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CAV Gebisslose Zäume im Test - Sonja Thiehuis Lisa Rädlein
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Gebisslose Zäume für Pferde im Test

Welcher Zaum passt zu meinem Pferd?

Fein und sicher gebisslos reiten? Dazu sollten Sie wissen, wie gut die Beziehung zu Ihrem Pferd ist. Ausbilderin Sonja Tiehuis zeigt, wie Sie den perfekten Zaum für Ihr Pferd finden.

Schön ist das schon, oder? Dem Pferd ein Leben oder wenigstens ein paar Tage ganz frei Schnauze zu gönnen? Aufs Gebiss zu verzichten und trotzdem fein und sicher zu reiten und das Pferd gesund zu gymnastizieren?

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Natürlich gibt es dabei Tücken. Die Größte: Reiter fürchten, ihr Pferd könnte die Maulfreiheit ausnutzen und ungehindert eigener Wege gehen. Wer schon gebisslos reitet, fragt sich, ob die Kontrolle dauerhaft bleibt, ob die Gymnastik gesund gelingt oder ob es fürs Pferd noch angenehmer werden könnte.

Eins kann man jedoch sicher sagen: Mal ohne Metall im Maul zu reiten, ist meistens ein Gewinn für Pferd und Mensch. Die Beziehung profitiert und nebenbei bekommen Reiter ein glasklares Feedback zu ihren Hilfen und zur bisherigen Ausbildung des Pferds. Je korrekter Reiter da unterwegs sind, umso weniger Unterschiede werden sie spüren. Und zwar auf jedem Niveau.

„Gebisslos zu reiten ist für die meisten problemlos möglich.“ Das sagt die niederländische Ausbilderin Sonja Tiehuis, die über die eigene Firma F.R.A.® pferdefreundliches Equipment vertreibt. „Reiter müssen allerdings die Persönlichkeit ihres Pferds kennen und wissen, wie es um ihre Beziehung steht.“ Dann findet man auch leicht den richtigen Zaum für sich und sein Pferd. Denn: Gebisslos ist längst nicht gleich gebisslos. So wie Wasser- und Schenkeltrensen, Pelham und Kandare völlig unterschiedliche Signale ans Pferd senden, variiert auch die Wirkung verschiedener Gebissloszäume zum Teil erheblich.

Sonja Tiehuis hat deshalb ein bisher einzigartiges System entwickelt, mit dem Reiter zuverlässig die passende gebisslose Zäumung finden. Wichtigster Bestandteil ist ein Wesens- und Beziehungscheck am Boden. Wie verhält sich das Pferd beim Führen? Wie reagiert es auf Berührungen. Wie auf Körpersignale? „Je besser ein Paar aufeinander abgestimmt ist und je sensibler ein Pferd reagiert, desto weniger Einwirkung ist nötig, damit Manöver wie Wenden oder Anhalten klappen“, erklärt Sonja Tiehuis.

Gebisse für Pferde im Test

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Gebisslos reiten: Die schönsten Pferdefotos der CAVALLO-Leser

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Pferdemaul: So finden Sie das passende Gebiss

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Zaum für ein starkes Pferd

Eine Stufen-Skala verrät, wie ein Zaum wirkt. Sonja Tiehuis sortiert danach, auf wie viele Punkte am Pferd ein Zaum wirkt und ob die Zügel direkt oder indirekt den Weg weisen. Je intensiver die Einwirkungen, umso höher die Stufe (Foto). CAVALLO wollte wissen, ob dieser Plan tatsächlich aufgeht und bat fünf Reiter mit sehr unterschiedlichen Pferden zum Praxis-Test. Wie alle einen passenden Zaum für ihre Lieblinge fanden und warum sich die Pferde ohne Gebiss gut reiten ließen, zeigen die nächsten Seiten.

CAV Gebisslose Zäume im Test - Stufenskala
Naihei/Fotolia.com
Stufen-Skala

Gebisslose Zäume für Pferde im Test

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Lisa Rädlein
„Ich hatte schon etwas Sorgen, dass Donald läuft, wohin er will. Doch er ließ sich gut lenken.“ Melanie Tschöpe ist CAVALLO-Chefredakteurin. Ihr Donald (13) ist gut ausgebildet, vergisst das nur öfters.

Die Persönlichkeit des Pferds und die Beziehung zum Reiter bestimmen den idealen gebisslosen Zaum. Diese Fragen lassen sich am besten beim Führen, Berühren und in der Freiarbeit prüfen.

Dieser Team-Check sollte in einem etwa 15 x 15 Meter großen Trainings-Paddock stattfinden. „Diese Maße sind ideal, weil das Pferd in allen Gangarten genug Raum hat, sich in der Freiarbeit jedoch nicht jeglichem Einfluss entziehen kann“, erklärt Ausbilderin Sonja Tiehuis. Mit ein paar Hindernisständern und Weidezaunlitzen ist der kleine Trainingsplatz in wenigen Minuten in der Halle oder auf dem Reitplatz errichtet.

