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Pferde-Fütterung: Pilze für Pferde - Medizin aus der Natur

Vitalpilze können Pferde helfen

Vitalpilze sind erstaunliche Gewächse: Sie lindern Husten, regulieren den Darm und schrecken Parasiten ab. Welcher Pilz hilft Ihrem Pferd?

Pilze stehen nicht gerade auf dem täglichen Speiseplan für Pferde. Trotzdem landen sie im Trog. Sie sollen aber nicht den Geschmacksnerven der Pferde schmeicheln, sondern den Magen-Darm-Trakt beruhigen oder Husten lindern. Die Rede ist von Vitalpilzen. Das sind meist normale Speisepilze, die seit Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin erfolgreich beim Menschen eingesetzt werden. Doch auch Pferde können von den Glückspilzen profitieren.

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Diese neun Vitalpilze wirken auf die Gesundheit von Pferden besonders gut:

  • Maitake (Klapperschwamm) reguliert den Blutzuckerspiegel, hilft bei Arthrose.
  • Coprinus (Schopftintling) verbessert die Verdauung, hilft bei Hufrehe, Sarkomen, Myomen.
  • Cordyceps (Raupenpilz) gut bei Husten, Atemwegs- und Nierenerkrankungen.
  • Coriolus (Schmetterlingstramete) bei Infekten und Sommerekzem, reduziert die Schleimbildung.
  • Hericium (Igelstachelbart) hilft bei Koliken und Kotwasser, aber auch bei Fell- und Hautproblemen.
  • Shiitake reduziert Entzündungen und hilft daher bei Arthrose, aber auch bei Hufrehe.
  • Agaricus (Mandelpilz) stärkt das Immunsystem, hilft bei Sommerekzem und schützt vor Zecken.
  • Reishi (Glänzender Lackporling) bei Allergien, Hufrehe, zur Leberentgiftung und fürs Herz.
  • Auricularia (Chinesische Morchel) fördert die Durchblutung. Hilft bei Hufrehe und Entzündungen.

Tipp zum Füttern von Vitalpilzen:

Heimisch sind hierzulande Coriolus (Schmetterlingstramete), Coprinus (Schopftintling), Reishi (Glänzender Lackporling) und Maitake (Klapperschwamm). Vor allem den Schopftintling finden Sie im Garten oder auf der Pferdekoppel. Da Pilze den Boden entgiften und daher Schwermetalle sowie Herbizide enthalten können, sollten Sie Ihrem Pferd aber nicht einfach Pilze aus freier Natur füttern. Finger weg auch von wild wachsenden Baumpilzen: Nicht jeder ist gesund.

Vitalpilze stärken das Immunsystem

Petra Scharl, Tierheilpraktikerin aus Langenpreising in Bayern, behandelt Tiere schon seit Jahren mit Hilfe von Vitalpilzen. „Shiitake, Maitake und Reishi stärken durch ihre optimale Zusammensetzung an Biovitalstoffen, das sind Mikronährstoffe, das Immunsystem.“ Was in den Vitalpilzen wirkt, sind vor allem Beta-D-Glukane, eine Untergruppe der Polysaccharide (Mehrfachzucker) sowie Polysaccharide selbst und Polypeptide (Proteine).

Aber auch Triterpene (Kohlenwasserstoffe) und Antioxidantien. Diese Inhaltsstoffe animieren das Immunsystem, mehr Killerzellen zu bilden und zu aktivieren, und dadurch Bakterien und Viren zu zerstören. Pilze sind aufgrund ihrer Wirkstoffe auch im Stande, die Sauerstoffversorgung im Blut zu verbessern, Entzündungen zu hemmen oder Leber und Niere zu stärken. Sie wirken entgiftend und befördern Schadstoffe aus dem Körper. „Außerdem enthalten Vitalpilze alle acht essentiellen Aminosäuren sowie viel Vitamin B und D“, so Petra Scharl.

Die Wirkung von Pilzen belegen wissenschaftliche Studien. Allerdings beziehen sie sich auf den Einfluss beim Menschen. Einige Untersuchungen beweisen sogar, dass Pilze das Wachstum von Tumoren stark verringern. „Die Polysaccharide Lentinan und Krestin werden erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt“, sagt Dr. Christian Müller-Ehrenberg, Tierarzt und Händler für Vitalpilz-Mischungen für Pferde aus dem nordrhein-westfälischen Münster (www.better4horses.com).

