Equine Fusion oder „New Trail“ und „Trail“ von Easyboot.

Vor allem auf festeren Schneeböden sind zudem Stollen oder Stifte empfehlenswert. Stollen werden von außen eingeschraubt und auf der Innenseite des Schuhs befestigt. Einige Hufschuh-Hersteller bieten auch Stifte mit einem Gewinde an, die nur von außen mit einem Aufsatz für den Akkuschrauber in den Hufschuh geschraubt werden (z.B. „Quick Studs“ von EasyCare).

Geeignet sind die meisten Hufschuhe dafür; nur Modelle mit dünnen, flexiblen Sohlen eignen sich nicht, weil das Gewinde sonst durch die Sohle kommt. Da die Stifte sich auf Schotter ablaufen, sollten Sie sie entfernen, wenn sie nicht gebraucht werden. Das geht zwei bis drei Mal, dann werden die Löcher zu groß.

Alternativ rüsten Sie ein Paar Schuhe mit Stiften aus, eines nicht.

Das hilft gegen Aufstollen

Um High-Heels aus Schnee zu vermeiden, ist Hufgrip in schneereichen Gebieten für beschlagene Pferde fast unausweichlich. Der Schmied setzt die Gummiplatte zwischen Eisen und Huf.

Nachteil: Durch das Gummi bewegt sich der Hufnagel im Horn etwas mehr, Keime können leichter eindringen. Metallringe, die mit einer Montagezange selbst in das Hufeisen eingespannt werden („Huf Flex“), sind keine echte Alternative, sondern eher als kurzfristige Zwischenlösung geeignet.

Auch das Einfetten der Hufe hilft nicht zuverlässig gegen Aufstollen. „Fette auf Salben- oder Wachsbasis helfen kurzfristig“, so Burkhard Rau.

Bei Kunststoffbeschlag verhindert oft eine Lasche das Aufstollen, etwa bei Duplo- oder Esprit-Beschlägen.

Socken fürs Pferd?

Strümpfe über die Eisen ziehen oder Jutesäcke darumbinden? Kurzfristig kann das ein wenig helfen, etwa auf dem Weg zur Halle. Beim Reiten sind Socken und Säcke aber viel zu schnell kaputt und bieten nicht genug Halt.

Was tun, wenn mein Pferd doch rutscht?

„Merken Sie, dass Ihr Pferd beim Reiten kurz ins Rutschen gerät, bleiben Sie tief im Sattel sitzen und nehmen Sie die Zügel an“, rät Ausbilderin Dina Seipp. „So helfen Sie Ihrem Pferd sich auszubalancieren.“

Lehnen Sie sich vor, kommt es erst recht ins Straucheln. Reiten Sie auf glatteren Böden Wendungen, sitzen Sie außen. „Sonst rutschen dem Pferd die Beine weg.“

Merken Sie, dass Sie sich auf einer größeren Glatteisfläche befinden, heißt es dagegen: Unbedingt absitzen.

Lassen Sie Ihr Pferd alleine agieren und seinen Weg vom Eis finden.

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