Buchstaben, die in Scrabble-Manier gelegt wurden und die Worte "Nährwert", "Eiweiss" sowie "Pektin" bilden. Drumherum sid kleine Häufchen Pferdefutter drapiert. Lisa Rädlein

Welchen Zweck haben Füllstoffe im Pferdefutter?

Welchen Zweck haben Füllstoffe im Pferdefutter? Qualität und Quantität

Füllstoffe haben einen miesen Ruf: unnütz fürs Pferd, billiges Streckmaterial. Doch was sind eigentlich diese Substanzen – und sind sie wirklich so übel?

Holzspäne statt echter Früchte plustern Erdbeerjoghurt auf, heißt es seit Jahren. Unappetitlich und unseriös! Die Hersteller greifen zu billigem Füllmaterial, um die Käufer hinters Licht zu führen. Nun gehört Erdbeerjoghurt zwar nicht in die Futtertröge unserer Pferde, aber vermeintliche Füllstoffe in Müsli oder Mineralfutter haben auch unter Reitern oft ein negatives Image: Sie hätten keinen Nutzen fürs Pferd, würden Futter nur billig auffüllen und strecken. Stimmt das?

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Füllstoffe im Futter
Nährwert oder Leerwert? Welchen Zweck haben Füllstoffe im Pferdefutter?
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Wir haben nachgeforscht, was eigentlich Füllstoffe sind. Dazu haben wir mit Herstellern gesprochen, wie sie ihre Rezepturen erstellen; mit Produzenten, die ihr Futter als "füllstofffrei" bewerben; und mit unabhängigen Fütterungsexperten. So viel sei verraten: "Die" Füllstoffe gibt es nicht, jeder versteht etwas anderes darunter. Und bei der Frage, wie hochwertig einige Inhaltsstoffe sind, prallen Meinungen aufeinander.

Was sind Füllstoffe?

Von Erdbeerjoghurt und Pferdefutter nun kurz ein Abstecher zum Schoko-Pudding light: Dass der so luftig und fluffig schmeckt, dafür sorgen Füllstoffe. Sie sind eine Funktionsklasse der Lebensmittelzusatzstoffe. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) definiert diese als "Stoffe, die dem Lebensmittel aus technologischen Gründen zugesetzt werden". Die Zusatzstoffe untergliedern sich in 27 Funktionsklassen; dazu zählen beispielsweise Süßungsmittel, Farbstoffe, Konservierungsstoffe – und eben Füllstoffe.

Die sind laut BVL definiert als "Stoffe, die einen Teil des Volumens eines Lebensmittels bilden, ohne nennenswert zu dessen Gehalt an verwertbarer Energie beizutragen". Heißt: Der Nährwert des Produkts bleibt unverändert, meist werden die Füllstoffe unverdaut ausgeschieden. Sie finden sich in Light-Produkten wie dem Schoko-Pudding, ebenso wie in Backwaren, Käse, Marmelade oder Desserts. Oft werden solche Produkte mit Luft oder Wasser "aufgefüllt". Daneben zählen auch Calciumcarbonat, Johannisbrotkernmehl, Pektin oder Cellulose zu den rund 25 zugelassenen Füllstoffen im Lebensmittelbereich.

Und wie sieht es beim Pferdefutter aus? "Welche Stoffe im Futtermittel als Füllstoff gelten, ist nicht klar definiert", sagt Dr. Lea Brinkmann. Klassische Lebensmittel-"Auffüller" wie Wasser oder Luft, die auch in Katzen- oder Hundefutter vorkommen, spielten keine Rolle, da Pferdefutter meist einen hohen Trockensubstanz-Gehalt habe, so die Forscherin der Abteilung Ökologie der Nutztierhaltung von der Universität Göttingen. Und "echte" Füllstoffe, die nur das Volumen erhöhen und vom Pferd unverdaut ausgeschieden werden, gebe es kaum. Ein Beispiel dafür sei Lignocellulose, die Zellwand verholzter Pflanzen.