Ob Pilze Pferden ebenso gut helfen, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Tierarzt Müller-Ehrenberg ist davon aber überzeugt: „Organismus ist gleich Organismus, und man kann die Wirkung übertragen.“ Weil Pilze Schadstoffe aus dem Boden aufnehmen, ist eines besonders wichtig: „Verwenden Sie nur Pilze aus kontrolliertem Anbau“, empfiehlt Dr. Christian Müller-Ehrenberg. „Andere enthalten womöglich zu viele Schadstoffe.“ Die Qualität der Pilze ist über Siegel wie etwa von Agrolab dokumentiert. Verfüttert werden sie als Pulver, Tabletten oder Extrakt, das stark konzentriert ist.

Extrakte enthalten vor allem die fürs Immunsystem hochwirksamen, bioaktiven Glukane und Polysaccharide in hoher Konzentration. Wasserlösliche Vitamine können im Extrakt aber ihre Wirkung verlieren. „Welche Pilze nun für welches Pferd in Frage kommen, richtet sich nach den jeweiligen Symptomen“, sagt Tierheilpraktikerin Petra Scharl.

Pilze gegen Kotwasser und Kolik

Ein hervorragendes durchblutungsförderndes Mittel ist die Chinesische Morchel (Auricularia). Sie eignet sich sehr gut für Pferde mit Hufrehe. „So lassen sich Reheschübe vermeiden, aber auch akute Schübe behandeln“, sagt Scharl. Auricularia enthält zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe, die bei Entzündungen helfen. „Pferden, die etwa unter Kotwasser leiden oder oft Koliken haben, hilft Hericium, der Igelstachelbart“, sagt Petra Scharl. „Er enthält Kalium, alle acht essentiellen Aminosäuren, Zink, Eisen, Polysaccharide und Polypeptide.“ Hericium beruhigt die Schleimhäute und wirkt auch bei Allergien, Fell- und Hautproblemen.

Da dieser Pilz Nervenwachstumsfaktoren enthält, eignet er sich auch gut zur Beruhigung nervöser Pferde. Gut bei Husten oder chronischen Atemwegsleiden ist der Raupenpilz (Cordyceps). Er hemmt Entzündungen, bekämpft Bakterien und wird gern zur Leistungssteigerung eingesetzt. „Diese Wirkungen beruhen fast alle auf spezifischen Polysacchariden, Glykoproteinen und seinen speziellen Inhaltsstoffen Cordycepin und Ergosterol“, sagt Petra Scharl.

„Vorsicht jedoch bei Sportpferden, der Raupenpilz ist dopingrelevant.“ Coriolus (Schmetterlingstramete) lindert ebenfalls die Beschwerden bei Husten oder chronischen Atemwegserkrankungen. Denn dieser Pilz reduziert die Schleimbildung. „Coriolus enthält das Polysaccharid Krestin und ein Polysaccharopeptid“, sagt Petra Scharl. Diese Stoffe werden begleitend in der Krebstherapie eingesetzt. Coriolus wirkt gut bei bakteriellen und viralen Infekten, bekämpft Pilzerkrankungen und verbessert die Wundheilung.

Pilze gegen das Sommerekzem

Ein Einsatzgebiet des Coriolus ist die Behandlung bei Sommerekzem. „Der Pilz wirkt gegen Parasiten. In Kombination mit Agaricus, dem Mandelpilz, stärkt er das Immunsystem gegen Kriebelmücken“, sagt Petra Scharl. Hinter dem Erfolg beim Sommerekzem steckt der Vitamin-D-Komplex, vermutet Müller-Ehrenberg. „Auch das Zusammenspiel der Inhaltsstoffe im Pilz ist entscheidend. Das Immunsystem von Ekzemern ist oft im Ungleichgewicht. Pilze sind Immunmodulatoren, die das Immunsystem regulieren.

Im Falle einer Allergie drosseln Pilze die Überreaktion des Immunsystems. Im Mandelpilz wiesen Wissenschaftler pharmakologisch wertvolle Inhaltsstoffe nach. Er besitzt den höchsten Anteil bioaktiver Polysaccharide, die das Immunsystem stimulieren. Zudem hilft er bei Tumoren, Fell- und Hautproblemen. Der Clou: Petra Scharl setzt ihn zum Schutz vor Zecken ein. Gute Erfolge bei EMS (Equines Metabolisches Syndrom), einer Störung des Zuckerstoffwechsels, erzielt die Tierheilpraktikerin mit Maitake Klapperschwamm).

“Er reguliert den Blutzuckerspiegel„, sagt die Pilzexpertin. Das beweisen langjährige Studien für den Einsatz beim Menschen. Durch seine Polysaccharide stärkt der Klapperschwamm das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Sein Vitamin D ist gut für die Knochen. “Aktuelle Studien belegen sogar, dass sich die Knochendichte in sechs Wochen durch die Gabe von Maitake, in Kombination mit Shiitake, verdichtet„, sagt Tierheilpraktikerin Petra Scharl.

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