7 Probleme, 7 typgerechte Lösungen fürs Pferd

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Foto: Rädlein 7 Probleme, 7 typgerechte Lösungen fürs Pferd

Mein Pferd lässt sich schlecht führen

Trödeln, Zappeln, Scheuen oder Rempeln: Ihr Pferd muss lernen, willig am losen Seil zu folgen. Es soll respektvoll Abstand halten, darf sich aber auch nicht ziehen lassen.

Tipp: Für eine gute Kontrolle nutzt Yvonne Gutsche einen Kappzaum, eine Dressurgerte und ein längeres Führseil.

Reaktionsschwache Typen: Eher stumpfe oder faule Pferde gilt es zu motivieren. Sie müssen lernen, sich beim Führen dem Tempo des Menschen anzupassen. Yvonne Gutsche rät: „Trödelt Ihr Pferd, dann heben Sie Ihre Gerte oder das Seilende Richtung Hinterhand.“

Wichtig: Ihre Haltung strahlt Führung aus. Dafür brauchen Sie eine gute Grundspannung im gesamten Körper. Blicken Sie in die Bewegungsrichtung. Reagiert das Pferd nicht, dann ticken Sie es sanft mit der Gerte an der Hinterhand an.

Mein Pferd lässt sich schlecht führen

Reaktionsstarke Typen: Aufgeregte Pferde tanzen gerne aus der Reihe. Damit sie selbst sicher bleibt, läuft Yvonne Gutsche seitlich, etwas vor dem Pferdekopf.

„In dieser Position vermittele ich Nähe und Sicherheit.“ Scheut das Pferd, lenkt die Trainerin es über eine Volte um und damit vom Schreckauslöser ab. Die Volte wirkt auch bei Draufgängern, die sich beim Führen losreißen wollen.

Beide Pferdetypen lernen: „Es gibt nur einen Weg und der heißt: Bleib bei mir“, sagt Gutsche und rät: „Loben Sie Ihr Pferd, sobald es auch nur einen Schritt willig mitläuft.“

Wichtig: Ziehen Ihr Pferd niemals mit Kraft weiter – egal, aus welchem Grund (Angst oder Ungehorsam) es loshüpfen wollte. „Für unsichere Tiere bedeutet Druck Gefahr, dominante Tiere neigen zur Gegenwehr wie Stampfen oder Umrennen, wenn es ihnen zu viel wird.“

Mein Pferd lässt sich schlecht führen

Reaktionsstarke Typen: Auch sonst rücken dominante Typen Reitern gerne mal auf die Pelle oder überholen. Sie müssen lernen, respektvoll Abstand zu halten. „Spielen Sie bei solchen Typen mit Ihrer Energie“, sagt Yvonne Gutsche.

Ihr Tipp: Drehen Sie sich um und wenden sich dem Pferd somit frontal zu. Machen Sie sich groß und schicken es rückwärts, indem Sie wellenartig am Seil wackeln und auf das Pferd zugehen. Weicht es nicht zurück, simulieren Sie mit Ihren Ellenbogen eine Art Flügelschlag.

Achtung: Nicht zu nahe am Pferd stehen, es kann Ihre Signale sonst nicht wahrnehmen. Geben Sie sich mit wenigen Tritten rückwärts zufrieden – Rückwärtsweichen fordert viel Respekt ein. Übertreiben Sie, treibt das dominante Pferde erst recht auf die Palme.

Mein Pferd mag keinen Körperkontakt

Wer ein berührungsempfindliches Pferd an der falschen Stelle anfasst, bekommt im Extrem eins auf die Mütze – selbst bei reaktionsschwachen Typen.

Das Training mit einer Mülltüte eignet sich prima dazu, um die Akzeptanz von Berührungen an sensiblen Stellen zu erhöhen – etwa auch bei schenkelempfindlichen Reitpferden.

Reaktionsschwache Typen: Normalerweise sollte ein Pferd zunächst am fremden Gegenstand schnuppern. Ist es aber so introvertiert, dass es daran kein Interesse hat, knüllt Yvonne Gutsche den Müllsack ganz klein zusammen und geht damit an die Schulter des Pferds. Bleibt es cool, rubbelt sie den Sack erst an der Schulter, dann dehnt sie die Berührung am ganzen Körper aus – und wiederholt das Ganze auf der anderen Körperseite.

