Equiwent an der ukrainisch-rumänischen Grenze Equiwent

Menschen und Pferde in der Ukraine: Wie Sie helfen können

Hilfsorganisationen unterstützen Wie Reiter Menschen und Pferden in der Ukraine helfen können

Menschen flüchten vor dem Krieg und nehmen ihre Haustiere mit. Doch wie ist die Situation für Reiter und ihre Pferde? Was wir von hier aus tun können.

Gestern hatte Hufschmied Markus Raabe von der Hilfsorganisation Equiwent seine Tierklinik und Schmiede in Ostrumänien umgebaut, um 35 Pferde aus der Ukraine aufzunehmen. Am Abend kam die erschütternde Nachricht: Die Menschen sind tot, sie haben es nicht bis zur ukrainisch-rumänischen Grenze geschafft. Das Schicksal der Pferde ist ungewiss.

Die Pferde sollten in der Equiwent-Tierklinik ihre Quarantäne verbringen und danach in Notunterkünfte gebracht werden. Tiere aus der Ukraine müssen in Rumänien mindestens 21 Tage in Quarantäne und dürfen die Isolation erst nach einem zweifachen negativen Bluttest verlassen. Diese Maßnahmen dienen zum Schutz der Pferde innerhalb der EU. Seuchen wie die in den Balkanländern vorkommende und für Pferde meist tödlich verlaufende Infektiöse Anämie sollen sich nicht ausbreiten können. Eine schnelle Rettung der ukrainischen Pferde durch einen Transport in die EU ist damit jedoch erschwert.

Wie können wir derzeit Reiter und Pferde in der Ukraine unterstützen?

In Zusammenarbeit mit der FEI und ukrainischen Pferdesportverbänden wurde kurz nach Kriegsbeginn in Belgien die Ukrainian Equestrian Federation Charity Foundation gegründet. Sie koordiniert nun die Hilfen für Reiter und Pferde in der Ukraine. Es ist geplant, Notunterkünfte zu verzeichnen, Pferdetransporte zu organisieren und Sachspenden zu verteilen. Wer helfen möchte, kann sich hier informieren: Help Ukraine Horses

Equiwent hat derzeit seinen Tätigkeitsschwerpunkt an die ukrainisch-rumänische Grenze verlagert. Dort werden Flüchtlinge und ihre Haustiere versorgt und dringend benötigte Sachspenden wie Medikamente bereitgestellt. Equiwent-Leiter Markus Raabe benötigt derzeit vor allem finanzielle Unterstützung, um vor Ort gezielt helfen zu können. Sachspenden oder Notunterkünfte für Pferde in Deutschland helfen Raabe aktuell nicht weiter – benötigte Güter müssen vielmehr direkt vor Ort gekauft werden und Quarantäneplätze für Pferde in Rumänien geschaffen werden. Spenden sind per PayPal an SPENDEN@EQUIWENT.ORG möglich oder auf folgendes Spendenkonto:

EMPFÄNGER: EQUIWENT HILFSORGANISATION
STICHWORT: UKRAINE
VOLKSBANK WARENDORF
IBAN: DE39 4126 2501 6405 7495 00
BIC: GENODEM1AHL

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