Das Führen ist der erste Schritt im Beziehungscheck. „Denn hierbei fängt die Verbindung zwischen Reiter und Pferd an“, erklärt die Trainerin. Das sollten Sie prüfen: Überlässt das Pferd dem Zweibeiner willig die Führungsposition? Oder drängelt es stattdessen, überholt gar?

In der Bahn sind Melanie Tschöpe und ihr Schweres Warmblut Donald. Sie führt den Riesen selbstsicher, so hat es Donald leicht, ihr zu folgen. Wichtig ist auch, dem Pferd Zeit zum Reagieren zu geben. Und es am langen Strick zu führen. Denn am lockeren Seil können Sie gleich testen, ob Ihre Signale fein genug ankommen. So wie bei Testpferd Donald: Das Schwere Warmblut reagiert sofort, sobald seine Besitzerin über ihre Körpersprache eine Wendung einleitet oder die Richtung wechselt.

„Ein Pferd, das so fein reagiert, sollte auch beim Reiten wenig Einwirkung brauchen“, überlegt Sonja Tiehuis. Ab und an kommt Donald seiner Besitzerin jedoch zu nahe. „Er kann ein echter Büffel sein“, seufzt die. Wieviel Einwirkung ein Pferd verträgt, müssen also noch weitere Beobachtungen zeigen.

Wie reagiert ihr Pferd auf Körperkontakte? „Erforschen Sie Ihr Pferd nun mit langsam streichenden Bewegungen der flachen Hand“, erklärt Sonja Tiehuis. „Atmen Sie dabei bewusst aus. So erkennen Sie, ob es empfindsame Bereiche hat, selbst bei leichtem Druck gar ausweicht oder Berührungen überall vertraut.“ Bei zäheren Pferden wie Donald empfiehlt die Ausbilderin, die Pferdebeine auszustreichen. „Das hat zwar nichts direkt mit dem Check zu tun.

Das Pferd bekommt jedoch ein besseres Körpergefühl, wird feinfühliger.“ Ein balanciertes, sensibles Pferd benötigt wiederum weniger Einwirkung durch einen Zaum.

Folgt ihr Pferd ihren Signalen bei der Freiarbeit? Im dritten Schritt des Beziehungschecks steuern Sie Ihr Pferd nur über die Körpersprache durch den Übungspaddock. Wird es hektisch, reduzieren Sie Ihre Körperspannung, bis es sich beruhigt. Reagiert es dagegen eher zögerlich, sollten Sie Ihre Einwirkung verstärken, ohne sich selbst zu viel zu bewegen. Tipp von Sonja Tiehuis: ein Führseil locker zwischen beide Hände spannen. „Mit einem Strick können Sie Pferde bei der Freiarbeit bei Bedarf auf Distanz halten. Die vordere Hand zeigt in die gewünschte Richtung, die hintere treibt. Das erinnert an Leitstute und Treibhengst in der Herde.“ Kommt das Pferd trotzdem nicht richtig in Schwung, dann lassen Sie den Strick an der treibenden Hand los und werfen das Ende Richtung Hinterhand.

Pferde, die viel Motivation benötigen, damit sie was tun, können sich unterm Reiter schwer machen. Sie vertragen ab und an ein wenig mehr Druck. „Für gut ausgebildete Paare wie Donald und Melanie empfehle ich einen Zaum mit dem stärksten Einwirkungsgrad 5“, sagt Sonja Tiehuis und wählt ein Bitless Bridle.

Das Bitless Bridle macht starken Kerlenklare Ansagen. Durch den gekreuzten Kinnriemen wirkt ein Zug des Zügels rechts gleichzeitig auf die linke Kopfseite, was dem Pferd ein deutliches Signal zum Wenden geben soll. Gleichzeitig übt der Zügelzug Druck auf das Genick aus, was insbesondere bei versammelnderen Lektionen hilfreich sein kann. „Ein dressurlich so gut ausgebildetes Pferd wie Donald könnte man auch mit einem milderen Zaum wie dem Sidepull der Stufe 3 reiten“, erklärt Sonja Tiehuis. „Allerdings kann man damit weniger differenzierte Hilfen geben, falls sich das Pferd den Hilfen entziehen möchte.“

Donald aber denkt heute gar nicht daran. Da er körperlich wie nervlich in einer guten Form ist, qualifiziert sich das schwere Warmblut noch für einen kurzen Proberitt mit Halsring. Denn der Weg zu Stufe 1 ist gar nicht weit, wenn die Beziehungs-Basis stimmt. Das stellen wir später auch bei Isländer Hjalti, Friese Maurits und Haflingerstute Sunny fest.