"Streng genommen gibt es im Pferdefutter keine echten Füllstoffe", erklärt auch Julienne Küsters, die beim Futtermittelhersteller St. Hippolyt für Forschung und Entwicklung zuständig ist, "weil jeder Stoff einen Nährwert für das Pferd oder einen Mehrwert für die Produktion hat." Korrekt wäre es daher, nicht von Füllstoffen zu sprechen, sondern von Inhaltsstoffen – also den einzelnen Komponenten eines Futtermittels – und von Trägerstoffen. Die sind nötig, um Mikronährstoffe (heißt: Spurenelemente und Vitamine) ins Futter zu mischen.

Die Vormischungen nämlich, die diese fürs Pferd wichtigen Stoffe enthalten, "sind laut Gesetz nicht zur direkten Verfütterung an Tiere bestimmt", verweist Julienne Küsters auf die entsprechende Vorschrift (VO (EG) 1831/2003, siehe auch Abschnitt "Was ins Pferdefutter darf"). Das heißt: Ein Ergänzungsfutter wie Mineralfutter darf ohne bestimmte Trägerstoffe gar nicht auskommen. Die sorgen auch dafür, dass Vitamine & Co. auf ein größeres Volumen verteilt werden, der Reiter die tägliche Ration also nicht in Mikrogramm abwiegen muss. Und im mineralisierten Müsli sorgen die Trägerstoffe, die mit den Mikronährstoffen zu Pellets gepresst werden, auch dafür, dass sich die Nährstoffe gleichmäßiger im Futter verteilen – was für die tägliche Nährstoffversorgung essenziell ist.

Zugelassen und als gesundheitlich unbedenklich eingestuft sind übrigens alle Inhalts- und Trägerstoffe, die sich im Pferdefutter finden. Dass sie von Herstellern und Experten aber nicht alle als gleichwertig gut eingeschätzt werden, dürfte der Grund für das schlechte Image sein.

Woher kommt das negative Image der Füllstoffe?

Wer "Füllstoffe" und "Pferdefutter" googelt, findet in Foren und auf Websites eine ganze Reihe an Inhaltsstoffen, die Pferdefutter "auffüllen", also unnötig strecken sollen. Dr. Lea Brinkmann kennt diese Stoffe: "Dazu zählen Mehle wie Grünmehl, Kleien, Spelzen oder Schalen wie Sonnenblumenschalen. Zum Teil werden auch Apfeltrester, Rübenschnitzel, Bierhefe oder Biertreber als Füllstoffe angesehen." Der Grund: Sie gelten als Abfallprodukte der Lebensmittelherstellung und als Zutaten, die billig sind. Futter, bei dem diese beiden negativen Schlagworte mitschwingen, will natürlich kein Reiter für sein Pferd. Deshalb werben einige Hersteller damit, auf Füllstoffe zu verzichten. Doch was verstehen sie eigentlich darunter?

Dr. Susanne Weyrauch-Wiegend etwa macht die Antwort darauf vom Einsatz des Stoffes abhängig: "Wenn ein Stoff, der zwar Energie, aber wenig Nährstoffe enthält, in ein Zusatzfutter gemischt wird, das dem Pferd eben diese Nährstoffe bereitstellen soll – dann ist das für mich ein Füllstoff." Ganz konkret versteht die Ernährungswissenschaftlerin darunter beispielsweise Weizengrießkleie oder Traubenzucker, auf die sie daher in ihren Produkten bewusst verzichtet. Auch Stoffe, die das Futter fürs Pferd akzeptabler oder schmackhafter machen sollen, sind für sie Füllstoffe.

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Was bei der Herstellung von Lebensmitteln anfällt, halten viele für billigen Abfall. Zu Unrecht.

Das sieht Isabell Frey-Fischer ebenso: "Geschmack- und Lockstoffe, die dafür sorgen, dass das Pferd das Futter besser aufnimmt, dienen nur der Fress-Akzeptanz. Und der Akzeptanz des Besitzers, weil das Futter schön schimmert oder gut riecht." In ihren Eohippos-Pferdemüslis finden sich diese Stoffe nicht. Und die Tierheilpraktikerin verzichtet darin auf noch mehr: "Füllstoffe sind für mich auch Bestandteile im Futter, die keinen direkten Nutzwert haben."

