CAV Reithelm Test Teaser Rädlein
CAV Reithelmtest Busse Defender
CAV Reithelmtest Busse Defender Testergebnisse
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8 Reithelme im Test

Test: Reithelme im Labor- und Praxis-Check

Worauf muss man beim Kauf eines Reithelms achten? CAVALLO hat acht Reithelme auf Herz und Nieren geprüft.

Leicht und luftig könnte ein Dessert beschreiben, gilt in diesem Fall aber für komfortable Reithelme. Denn was nutzt der sicherste Helm, wenn Reiter ihn nicht tragen, weil er unbequem ist?

Mit dieser Frage im Kopf startet der große CAVALLO-Reithelmtest 2013. Wie angenehm tragen sich die Helmmodelle? Die Sicherheit – sowohl nach Norm als auch nach verschärften CAVALLO-Bedingungen – prüft wieder die TÜV SÜD Product Service GmbH in Garching bei München.

Die acht Reithelme im Test:

  • Uvex (Suxxeed)
  • Casco (Prestige Air)
  • KED (Paso)
  • Kerbl (Win Air)
  • Busse Reitsport (One K Defender)
  • Felix Bühler (Pro Nova)
  • Ekkia (Equi-Thème Aircool)
  • Waldhausen (Swing Ride & Bike)

Einen bequemen Helm spürt der Reiter im besten Fall gar nicht auf seinem Kopf. Viele Helme drücken aber an der Stirn oder am Hinterkopf, zwicken am Kinn oder klemmen am Ohr. Meist lässt sich der Reiter beim Kauf auf einen Kompromiss ein, weil er den perfekten Helm nicht findet.

Der Grund für den unsteten Tragekomfort: Jeder Kopf ist anders geformt – mal rund, mal oval. Auch die Höhe der Stirn oder die Ausprägung des Hinterkopfs spielen eine Rolle. Die Krux der unterschiedlichen Köpfe macht sich in der Praxis bemerkbar: Während die einen Tester einen Helm als bequem einstufen, bekommen andere trotz passender Größe Kopfschmerzen.

Ein Reithelm muss perfekt auf den Kopf passen

CAV Reithelmtest Passform
Hofer
Damit die Helme auf den Köpfen der Reiter nicht zu bullig aussehen, sind sie an der Seite schmaler. Das kann zu Lasten der Sicherheit gehen.

Setzen Sie daher unbedingt mehrere Modelle auf, um den Helm zu finden, der perfekt auf Ihren Kopf passt. Am besten im Fachhandel. Denn der Experte kann mit Ihnen zusammen den Sitz des Helms beurteilen und die Riemen so auf Ihren Kopf einstellen, dass der Reithelm sicher sitzt.

Einige Modelle haben ein extrem variables Einstellsystem. Die Helme von Casco, KED, Felix Bühler und Waldhausen können so noch besser an unterschiedliche Kopfformen angepasst werden. Das ist löblich, viele Reiter sind aber verunsichert, welche Druckknöpfe oder Riemen sie einstellen sollen. Eine ausführlichere Bedienungsanleitung wäre bei allen Reithelmen im Test wünschenswert. Bisher weist etwa beim Swing-Modell nur ein kleines Bild darauf hin, dass der Träger auch das Kopfringband einstellen kann.

Frank Wittmann, Prüfingenieur der TÜV SÜD Product Service GmbH, ist begeistert von den verschiedenen Einstellmöglichkeiten: „Ein Helm ist schließlich nur dann sicher, wenn er fest auf dem Kopf sitzt.“ Das ist mit diesen variablen Riemen und Knöpfen gut möglich. Vorausgesetzt, die Bedienung ist verständlich. Im Gegensatz zu den Vorzeige-Helmen in Sachen Anpassung gibt es auch Modelle, bei denen der Reiter lediglich den Kinnriemen einstellen kann (Busse, Kerbl). Wessen Kopf hier nicht ins Größenraster des Herstellers passt, muss sich ein anderes Modell suchen. Sonst stören – wie im Praxistest – die Riemen des Helms am Ohr.

