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Gesundes Pferdefutter: Leckerlis im Labor-Test

Wie gesund sind Leckerli für Pferde?

Leckerli als Pferdefutter motivieren Pferde am besten - wenn sie richtig gut schmecken. Dabei haben die Tiere erstaunliche Vorlieben. Worauf sollten Reiter beim Kauf des Pferdefutters achten?

Der beste Freund von Pferd und Reiter ist das Leckerli. Die Tiere stürzen sich auf die schmackhaften Brocken; den Menschen erleichtern die Leckerbissen das Training. Oft und gern greifen Reiter daher zu Snacks, die nach Pfefferminz, Banane oder Apfel duften. Doch wonach lecken sich Pferde tatsächlich das Maul? Und ist das Naschwerk überhaupt gesund? Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) nimmt sich die beliebten Leckereien jetzt zur Brust – mit einem neuen Gütesiegel und einer spannenden Umfrage.

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Reiter haben klare Geschmacksvorlieben. „Sie kaufen am meisten fruchtige Leckerbissen“, sagt Marika Prasser-Strith, Marketing-Leiterin der DLG in Frankfurt am Main. Sie befragte 200 Pferdefreunde nach deren Faible beim Einkauf. Auch Leckerli mit Kräutern und Gemüse sind beliebt. Doch was der Mensch kauft, schmeckt dem Pferd nicht unbedingt. Mancher Belohnungshappen wird daher nicht angerührt oder verächtlich ausgespuckt.

Ärgerlich, wenn das beim Training passiert. Schließlich sind Leckerli der stärkste Anreiz zum Lernen. Das belegen inzwischen diverse Studien. Damit das Pferd selbst schwierige Lektionen schnell lernt und gerne mitarbeitet, muss dem Tier schon beim Schnüffeln am Leckerli das Wasser im Maul zusammenlaufen, findet Fütterungsexperte Professor Dirk Winter von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen.

Englische Wissenschaftler untersuchten daher, welche Geschmacksrichtungen die Tiere bevorzugen – mit erstaunlichen Resultaten. „Die Pferde stürzen sich vor allem auf Klee, Bananen und Kirschen“, berichtet Studienleiterin Dr. Deborah Goodwin von der Universität in Southampton. Auch Oregano, Rosmarin, Karotte, Pfefferminz und Kreuzkümmel landeten unter den Top 8 der tierischen Gaumenfreuden.

Warum also nicht gleich Bananen, Möhren oder Kirschen füttern, statt industriell hergestellte Leckerli zu kaufen? Klar ist: Beides hat Vor- und Nachteile. „Frisches Obst und Gemüse kann leicht verderben“, warnt Dirk Winter. Zudem schlingen Pferde kleingeschnittene Apfelschnitzen oder Karottenstücke oft hastig runter. Die Gefahr: Der Bissen bleibt in der Speiseröhre stecken. Schlundverstopfung ist ein Notfall; der Reiter sollte sofort den Tierarzt rufen. Bei Leckerli ist das Risiko geringer, weil Pferde die harten Brocken besser zerkauen. Ein weiterer Vorteil der Leckerbissen aus dem Beutel gegenüber Frischfutter ist rein praktischer Natur: Sie bröckeln und kleben nicht in den Jackentaschen wie trockenes Brot oder Apfelstücke.

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Woraus bestehen Leckerli?

Frisches Obst und Gemüse punktet wiederum, weil der Reiter genau weiß, was sein Pferd futtert. Bei den Leckerli aus der Tüte sieht das anders aus. Undefinierbar scheint der gepresste, gebackene oder pelletierte Brei. Von Getreidekörnern, Kräutern oder Bananenstücken ist nichts zu sehen. Nur die Farbe und der Geruch lassen vermuten, was in den kleinen Brocken steckt.

Rund 73 Prozent der Reiter werfen daher vor dem Kauf einen Blick auf die Verpackung. Das zeigt die Umfrage der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. „Fast 22 Prozent orientieren sich am Vitamingehalt“, sagt Marika Prasser-Strith „Weitere 22 Prozent achten auf die Mineralien.“ Nicht selten liegt dann der Beutel an der Kasse, der mehr Kalzium, Magnesium oder Vitamin A enthält.

Für CAVALLO nahm Fütterungsexperte Dirk Winter die Etiketten einiger Tüten genau unter die Lupe: „Leckerli bestehen größtenteils aus Getreide, Nebenerzeugnissen von Früchten, Knollen, Wurzeln und Ölsaaten.“ Zudem enthalten sie wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente – alles Zutaten, die den Lohn fürs Pferd noch wertvoller machen sollen. Doch Reiter sollten den Effekt nicht überschätzen.

„Die wenigen Leckerli, die man täglich füttert, decken nicht den Nährstoffbedarf eines Pferds“, meint Dirk Winter. Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt auch Leckerbissen, die hochdosierte Mineralien, Spurenelemente oder Vitamine enthalten. „Füttert man diese Brocken, sollte man die Ration besser neu berechnen, um das Nährstoff-Gleichgewicht im Körper nicht durcheinanderzubringen“, rät der Experte.