Dazu zählt sie Spelzen, Hülsen, Kleie, Mehle oder Schalen. "Das sind zwar Ballaststoffquellen, aber die erhält das Pferd schon übers Raufutter." Das Kraftfutter solle stattdessen die Komponenten enthalten, die im Raufutter fehlen, wie etwa Proteine und Fette.

Dass einige Reiter und auch Futtermittelproduzenten abwertend auf Stoffe schauen, die bei der Lebensmittelherstellung anfallen, stört Tierwissenschaftlerin Constanze Röhm: "Das sind Rohstoffe, kein Abfall." Und Julienne Küsters ergänzt: "Neben- oder Beiprodukte wie Kleie, Keime oder Schrot weiter zu verwenden, ist zum einen aus Gründen der Nachhaltigkeit geboten." Und zum anderen, weil bestimmte Inhaltsstoffe gleichzeitig wichtige Nährstoffe fürs Pferd enthalten. Schauen wir uns mal genauer an, was in vermeintlichen Füllstoffen steckt.

Welche Inhaltsstoffe haben Nährwert fürs Pferd?

Bleiben wir gleich bei der Weizenkleie. Sie entsteht bei der Mehlproduktion (siehe Abschnitt "Aus echtem Schrot und Korn"), ist aber alles andere als ein Abfallprodukt: "Kleie hat, wie andere Getreide-Nachprodukte auch, einen reduzierten Stärkegehalt, was gut für die Darmgesundheit ist. Pferde können nur kleine Mengen an Stärke im Dünndarm verdauen, übermäßige Stärke landet im Dickdarm und führt zu einer veränderten Mikroflora", erklärt Wissenschaftlerin Dr. Lea Brinkmann.

So arm die Kleie an Stärke ist, so reich ist sie andererseits: "In Weizenkleie sind fast 80 Prozent aller ernährungsphysiologisch wertvollen Stoffe enthalten, sie ist reich an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen", sagt Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand. Daneben hat sie einen hohen Proteingehalt von 16 Prozent. "Die Gehalte an den essenziellen Aminosäuren Lysin, Methionin, Cystin, Threonin und Thyptophan sind in Weizenkleie zudem höher als in Haferschälkleie", ergänzt Dr. Lea Brinkmann.

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Johannisbrotschoten sind reich an Ballaststoffen.

Auch ist nicht alles schlecht, was den Nachsatz "-mehl" trägt: Johannisbrotkernmehl etwa enthalte viele ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe, Traubenkernmehl punkte neben einem hohen Rohfasergehalt mit sekundären Pflanzenstoffen wie Antioxidantien, Eiweiß und Vitamin E, erklärt Lea Brinkmann.

Apfeltrester und Rübenschnitzel wiederum glänzen mit ihren hohen Anteilen an Pektinen: "Pektine wirken sich positiv auf die Verdauung aus, zudem sind beide eiweiß- und stärkearm." Allerdings sei Apfeltrester zuckerhaltig. Für Cushing- oder EMS-Pferde eignen sich da eher Rübenschnitzel.

Bierhefe, die für den Bierbrauprozess nötig ist und durch anschließende Trocknung inaktiviert wird, enthalte hochwertiges Rohprotein mit vielen essenziellen Aminosäuren, dazu B-Vitamine. Wird die Hefe an Biertreber gebunden, den Rückstand des Malzes, kommt noch Rohfaser hinzu, erklärt Dr. Brinkmann. Schrote aus Ölsaaten wie Leinsamen oder Raps dienen als "wertvolle Fettsäuren- und Proteinlieferanten", ergänzt Julienne Küsters. Sojaschrot punktet etwa mit den essenziellen Aminosäuren Lysin und Methionin.

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Beiprodukte wie etwa Weizenkleie, Apfeltrester, Melasse oder Bierhefe stecken voller Nährstoffe.