Im Visier des Reithelm-Tests: Schloss und Kinnriemen

Passform-Probleme lassen sich leicht lösen, wenn der Reiter die seitlichen Riemen passend einstellen kann. Das muss leicht gehen. Trotzdem müssen die Riemen in der eingestellten Position bleiben, sie dürfen sich nicht lockern. Das war im Praxistest nicht immer der Fall. Die Tester monieren zum Beispiel am Uvex-Modell, dass sich der Kinnriemen sehr schwer verstellen lässt. Am Kerbl-Modell ist er dagegen so leichtgängig, dass sich der Riemen lockert, sobald der Reiter den Kiefer bewegt.

Auch das Schloss nehmen die Tester unter die Lupe und müssen beim neuen „Casco-Loc-Verschluss“ am Modell „Prestige Air“ Fingerspitzengefühl beweisen. Der sonst übliche Steck-Verschluss wurde bei diesem Helm durch ein System zum Einhaken ersetzt. Um den Riemen wieder zu öffnen, muss der Reiter an einem dünnen Fädchen ziehen. Das gelingt nicht auf Anhieb. Der Grund: Eigentlich gehört an das Ende des Fadens ein Plastikgriff. Er fehlt aufgrund einer Produktionspanne an den Testhelmen.

Saunafeeling unter manchen Modellen

Wichtig ist das Helmklima. Ein luftiger Reithelm sorgt für Komfort. Sein Träger sollte sich nicht wie in einer Sauna fühlen. Oder können Sie sich vorstellen, einen Helm zu tragen, der so dicht wie eine Plastiktüte ist?

Zwar kommt es darauf an, wie sehr ein Reiter zum Schwitzen neigt, aber unter den Praxistestern ist die Meinung einstimmig. Mit den Modellen von Uvex, Kerbl und Busse haben die Reiter stark geschwitzt, beim Helm von Kerbl war sogar das Futter sehr feucht. Zwar gibt es Belüftungslöcher, doch die sind scheinbar zu klein, um in der Praxis für einen kühlen Kopf zu sorgen.

Der Labortest kann aufgrund der Individualität nicht zeigen, wie sehr der Reiter unter den Helmen schwitzt. Wohl aber, ob die Belüftung funktioniert. Lässt der Helm Feuchtigkeit durch oder saugt er sie eher auf? So wird etwa unter dem Helm von Kerbl viel Feuchtigkeit vom Testkopf abgeführt, sie landet jedoch hauptsächlich im Innenfutter. Das ist so unangenehm wie ein nasses Baumwollshirt, das am Körper klebt. Auch das Modell von Casco speichert im Test auffallend viel Feuchtigkeit. Das spüren auch die Reiter im Praxistest. Allerdings ist ihnen im Sattel nicht zu warm unterm Helm, die Belüftung erscheint ausreichend. Im Labortest zeigt sich, dass die Art des Innenfutters ebenfalls eine Rolle spielt. Denn das Futter von Busse kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen. „Das Mesh-Gewebe bietet eine große Oberfläche und gibt die Feuchtigkeit recht gut wieder ab“, sagt Frank Wittmann.