Praktisch für den Reiter wäre daher eine Fütterungsempfehlung auf der Verpackung. Leider sucht man nach solchen Informationen meist vergeblich. Die Hersteller geben dem Reiter nur selten eine Hilfestellung.

Dirk Winter analysierte auch, ob Pferde von den Leckerbissen fett werden können. „Nein, das Kraftfutter müssen Reiter nicht reduzieren“, lautet sein Fazit. Nur wer das Pferd mit Mais-Kringeln, Apfel-Bricks und Co. mästet, sollte weniger Hafer füttern.

Laut der DLG-Umfrage achten zudem knapp neun Prozent der Reiter darauf, dass die Belohnungshappen keine Aromastoffe enthalten. Nur wie findet man heraus, ob in den Leckerbissen wirklich gesundes Obst steckt oder der Hersteller bloß Geschmacksverstärker in den Brei träufelte? „Generell gilt der Grundsatz: Wo Apfel drauf steht, muss auch Apfel drin sein“, sagt Susanne Gäckler von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschafft. Im Testzentrum im hessischen Groß-Umstadt prüft sie, aus welchen Zutaten Pferdefutter - damit auch Leckerli - hergestellt wird. „Ist nur Aroma enthalten, muss die Leckerli-Tüte den Zusatz ,mit Apfelgeschmack‘ tragen“, erklärt sie.

Einige Hersteller beachten diese Regel leider nicht. Schuld ist eine Rechtslücke. „Leckerbissen werden derzeit noch nicht amtlich überwacht“, weiß Gäckler. Niemand kontrolliert also, ob die Versprechen auf dem Etikett mit dem Inhalt der Lerckerli-Packung übereinstimmen.

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Leckerli sind für Pferde ein Gaumenschmaus.

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Neues Gütesiegel für Leckerli

Im Sommer 2011 führte die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ein Gütesiegel für Leckerbissen ein. „Es soll eine Orientierungshilfe für Reiter sein“, sagt Susanne Gäckler. Nur Leckerli, die die Testkriterien der DLG erfüllen, dürfen das Siegel tragen. Das Logo garantiert, dass das Produkt hält, was der Hersteller verspricht und der Reiter dem Etikett auf der Tüte trauen kann. „Bislang gab es solch eine Prüfung nur für Mischfutter“, berichtet Gäckler.

Auf geprüften Packungen wird künftig auch eine Fütterungsempfehlung zu finden sein: Ein Blick aufs Etikett, und der Reiter weiß sofort, mit wie vielen Leckerli er sein Pferd glücklich machen darf.

Das Gütesiegel für Leckerli:

Seit kurzem bietet die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) eine freiwillige Prüfung für Leckerli an. Kontrolliert werden die Rezeptur, die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen und die Futterqualität, sprich ob Milben, Bakterien oder Schimmelpilze in den Leckerbissen stecken. Nur schadstofffreie Produkte bekommen das Gütesiegel verliehen. Zertifizierte Leckerli-Sorten werden zusätzlich regelmäßig getestet. Nach bestandener Prüfung wird die Gültigkeit des Siegels verlängert.

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Das Gütesiegel der DLG.

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Natürliche Belohnung: Karotten, Äpfel und Co

CAV 0108 Gurutest - Leckerli
Rädlein
Pferde sind Feinschmecker...

Möhren

Karotten sind gesund, können aber leicht verderben. Bei kleingeschnittenen Rüben besteht zudem die Gefahr, dass sie im Schlund steckenbleiben. Auch bei Äpfeln und Roter Bete sollte man vorsichtig sein und die Stücke nicht zu klein schneiden.

Rote Bete

Die Rübe ist sehr gesund und enthält viel Beta-Karotin – die Vorstufe von Vitamin A. Doch nicht alle Pferde mögen Rote Bete. Die Rübe färbt zudem die Hände rot. Um das zu vermeiden, können Sie Einweg- Handschuhe tragen.

Zucker

Der Klassiker unter den Leckerli-Alternativen. Doch wie auch beim Menschen können die süßen Würfel den Zähnen schaden. Füttern Sie daher keine großen Zuckermengen – oder verzichten Sie ganz darauf.

Brot

Hart getrocknete Brötchen oder Brot sind sehr schmackhaft. Aufgrund der Restfeuchte schimmeln Backwaren aber leicht. Finger weg von gewürzten Pizza-Brötchen oder Schinken-Käse-Croissants. Sie gehören nicht in den Trog, sondern in die Mülltonne.

Banane

Pferde lieben den Geschmack der gelben Frucht. Füttern Sie aber keine Bananen mit Schale. Lagern Sie die Früchte nicht neben Äpfeln, das beschleunigt den Verderb.

Apfel

Sehr schmackhaft und süß, weil die Frucht viel Fruchtzucker enthält. Sortieren Sie aber unbedingt Obst mit fauligen Stellen aus. Vorsicht bei Selbstbedienung auf der Obstweide: Größere Mengen können den Darm aufgasen.

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