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7 Tipps für gute Laune mit dem Pferd

Freude statt Stress: Wie Reiter schlechte Stimmung vermeiden

Dass Reiter und Pferd ihre Stimmung gegenseitig beeinflussen können, ist längst kein Geheimnis mehr. Jedoch soll die gemeinsame Zeit zwischen ihnen angenehm sein und beiden Spaß bereiten. Wir zeigen Ihnen Experten-Tipps für gute Stimmung bei Reiter und Pferd.

Freude ist das höchste der Gefühle, sie macht uns stark und glücklich. Doch rund ums Pferd kann die Freude so manchem Reiter auch mal vergehen. Blöd! Denn wenn es uns die Laune verhagelt, entstehen auch beim Pferd Stress und Trübsal. Schlechte Stimmung kann sogar ihrer Gesundheit schaden. Deshalb ist es wichtig, gezielt für mehr Freude im Stall und im Reitalltag zu sorgen. Wir zeigen mit Experten-Tipps wie das möglich ist.

Konzentrieren Sie sich auf Positives

Wie geht es Ihnen? Checken Sie Ihr Wohlbefinden auf einer Skala von eins bis zehn. Fünf oder niedriger steht dabei für Unwohlsein und Stress.

Um Frust für Sie und Ihr Pferd zu vermeiden, sollten Sie sich dann erst einmal entspannen. Legen Sie eine kurze Pause ein bei einer Tasse Tee und denken Sie an das, was Ihnen heute gut gelungen ist. Oder hören Sie auf dem Weg zum Pferd die Musik Ihrer Lieblingsband.

Viel zu oft betrachten wir die Welt durch eine „Fehlerbrille“. Fokussieren Sie sich stattdessen gezielt auf die guten Dinge – und wenn das nur eine nette Stallkollegin zum Quatschen, warme Sonnenstrahlen oder eine leere Reithalle sind.

Sie werden sehen, Ihr Alltag hält viele kleine Momente der Freude oder Entspannung für Sie bereit.

Christine Valentiner-Branth, Mentaltrainerin

Bewahren Sie positive Momente

Schöne Erinnerungen, können helfen, die Stimmung zu heben und Stress zu mindern. Notieren Sie dafür in einem hübschen Buch jeden Tag drei oder mehr Dinge, die beim Reiten gut funktioniert haben.

Negative Einträge sind tabu!

Ergänzt durch Fotos wird das Erfolgstagebuch zum Fundus guter Laune und positiver Bestärkung!

Dr. Birgit Harenberg, Sport-Mental- und Wingwave-Coach

Lachen Sie sich locker

Mimik, Gestik und Körperhaltung beeinflussen unsere Emotionen. Schon ein bewusstes Lächeln kann helfen, sich besser und lockerer zu fühlen.

Versuchen Sie daher Ihre Stimmung gezielt aufzuheitern – vor dem Reiten und auch im Sattel. Stellen Sie sich zum Beispiel einfach mal vor den Spiegel und lachen Sie laut los.

Oder zaubern Sie mit einem gelben Smiley im Spind ein Lächeln in Ihr Gesicht.

Antje Heimsoeth, Mental Coach

Lösen Sie sich von Erwartungen

Wir müssen uns jeden Tag vielen kleinen und großen Aufgaben stellen, die zwangsläufig mit – eigenen oder fremden – Erwartungen einhergehen.

Lösen Sie sich an Tagen, an denen Sie ohnehin schon gestresst sind, von diesen Erwartungen. Vergessen Sie den straffen Trainingsplan oder andere selbstauferlegte Aufgaben und lassen es betont entspannt angehen.

Setzen Sie sich dazu beispielsweise zu Ihrem Pferd und genießen das gleichmäßige Geräusch des Heukauens. Oder gehen Sie mit Ihrem Pferd auf einen eingezäunten Platz und setzen sich auf Ihren Liebling. Bitten Sie Ihr Pferd nun um eine Bewegung. Gestalten Sie diese Bitte wie auch immer Sie möchten, zum Beispiel über Ihre Stimme, Gewichtshilfen oder indem Sie einfach nur fest an eine Bewegung denken.

Lassen Sie die Bewegung ausrollen, egal ob nur einen Schritt, einen kleinen Kreis oder zwei Runden. Wiederholen Sie das Spiel aus Warten, Entspannen und Bewegen. Diese Übungen wirken unscheinbar, doch halten viel Freude und Entspannung für Sie bereit.

Carola Paustian, Reitlehrerin

Atmen Sie sich frei

Die richtige Atemtechnik kann jederzeit für Entspannung sorgen. Nehmen Sie sich dafür einen Moment Zeit und atmen mit geschlossenen Augen drei- bis sechsmal durch die Nase ein.

Lassen Sie die Luft durch den Mund entweichen und atmen Sie Ihren Stress und alle Sorgen hinaus. Atmen Sie dabei länger aus als ein.

Dr. Gaby Bußmann, Sportpsychologin

Lassen Sie Ihr Pferd bestimmen

Trotz langem Üben will die neue Lektion einfach nicht klappen? Dann ärgern Sie sich nicht, sondern seien Sie offen für Neues.

Oft bieten Pferde Ansätze zu Übungen, Kunststücken oder Lektionen von selbst an. Beharren Sie nicht strikt auf einen Trainingsplan, sondern nehmen Sie diese Ideen an und ermuntern Ihr Pferd gar dazu! Ihr Pferd wird garantiert fleißig und begeistert mit Ihnen daran arbeiten und Sie werden die Trainingseinheit beide zufrieden beenden.

Tania Konnerth, Trainerin

Seien Sie achtsam

Wenn Sie gestresst sind, sind Sie mit Ihren Gedanken irgendwo – aber sicher nicht bei Ihrem Pferd. Das merkt das Pferd sofort und reagiert darauf unwillig oder angespannt. Nehmen Sie sich deshalb vor, ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Kleine Rituale im Alltag helfen Ihnen dabei. Das beginnt schon beim bewussten Wechsel von Alltags- zur Stallkleidung.

Weiter geht’s im Stall: Versuchen Sie einmal, wenn Sie Ihr Pferd von der Weide holen, synchron mit ihm zu laufen und konzentrieren sich ganz auf seine Schritte.

Ein weiteres Ritual für mehr Gelassenheit und Entspannung mit Ihrem Pferd kann das Putzen sein. Streichen Sie bewusst über das Fell Ihres Pferds und achten auf seine Reaktionen. Wo wird es gerne kräftig gekrault, ist es kitzelig oder mag es sanfte Streicheleinheiten? Ihr Pferd wird Ihre Achtsamkeit erwidern, sich mit Ihnen entspannen und die gemeinsame Zeit ebenso genießen wie Sie.

Kira Fellmann, Psychotherapeutin

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