Im Belüftungstest hat der Reithelm „Swing Ride & Bike“ von Waldhausen ganz klar die Nase vorn. Sowohl im Labor als auch im Praxistest. Eine Testerin hat nach einer anstrengenden Reitstunde sogar völlig vergessen, dass das Modell noch auf ihrem Kopf saß. So soll es eigentlich sein. Es gab bei diesem Modell jedoch Unstimmigkeiten beim Helmgewicht – was das luftige Gefühl auf dem Kopf mitbestimmt. Hersteller des Helms ist die D-H-G Knauer GmbH, die auch die KED-Helme sowie die Modelle für Felix Bühler produziert. Die zuerst ins Labor geschickten Swing-Helme wogen rund 420 Gramm. Sie wurden aufgrund eines Produktionsfehlers zurückgerufen. Die neu gelieferten Helme wogen etwa 450 Gramm. Die Tester trugen dagegen die leichten Helme. „Schwankungen bei der Helmmasse rühren oft von der Dichte des Dämpfungsmaterials her“, so Wittmann. „10 Gramm mehr oder weniger sind normalerweise kein Problem.“ Der Hersteller müsse die Fertigung genau kontrollieren, sonst bestehe die Gefahr, dass die stoßdämpfenden Eigenschaften die Norm nicht mehr erfüllten. Der Hersteller versicherte auf Nachfrage, dass die schweren Modelle im Handel sind. Das ist gut für die Sicherheit. Doch das Swing-Modell ist nicht der einzig luftige Helm von D-H-G Knauer. Auch die Modelle von Felix Bühler und KED kommen aus dem Haus und sind in Sachen Belüftung dem „Ride & Bike“ auf den Fersen.

Die Befestigung der Riemen wurde verbessert

CAV Equitheme Reithelm im Test
Rädlein
Der Schirm des Ekkia-Modells sitzt sehr locker. Bei einem Sturz kann er auf die Nase des Reiters rutschen.

Helme sollen nicht nur bequem und luftig sein, sondern müssen vor allem den Reiterkopf bei einem Sturz schützen. Prüfingenieur Frank Wittmann bemängelte im letzten CAVALLO-Reithelmtest 5/2011 die dürftige Befestigung der Riemen. Das hat sich gebessert. Zwar sind immer noch nicht alle Modelle vernietet, aber wenigstens haben die Hersteller die Riemen in Vertiefungen im Helm genäht und ausreichend verklebt.

Mit dem Roll-off-Test (Abstreiftest) kontrolliert Frank Wittmann den sicheren Sitz der Helme. Ziel des Tests: Der Helm muss auf dem Kopf bleiben, wenn ihn ein Gewicht von hinten nach vorne zieht. Dabei spielt der Winkel eine Rolle. Je mehr der Helm verrutscht, desto wackeliger sitzt er. Den Prüfingenieuren fällt bei diesem Test das Modell von Ekkia auf. „Das Helmschild ist nur lose befestigt und in der Mitte befindet sich ein Plastiksteg. Im Test rutschte das Schild auf die Nase des Prüfkopfs und könnte den Reiter verletzen“, sagt Frank Wittmann.

CAV Reithelm Test Pro Nova
Rädlein
Eingeschnürt wie ein Paket wird der Reithelm auf Test-Fallhöhe gebracht und saust anschließend mit Karacho auf den flachen Sockel.

Im Dämpfungstest gibt es zwei Ausreißer im geforderten Norm-Test. Das Modell „One K Defender“ von Busse lässt beim Sturz auf den flachen Sockel seitlich mehr als die erlaubten 250 g durch (1 g entspricht der Erdbeschleunigung). Damit hätte er die Norm nicht bestanden. Der Hersteller reagierte prompt und veranlasste direkt in der Produktionsstätte einen Nachtest. „Wir können den Wert nicht nachvollziehen“, sagt Marion Kühnel von Busse Reitsport. „In unserem Nachtest hat der Helm Werte von 212 und 220 g. Zur Sicherheit lassen wir ihn noch einmal bei unserer Prüforganisation testen.“

Auch der Helm „Pro Nova“ von Felix Bühler hat im Dämpfungstest eine Problemstelle. „Am Hinterkopf liegt der Wert beim Sturz auf den flachen Sockel über 250 g“, sagt Frank Wittmann. Der Hersteller reagierte ebenfalls sofort: „Turnusmäßig steht bei uns jetzt die Überprüfung der Dämpfung unserer eigenen Helme an. Wir haben sofort zwei Helme des Models Pro Nova eingereicht und werden den Wert überprüfen“, versichert Steffen Klan von der D-H-G Knauer GmbH. CAVALLO wird über die Resultate berichten.

