Mitte September wurde die erste Stute tot auf der Weide gefunden, mit inneren Verletzungen im Bauchraum. Rund zehn Tage später wurde eine weitere Stute mit schwersten inneren und äußeren Verletzungen aufgefunden, die an deren Folgen starb. Am 11. Oktober kam es zu einem weiteren Angriff, auch diese Stute überlebte nicht. Insgesamt gab es in den letzten Wochen sechs verletzte Zuchtstuten. Eine Tat in diesem Ausmaß soll es seit mehr als 20 Jahren in der Region nicht mehr gegeben haben, wie der NDR berichtet. Das Gestüt Lewitz gehört dem ehemaligen Springreiter und Unternehmer Paul Schockemöhle. Die überwiegend tragenden Zuchtstuten sollen einen Wert von mehreren Zehntausend Euro gehabt haben. Auf dem Gestüt Lewitz leben rund 4000 Stuten und Jungpferde, jährlich werden durchschnittlich rund 1000 Fohlen geboren.
Polizei bittet um Hinweise zu auffälligen Beobachtungen
Die Staatsanwaltschaft Schwerin und die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin ermitteln wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sowie wegen Sachbeschädigung. Es würden umfangreiche Zeugenvernehmungen durchgeführt, insbesondere mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gestüts, aber auch darüber hinaus. Die Polizei bittet, sich mit Hinweisen zu auffälligen Beobachtungen an den Weiden rund um das Gestüt Lewitz unter der Telefonnummer 0385/51804801 zu melden. Hinweise nimmt auch jede Polizeidienststelle an, möglich ist eine Meldung auch über die Onlinewache.
Schockemöhles Gestüt Lewitz setzt 10.000 Euro Belohnung aus
Auch das Gestüt selbst hat auf Instagram einen Zeugenaufruf veröffentlicht. Die Tiere seien auf tragische Weise verendet. Der Verlust der Pferde und die Umstände ihres Todes hätten das Team tief erschüttert. "Auf ausdrückliche Empfehlung der Ermittlungsbehörden wenden wir uns nun an die Öffentlichkeit, um potenzielle Zeugen zu erreichen und weitere Informationen zu sammeln. Wir bitten daher insbesondere die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern um Mithilfe." Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Informationen liefern kann, die zur Aufklärung dieser Vorfälle beitragen könnten, werde dringend gebeten, sich direkt an die zuständige Polizeidienststelle zu wenden. "Für sachdienliche und hilfreiche Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, setzen wir eine Belohnung von 10.000 Euro aus", heißt es weiter.





