Schimmelpilze im Stall: Mykotoxine - Gefährliches Gift für Pferde

Pilzsporen reizen Atemwege

So halten Reiter Stall und Futterlager sauber: In jedem Stall gibt es Schimmelpilze. Sie sprießen unbemerkt und produzieren Gifte, die Pferde sogar töten können. CAVALLO hilft Ihnen, die gefährlichen Gewächse aufzuspüren und auszurotten.

In welchen Mengen Schimmelpilzgifte Pferden schaden und warum einige Tiere empfindlicher als andere reagieren, ist noch nicht geklärt. Viele Pferde husten bereits, wenn sie an verpilztem Futter schnuppern und entwickeln eine chronische Bronchitis, wenn Pilzsporen permanent die Atemwege reizen.

Tipp: Gehen Sie aufmerksam durch den Stall, wenn Heu oder Stroh aufgeschüttelt werden. Gutes Raufutter staubt nicht. Auch wenn Sie selbst husten, niesen oder sich jucken müssen, taugen die Ballen nichts. Pilze greifen die Leber an Schimmelpilze belasten nicht nur die Lunge.

Sie können auch die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und Koliken auslösen, wenn Pferde verseuchtes Futter fressen. Bauchschmerzen sind nur die Spitze des Eisbergs: Über die Darmschleimhaut gelangen Mykotoxine in den Blutkreislauf und schädigen Organe wie Nieren und Leber.

Anzeichen einer Pilzvergiftung: Das Pferd frisst schlecht, magert ab, kann kaum schlucken, hat Durchfall, steht erschöpft oder depressiv im Stall und lässt sich beim Reiten nicht motivieren. Tiere, bei denen die Leber stark geschädigt ist, bewegen sich oft zwanghaft: Sie laufen monoton im Kreis oder schleifen mit den Zehen. Diese Symptome können beispielsweise auftreten, wenn Pferde Getreide fressen, das mit Aflatoxinen verseucht ist. Mittels Ultraschall erkennt der Tierarzt, dass die Leber des Tiers vergößert ist. Auch die Nieren können geschwollen sein.

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23.08.2012
Autor: Christiane Wehnert
© CAVALLO
Ausgabe 09/2011