Im Kopf bleiben den Testern aktuell weniger die Ausreißerwerte als die schlechte Belüftung mancher Helme. Eigentlich hatten sie gehofft, dass die tropischen Zeiten vorbei sind. Bleibt zu hoffen, dass die luftige Entwicklung der Modelle im nächsten Helmtest wieder Fortschritte macht.

Busse One K Defender – Praxistest

CAV Reithelmtest Busse Defender
Rädlein
Reithelm Test Busse Defender

Fazit:

  • Sitzt bei den meisten Testern gut
  • Hinterlässt aber trotzdem rote Striemen auf der Stirn
  • Riemen stören am Ohr
  • Keine Einstellmöglichkeit am Hinterkopf
  • Sehr dünne Polsterung am Kinnriemen, der mit Klett fixiert wird
  • Je nach Länge steht das Ende weit über oder der Klett reicht nicht
  • Die Tester schwitzen unter dem Helm sehr stark
  • Nicht für Reiterinnen mit Zopf

Busse One K Defender – Labortest

CAV Reithelmtest Busse Defender Testergebnisse
Rädlein
Reithelm Test Busse Defender

Casco Prestige Air – Praxistest

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Lisa Rädlein
Reithelmtest

Fazit:

  • Helm mit komfortabler Passform, der allen Testern gut passt und angenehm gepolstert ist.
  • Der Verschluss zum Einhaken ist gewöhnungsbedürftig und lässt sich ohne den Plastikgriff nur schwer mit Handschuhen bedienen.
  • Der Kinnriemen lässt sich sehr leicht einstellen.
  • Eine besser Bedienungsanleitung wäre wünschenswert.
  • Gut für Reiterinnen mit Zopf.

Casco Prestige Air – Labortest

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CAVALLO
Reithelmtest Testergebnisse

Equi-Thème Aircool – Praxistest

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Lisa Rädlein
Reithelmtest

Fazit:

  • Kaum gepolsterter Helm, der sich nur schlecht auf den Kopf anpassen lässt: Entweder drückt er an der Stirn oder er wackelt.
  • Um den Kinnriemen ist ein Polster gewickelt, wodurch er sich nur schwer einstellen lässt.
  • Zudem lässt sich das Polster schwer befestigen
  • Der Helm macht keinen hochwertigen Eindruck, auch das Schild ist sehr wackelig.
  • Für Reiterinnen mit Zopf.

Equi-Thème Aircool – Testergebnisse im Einzelnen

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CAVALLO
Reithelmtest Testergebnisse

Felix Bühler Pro Nova – Praxistest

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Lisa Rädlein
Reithelmtest

Fazit:

  • Sitzt bei den meisten vorne eng, trotzdem wackelt er.
  • Kinnriemen nur unter dem Schloss gepolstert, aber der Riemen kratzt nicht.
  • Tester schwitzen unter dem Helm kaum.
  • Das Ende des Kinnriemens kann nicht verstaut werden und ist nicht gegen Ausfädeln gesichert.
  • Gut für Reiterinnen mit Zopf.
  • Bedienungsanleitung nicht ausführlich genug.
  • Schwierig auf den Kopf einzustellen.

Felix Bühler Pro Nova – Testergebnisse im Einzelnen

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CAVALLO
Reithelmtest Testergebnisse

KED Paso – Praxistest

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Lisa Rädlein
Reithelmtest

Fazit:

  • Sitzt vorne eng, wackelt aber dennoch.
  • Gute Belüftung, die Reiter schwitzen kaum.
  • Das Polster am Kinnriemen stört, die Einstellung auf den Kopf ist allgemein schwierig zu durchschauen.
  • Mit Reflektoren und Blinklicht ausgestattet.
  • Für Reiterinnen mit Zopf.

