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Atemübungen gegen Angst und Stress im Sattel

Reiten ohne Angst und Anspannung Atmemübungen gegen Anspannung im Sattel

Sie sind beim Reiten manchmal angespannt, haben Angst-Gefühle oder sind gestresst? Atemübungen helfen, wieder locker im Sattel zu sitzen und sich im Umgang sicherer zu fühlen.

SOS-Kurzentspannung:

Setzen Sie sich aufrecht hin und lassen die Schultern drei Mal rückwärts kreisen, um den Brustraum zu öffnen und dem Zwerchfell die korrekte Bewegung bei der Atmungstechnik zu ermöglichen. Atmen Sie fünf Sekunden lang ein und lassen den Bauch sich dabei aufwölben. Atmen Sie verlängert aus (acht Sekunden oder länger) und ziehen dabei den Bauch ein Richtung Wirbelsäule. Bei der verlängerten Ausatmung wird die Lunge vollständig geleert und schafft bei der nächsten Einatmung mehr Raum für Vitalkapazität und frische Energie. Wenn Sie sich das gut vorstellen können, visualisieren Sie sich bei der Einatmung, dass Licht in den Bauchraum fließt, bei der Ausatmung lassen Sie das Licht Richtung Herz oder Kopf fließen. Beobachten Sie dabei, was sich verändert und bleiben Sie mit sich in Verbindung. Ein paar Minuten reichen aus.
(Von Diana Steffen, Yogaleherin für Reiter, www.riders-flow.de)

Licht einatmen oder Angst wegsummen im Sattel:

Stellen Sie sich bei Angst oder Anspannung vor, Ihre Lieblingsfarbe aus- und einzuatmen. Überlegen Sie, welche Farbe Ihr Pferd wohl gerne mit Ihnen gemeinsam atmen würde. Atmen Sie dabei bewusst etwas länger aus als ein. Die Übung hilft, negative Gedanken loszuwerden. Oder Sie summen die Angst einfach weg. "Ich würde nicht gerade Metallica summen, aber sonst ist alles erlaubt", meint Claudia Butry. Das Summen beschäftigt Sie und lenkt von der Angst ab. Außerdem müssen Sie dabei atmen und können nicht mehr vor Angst die Luft anhalten.
(Von Dressurausbilderin Claudia Butry, www.neuesreiten.de)

Atmen für Sicherheit im Umgang:

Sie stehen neben dem Pferd, heben beim Einatmen die Arme seitlich an und nehmen dabei möglichst viel Raum ein. "Das ist für Pferde das Zeichen: Hier ist der Raum des Menschen", erklärt Trainerin Vivian Gabor. Setzt der Reiter Grenzen, gibt ihm das Sicherheit. Für Pferde ist das übrigens ganz natürlich. "In der Herde nähern sich die anderen Tiere dem Ranghöheren auch nur so weit, wie der es erlaubt", sagt sie. "Soll das Pferd weichen, mache ich mich beim Einatmen groß und versuche viel Raum einzunehmen, wie bei der Atemübung." Darf das Pferd sich wieder nähern, lässt sie die Schultern beim Ausatmen sacken und macht sich klein. Pferde reagieren gut auf die Muskelspannung des Reiters.
(Von Pferdeverhaltenstrainerin Dr. Vivian Gabor, www.viviangabor.de)

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