Stierkampf
Strafverfahren gegen deutsche Stierkämpferin

Die erste deutsche Stierkämpferin Clara Sofie Kreutter wurde im August 2021 von der Tierschutzorganisation PETA angezeigt. Nun hat die Staatsanwaltschaft Siegen ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet, teilt PETA mit.

Strafverfahren gegen deutsche Stierkämpferin
Foto: WikiCommons/Briske88

Clara Sofie Kreutter tötete als berittene Torera im August 2021 zwei Stiere in einer Arena in Spanien. Dabei soll der 29-Jährigen aus Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen bei einem der Tiere ein Lanzenstoß misslungen sein, sodass dieses besonders lange litt, bevor es starb. Daraufhin erstattete die Tierschutzorganisation PETA Deutschland Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Siegen wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Wie die PETA mitteilt, wurde das Strafermittlungsverfahren nun eingeleitet.

Unsere Highlights

Kreutter gilt als die erste deutsche Frau, die in Spanien als Stierkämpferin auftritt. Sie habe zu ihrem eigenen Vergnügen und zur Unterhaltung zahlender Besucher ein empfindungsfähiges Lebewesen mit wiederholten Lanzen- und Messerstichen langsam zu Tode gequält, beklagt Peter Höffken von der PETA Deutschland: "Offenbar verfügt sie weder über Moral noch Mitgefühl. Zusätzlich setzte sie ihr Pferd einer großen Gefahr und erheblichem Stress aus. Wir fordern juristische Konsequenzen für Kreutter. Generell muss die grausame ‚Tradition‘ des Stierkampfs endlich in die Geschichtsbücher verbannt werden."

Hier geht's zum Original-Text der PETA

Die aktuelle Ausgabe
12 / 2022

Erscheinungsdatum 23.11.2022

Abo ab 12,00 €