Das Image der Melasse gilt bei einigen Reitern als nicht so wertvoll, im Gegenteil. Melasse fällt bei der Zuckergewinnung an und bildet den Rückstand, aus dem kein weiterer Zucker gewonnen wird. "Dennoch besteht oft mehr als die Hälfte der Melasse aus Zucker", sagt Julienne Küsters – und Zucker hat einen schlechten Ruf. Dabei geht der Nährwert der Melasse oft unter: "Sie ist ein wichtiger Chromlieferant, reich an Mineralien, Elektrolyten und dem Dreifachzucker Raffinose", erklärt Dr. Weyrauch-Wiegand.

Dieser sei nicht relevant für den Blutzucker, weil er erst im späten Dünndarm bzw. Dickdarm aufgespaltet wird. "Die Menge an Zucker, die das Pferd übers Heu erhält, ist zudem oft ein Vielfaches höher als der prozentual gesehen geringe Anteil im Kraft- oder Ergänzungsfutter", sagt Julienne Küsters. Davon abgesehen, ist Melasse für die Produktion wichtig – Nährwert plus Mehrwert also.

Welche Stoffe haben einen Mehrwert für die Produktion?

Melasse dient neben ihrem Job als Geschmacksträger und Energielieferant auch als "Bindemittel beim Pelletieren und reduziert die Staubentwicklung im Mischfutter", erklärt Julienne Küsters. Und der zähe Sirup hat noch eine Eigenschaft: Er konserviert. "Oberfläche, Feuchtigkeit und Stärkeanteil der Müslis ziehen Milben, Schimmelpilze und Bakterien an. Daher muss Müslifutter konserviert werden", so Dr. Weyrauch-Wiegand. erden Müslis melassiert, also mit einem feinen Zuckerfilm versehen, würde die Haltbarmachung des Futters besonders schonend geschehen, weil bei ausreichend starker Melassierung möglicherweise Konservierungsmittel eingespart werden könnten.

Ist das Müsli zusätzlich mineralisiert, braucht es, wie schon gesagt, bestimmte Trägerstoffe, die die Mikronährstoffe transportieren. Das gilt natürlich auch für reines Mineralfutter und kann beispielsweise Luzernegrünmehl sein, aus denen Pellets gepresst werden. Auch Sojaextraktionsschrot hält mineralisierte Pellets in ihrer Form stabil, erklärt Sophia Riegger, Produktmanagerin bei Futtermittelhersteller Marstall.

Und welche Stoffe besitzen wirklich nur reinen Leerwert?

Tja, da könnte man sagen: Kommt drauf an. Oder wie es Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand formuliert: "Es gibt kein Nahrungsmittel, das nicht irgendeinen Nutzen hätte." Die entscheidende Frage ist nur: Wird der Inhaltsstoff gezielt für diesen Nutzen, diesen Zweck eingesetzt? Falls ja, hat er seine Berechtigung im Futter; falls nein, dient er lediglich als Füllmaterial.

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Haben die Inhaltsstoffe einen Nutzen fürs Pferd? Falls nicht, dienen sie wirklich nur als Füllmaterial.

Schauen wir uns beispielsweise ein Müsli an, das gleichzeitig Energie liefern, aber bitte getreidefrei sein soll – "dann muss ja etwas anderes hinein", sagt Dr. Lea Brinkmann. Also finden sich in solchen Mischungen oft unterschiedliche Bearbeitungsformen von fett- und energiereichen Ölfrüchten wie Raps, Leinsamen oder Soja. Soll das Müsli hingegen stärke-, zucker- und energiearm sein, etwa für übergewichtige oder stoffwechselkranke Pferde, müssen Hersteller auf ballaststoffreiche, energiearme Komponenten zurückgreifen – und das sind neben Grashäcksel meist Nebenprodukte der Obst- oder Getreideverarbeitung.