„Anfangs hatte ich schon was Bammel um meine Kontrolle“, gesteht Melanie Tschöpe nach dem Ritt ohne Zaum. Sie weiß: Ihr Büffel Donald kann auch anders. „Im Gelände würde ich daher bei Stufe 5 bleiben“, sagt Sonja Tiehuis. „Denn sollte der Reiter im Gefahrenmoment doch einmal energischer durchgreifen müssen, hätte er bei einem derart starken Pferd keine Chance.“

Gebisse für Pferde im Test

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Reiten ohne Gebiss: Tipps für Gebisslose Reiten

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Pferdemaul: So finden Sie das passende Gebiss

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Feines Pferd

Das zarte Nervenkostüm hochsensibler Pferde ist eine lebenslange Herausforderung. Ein Hauch zu viel Druck kann massive Gegenwehr bis hin zu Panik auslösen. Zudem sind viele Sensibelchen heiße Öfen. Isländer Hjalti ist ein solcher Kandidat. Kann man ihn überhaupt gebisslos kontrollieren?

Expertin Sonja Tiehuis ist davon überzeugt. „Gebissloses Reiten tut jedem Pferd gut“, sagt sie. „Gerade sehr empfindsame Pferde sind für weniger Metall und Leder am Kopf besonders dankbar – und reagieren schon auf geringe Einwirkung.“

Ein Hitzkopf zeigt sich schon beim Führen. Übernervöse Pferde trippeln häufig hektisch und unkonzentiert neben ihrem Menschen her, neigen zum Überholen und Erschrecken. Isi Hjalti ist deutlich cooler: Vertrauensvoll, doch eine Spur zu flott, stapft er neben Besitzerin Anke Wirtz her. Für noch mehr Ruhe rät Sonja Tiehuis in solchen Fällen, den eigenen Gehrhythmus zu verlangsamen, bis sich das Pferd anpasst.

Da nervöse Kandiaten auch auf Berührungen meist extrem schnell und stark reagieren, sollten Sie im zweiten Schritt des Beziehungschecks umsichtig vorgehen. „Viele Sensibelchen zucken an empfindsamen Stellen wie Flanke oder Bauch schon bei der zartesten Berühung zusammen“, so Sonja Tiehuis. Streichen Sie Ihr Pferd von vorne bis hinten mit beiden Händen sanft ab. Atmen Sie ruhig. Was lässt Ihr Pferd zu, bei welcher Druckintensität weicht es aus oder wird sogar nervös?

Auch in der Freiarbeit ist ein feines Händchen gefragt. Haben die ersten beiden Schritte des Beziehungschecks bereits erwiesen, dass Ihr Pferd nur wenig Druck verträgt und zum Überschäumen neigt? Dann nur keine Hektik. Hjalti etwa fürchtet sich vor dem Führseil, daher arbeitet Besitzerin Anke Wirtz den Wallach ohne Strick als Leit- und Treibhilfe.

Der Isländer ist sehr gut ausgebildet, reagiert zuverlässig auf feinste Körpersignale. „Hjalti ist gut drauf“, freut sich Anke Wirtz. Die erfahrene Gangpferdetrainerin kann das Temperament ihres Wildfangs sehr genau einschätzen. Dennoch können derart hochsensible Pferde leicht in die Luft gehen. „Sie benötigen deshalb ein Wechselspiel aus klarer Führung und wenig Druck“ erklärt Sonja Tiehuis. Ihre Wahl für den Isländer: eine Zäumung mit Einwirkungsgrad 4.

Eine Blattfeder im Nasenriemen erlaubt schnelle Signale. „Diese Zäumung hat eine recht starke Einwirkung auf die Pferdenase“, erklärt Tiehuis. „Somit kann der Reiter sofort eingreifen, wenn sich das Pferd zum Beispiel erschrickt und durchstarten möchte.“ Umgekehrt weitet die Feder den Nasenriemen sofort, sobald der Reiter nachgibt. Perfekt für Sensibelchen.

Das Wechselspiel aus stärkerer Einwirkung und Nachgeben erfordert von Reitern freilich viel Erfahrung und – so wie in Anke Wirtz’ Fall – eine ausgezeichnete Balance im Sattel. Ihr Isländer lässt sich perfekt mit der unbekannten Zäumung leiten. Anke Wirtz wagt einen flotten Tölt. „Ich hatte keine Sekunde das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren“, staunt sie. „Mein Pferd reagierte genauso fein wie mit Gebiss.“

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Lisa Rädlein
„Hjalti reagierte genauso fein wie mit Gebiss im Maul. Ich konnte ihn problemlos kontrollieren.“ Anke Wirtz, CAVALLO-Grafikerin und IPZV-Trainerin C, geht mit Isländer Hjalti (8) auf Gangpferdeturniere.