KED Paso – Testergebnisse im Einzelnen

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CAVALLO
Reithelmtest Testergebnisse

Kerbl Win Air – Praxistest

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Lisa Rädlein
Reithelmtest

Fazit:

  • Sitzt bei den meisten Testern gut, ist jedoch nicht individuell einstellbar.
  • Riemen klemmt an den Ohren.
  • Kinnriemen lockert sich leicht.
  • Um ihn zu verstellen, muss man den Helm absetzen.
  • Durch das dicke Polster ist den Testern unter dem Helm sehr warm.
  • Nicht für Reiterinnen mit Zopf.

Kerbl Win Air – Testergebnisse im Einzelnen

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CAVALLO
Reithelmtest Testergebnisse

Uvex Suxxeed – Praxistest

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Lisa Rädlein
Reithelmtest

Fazit:

  • Schwerer Helm, der sicher sitzt, aber manche Tester an der Stirn oder am Hinterkopf drückt.
  • Zudem schwitzen die Tester unter dem Helm stark.
  • Kinnriemen lässt sich sehr schwer einstellen, den Helm mussten die Tester dazu absetzen.
  • Für Reiterinnen mit Zopf.

Uvex Suxxeed – Testergebnisse im Einzelnen

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CAVALLO
Reithelmtest Testergebnisse

Waldhausen Swing Ride & Bike (Kauftipp) – Praxistest

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Lisa Rädlein
Reithelmtest

Fazit:

  • Ist den meisten Testern etwas zu groß.
  • Alle Tester bestätigen dem Helm eine sehr gute Belüftung.
  • Polster am Kinnriemen stört, die Einstellung auf den Kopf ist nicht auf Anhieb verständlich.
  • Helm mit Reflektoren und Blinklichtern.
  • Gut für Reiterinnen mit Zopf geeignet.

Waldhausen Swing Ride & Bike (Kauftipp) – Testergebnisse im Einzelnen

Reithelmtest: Die Testverfahren

CAV Reithelmtest Unterseite Teaser
Rädlein
Rütteln Sie ruhig mal am Helm auf Ihrem Kopf: Sitzt er fest genug? Kneift er am Ohr oder kratzt der Kinnriemen? Nur ein bequemer Helm wird gern getragen.

Roll-off-Test nach vorne und nach hinten:

Nach EN 1384 wird an der Hinterkante des Helms ein Seil befestigt, das über eine Umlenkrolle läuft. Am freien Seilende hängt ein Zehn-Kilo-Gewicht, das aus 175 Millimetern Höhe ruckartig nach unten fällt und den Helm nach vorne zieht. Je größer der Winkel, mit dem er nach vorne rutscht, desto wackliger sitzt der Helm. Für den verschärften CAVALLO-Test geht es zusätzlich noch in die andere Richtung. Auch hier zählt der Winkel.

Aufprall an drei Punkten der Helmschale (Stirn, Seite, Hinterkopf):

Der Helm wird auf einen mit Bewegungssensoren ausgestatteten Prüfkopf gesetzt und aus 1,5 Metern Höhe auf einen fl achen Sockel fallen gelassen. Die Beschleunigung, die dabei im Prüfkopf entsteht, darf 250 g nicht überschreiten (1 g entspricht der Erdbeschleunigung). Für CAVALLO mussten die Helme auch noch auf eine Bordsteinkante stürzen. Reiter fallen oft auf scharfe Kanten, oder das Pferd trifft den Reiter mit seinem Huf am Kopf.

Verdunstung:

Ein speziell von Frank Wittmann entwickelter Test soll zeigen, wie gut die Helme Feuchtigkeit vom Kopf weg transportieren und wie viel Feuchtigkeit das Helmfutter aufsaugt.

Weitere Tests:

Die Festigkeit der Trageeinrichtung wurde geprüft. Dabei darf sich der Kinnriemen höchstens um 25 Millimeter verlängern. Ebenso die Durchdringung der Helmschale, wobei ein Dorn aus 50 Zentimetern Höhe auf den Helm saust, den Prüfkopf darunter aber nicht berühren darf. Zusätzlich wurde geprüft, wie stark sich der Schirm des Helms durchbiegt.

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