"Einige davon halte ich aber für weniger sinnvoll", sagt Dr. Lea Brinkmann: "Lignocellulose, jegliche Arten von Spelzen und Schalen sowie Haferschälkleie haben keinen besonderen Futterwert fürs Pferd, sondern enthalten vor allem Rohfaser. Die bekommt das Pferd bei ausreichender Raufutterfütterung aber genug." Da sollten sich Pferdebesitzer eher fragen: Warum will ich das füttern – und braucht mein Pferd wirklich noch zusätzlich etwas in den Trog?

Definitiv im Trog braucht jedes Pferd ein Ergänzungsfuttermittel, das es mit den nötigen Vitaminen, Spuren- und Mengenelementen versorgt. Über die reine Gras- und Raufuttermenge erhält es diese nicht in ausreichender Menge. Während die Bestandteile eines Müslis vor allem aus Gründen des Nährwerts und der Produktion beigemischt werden, dienen die Inhaltsstoffe im Ergänzungsfutter vor allem dem Transport der Mikronährstoffe. "Und die Qualität des Nährstofftransports ist abhängig vom Füllmaterial, in dem die Nährstoffe in den Körper gelangen", findet Dr. Weyrauch-Wiegand, die daher bei ihren Produkten vor allem auf Kräuter als Transportmedium setzt.

Es lohnt sich also, einen kritischen Blick auf die einzelnen Komponenten des Ergänzungsfutters zu werfen. Bestehen die beispielsweise ausschließlich aus Fett und Traubenzucker, hat das Pferd davon keinen zusätzlichen Nährwert, im Gegenteil: In so einem Futter versteckt sich unter dem Nährstoffmantel nur eine Kalorienbombe.

Und darüber hinaus ist alles als billiges Streckmaterial zu werten, was von minderwertiger Qualität ist. Allerdings: Das gilt grundsätzlich und für jegliches Pferdefutter, also auch für Heu oder Stroh.

Was ins Pferdefutter darf

Das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) in Deutschland regelt, welche Futtermittel für Tiere zulässig sind. Darunter fallen sowohl Einzelfuttermittel wie Heu oder Sojaschrot als auch Mischfuttermittel (bestehen aus mindestens zwei Einzelfuttermitteln, wie etwa Müsli oder Mineralfutter).

Die Futtermittelverordnung (FMV) wiederum regelt, welche Futtermittelzusatzstoffe erlaubt sind; dazu zählen Spurenelemente, Vitamine, Aminosäuren oder auch Enzyme.

Das Futtermittelrecht in Deutschland muss sich dabei auch an europäischen Rechtsvorschriften orientieren. Mehrere Verordnungen (EG) regeln dabei etwa die Vorschriften für die Futtermittelhygiene, die verwendbaren Zusatzstoffe oder die Höchstgehalte an Pestizidrückständen.

Aus echtem Schrot und Korn

Kleie, Schrot, Grieß, Presskuchen – auf Futteretiketten findet man diese Begriffe häufig. Doch was ist eigentlich was?

Das Getreidekorn besteht aus Keimling (mit Wurzelanlage), Mehlkörper (enthält Stärke) und Schalen (Samen-, Fruchtschale und Aleuronschicht). Wird das gesamte Korn grob vermahlen, entsteht Schrot. Wird der Mehlkörper fein zermahlen, entstehen Mehl und als Beiprodukte Grieß (kleine Stärkekörnchen) und Kleie (äußere Schalen mit Aleuronschicht). Werden übrig gebliebene Getreideschalen vermahlen, werden diese als Nachmehl bezeichnet.

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Melasse punktet mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Chrom.

Bei der Kaltpressung von Öl (etwa aus Raps) entstehen Press- oder Ölkuchen; das sind die festen Bestandteile, die beim Pressen der Frucht übrigbleiben. Extraktionsschrot bleibt bei der Heißpressung von Öl wie etwa Soja übrig.

Übrigens: Die Holzspäne im Erdbeerjoghurt, sind tatsächlich ein Mythos. Steht "natürliches Aroma" auf dem Becher, kann das Aroma zwar mithilfe von Mikroorganismen aus natürlichen Quellen wie Holz gewonnen werden; aber das Holz selbst landet nicht darin.

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