Gebisslose Zäume für Pferde im Test

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Gebisslos reiten: Die schönsten Pferdefotos der CAVALLO-Leser

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Pferdemaul: So finden Sie das passende Gebiss

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Zaum für Jungpferde

Für Jungpferde sind gebisslose Zäume eine prima Stütze in der Grundausbildung. „Ich lasse das Pferdemaul beim Reiten gerne solange unberührt, bis ein Nachwuchspferd beispielsweise die ersten Kommandos wie vorwärts, rückwärts oder seitwärts versteht“, sagt Ausbilderin Sonja Tiehuis. „Und wenn es nicht mehr so schreckhaft reagiert sowie körperlich besser ausbalanciert ist.“

Tipp der Trainerin: „Mit einem Sidepull aus Stufe 3 oder einem Bitless Bridle aus Stufe 5 kann man Jungpferde zudem sehr gut an die Doppellonge nehmen, da beide Zäume die Kopfposition gut beeinflussen.“ Hinzu kommt, dass der vierbeinige Nachwuchs oft noch mit dem Zahnwechsel zu kämpfen und Schmerzen hat. „Alles, was dann im Maul nicht zusätzlich stört, ist besonders pferdefreundlich“, sagt Sonja Tiehuis.

Jungpferde brauchen eine besonders verständliche Führung. Wie sich Ihr Youngster beim Führen verhält, ist ein wichtiger Prüfstein dafür, ob er bereits sicher die Welt erkundet oder noch mehr Halt benötigt. Friese Maurits etwa stapft brav und auf den ersten Blick recht selbstsicher hinter Besitzerin Anita Stockinger her. Als ein LKW vorbeirauscht, macht der Friese einen Satz zur Seite. „Das ist für einen Vierjährigen ganz normal“, sagt Sonja Tiehuis.

Die Ausbilderin übernimmt das Kommando und führt den Friesen am langen Seil. „Springt ein unerfahrenes Pferd in Schreckmomenten weg, bin ich so nicht in der Gefahrenzone.

In Distanz zu mir lasse ich es nun selbst mit der Situation klar kommen.“ Erst wenn das Pferd ruhig auf den Menschen zuläuft, lobt Sonja Tiehuis. „Das stärkt sein Selbstbewusstsein und das Vertrauen in den Zweibeiner und dessen Führungsqualitäten.“

Bleiben sie auch bei Berührungen und Freiarbeit besonders klar. Erwarten Sie nicht, dass ein Jungpferd bereits alle Körperkontakte kennt und genießt. Maurits etwa ist zwar wohlerzogen und lässt sich überall anfassen. Dass ihm jedoch nicht jede Stelle geheuer ist, zeigen sein wacher Blick und der hocherhobene Kopf.

Im Freilauf benötigt ein Jungpferd ebenfalls eine gute Balance zwischen klaren Ansagen und ausreichend Freiraum. „Zu viel Druck könnte es verängstigen, bei zu wenig Energie fehlt der Halt“, sagt Sonja Tiehuis. Ihr Tipp: „Arbeiten Sie mit möglichst wenig Stimme, da diese bei uns Menschen oft ein Gegenspieler zur Körpersprache ist.“ Sonja Tiehuis nutzt das Führseil als verständliche Leit- und Treibehilfe. „Je klarer die Körpersprache, desto korrekter kann auch ein sehr unerfahrenes Pferd reagieren.“

Ein Sidepull leitet Jungpferde sanft und verständlich. „Ich empfehle für Jungpferde gerne ein Sidepull der Stufe 3“, erklärt die Ausbilderin. Sie holt für Maurits ein Modell, das mit seinen V-förmigen Backenstücken optisch an ein Halfter erinnert. „Diese Sidepull eignet sich besonders gut für junge Pferde oder Korrekturpferde, die Angst vorm Gebiss haben, da es selbst bei Zug nicht auf der Nase klemmt“, sagt sie. „Zudem erlaubt es deutliche seitliche Impulse – eine wunderbare Führung für unerfahrene und unsichere Tiere.“

Da Reiter mit diesem sehr sanften Zaum wenig falsch machen können, eignet sich das Sidepull auch für Einsteiger auf gut gerittenen, ruhigen Pferden. Friese Maurits gefällt die Wahl ebenfalls. Er läuft entspannt, findet schnell in einen gleichmäßigen Takt. Besitzerin Anita Stockinger ist begeistert: „Mein Pferd ließ sich wirklich prima mit dem Sidepull reiten.“

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„Ich hatte keinen Bammel, da ich Maurits viel zutraue. Er hat prima auf den neuen Zaum reagiert.“ Anita Stockinger ist eine erfahrene, gute Reiterin und besitzt neben Maurits (4) noch drei weitere Friesen.

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