„Reaktionsschwache Pferde lieben das Erfühlen fremder Gegenstände, akzeptieren diese dann fix.“ Daher kann Gutsche bei ruhigen Typen schnell einen Schritt weitergehen. Sie bläst den Müllsack auf und bindet ihn mit einer Schnur an den Sattel. „Eine klasse Übung auch für Jungpferde, um sie aufs Einreiten vorzubereiten.“

Mein Pferd mag keinen Körperkontakt

Reaktionsstarke Typen: Ängstliche oder zurückhaltende Pferde lässt Gutsche zunächst am zusammengeknüllten Sack schnuppern, ehe sie die Tiere damit berührt. „Klappt das nicht, drehe ich mich an der Schulter so ein, dass das Pferd den Sack erst einmal nicht sieht.“

Ruhig berührt Gutsche das Pferd immer wieder an der Schulter, lobt es jedes Mal kräftig, bis es die Berührung mit etwas Positivem verbindet. Erst wenn das klappt, wagt sie sich an die heikleren Körperstellen heran. Bleibt das Pferd cool, füllt Yvonne Gutsche den Sack mit Luft und berührt damit das Pferd.

Mein Pferd ist schreckhaft

„Regenschirme sind mit die schrecklichsten Dinge, die einem Pferd im Alltag begegnen“, sagt Yvonne Gutsche. „Sie tauchen meist in bedrohlicher Höhe und aus toten Winkeln heraus auf, und sie klacken komisch.“

Angesichts eines Regenschirms kann selbst einem Faultier die Düse gehen. Der Trainingsaufbau unterscheidet sich daher nicht wesentlich bei verschiedenen Typen – und stählt ihre Nerven für Schreckmomente.

Reaktionsschwache Typen: Gewöhnen Sie Ihr Pferd anfangs aus einer geringen Entfernung ans Auf- und Zuklappen des Schirms. Zeigt ein Pferd keine Reaktion, klappen Sie den Schirm schneller auf und zu. Haben Sie seine Aufmerksamkeit gewonnen, spannen Sie den Schirm auf Bodenhöhe und zeigen ihn dem Pferd. Lassen Sie es schnuppern, wenn es möchte, oder sogar hinterherlaufen.

„Verfolgen weckt das Interesse introvertierter Tiere. Skeptische Typen werden dadurch selbstbewusster.“ Bleibt Ihr Pferd gelassen, berühren Sie es mit dem zugeklappten Schirm. „Gehen Sie in einem U-Bogen von Schulter zu Schulter“, rät Yvonne Gutsche. „Erst wenn das klappt, berühren Sie das Pferd überall.“ Funktioniert auch das, spannen Sie den Schirm auf und berühren das Tier mit der großen Fläche.

Mein Pferd ist schreckhaft

Bei coolen Typen können Sie den Schirm auch über Rücken und Kopf schwenken sowie auf- und zuklappen.

Reaktionsstarke Typen: Verfahren Sie bei diesen Tieren in den gleichen Schritten wie oben. Zeigt Ihr Pferd Angst, zwingen Sie es jedoch nicht stehenzubleiben. „Zum Stressabbau darf sich ein Pferd ruhig etwas am Seil bewegen, bis es sich ein wenig abgeregt hat“, sagt die Ausbilderin. „Setzen Sie das Training mit dem Schirm dann aber unbedingt fort – bis es stehenbleibt und sich an Ihnen orientiert. Sonst lernt es, dass es sich Schreckmomenten durch Flucht entziehen kann.“

Mein Pferd bleibt beim Reiten nicht stehen

Stehtraining ist einfach und schwer zugleich: Sie können es überall durchführen, müssen jedoch besonders konsequent sein.

Ob frech, explosiv oder unsicher: Damit Ihr Pferd im Stand entspannen kann, konditionieren Sie es zunächst auf ein Stimmkommando wie „Halt“ oder „Whoa“. Halten Sie es an, indem Sie erst das Kommando aussprechen, tief ausatmen und notfalls eine zarte Parade geben. Sowie sich das Pferd korrekt benimmt, lassen Sie es am langen Zügel für etwa zehn Sekunden stehen und den Moment nachfühlen. Dann sofort weiterreiten und eine Runde später erneut so ruhig es geht anhalten.

Reaktionsschwache Typen: Gemütliche Tiere bleiben in der Regel gerne stehen. Ignoriert das Pferd dennoch Ihre Hilfen und läuft es weiter vorwärts, ist das ein Zeichen für Respektlosigkeit. Richten Sie es in dem Fall sofort flüssig zurück. Das gilt übrigens auch für reaktionsstarke Pferde. „Halt heißt Halt, jeder Schritt nach vorne ist unerwünscht.“ Aber Vorsicht: „Ziehen Sie nicht ständig am Zügel“, sagt Yvonne Gutsche. „Das stumpft faulere Tiere noch mehr ab.“

Reaktionsstarke Typen: Bei aufbrausenden Typen hingegen sorgt permanenter Druck für Gegendruck. „Sie gehen im schlimmsten Fall durch.“ Unsichere Pferde werden durch Dauerdruck hingegen noch ängstlicher. Sie bleiben dann zwar vielleicht stehen, entspannen sich jedoch nicht. Ängstliche oder unsichere Tiere beruhigt die Ausbilderin, indem sie im Stand an den Widerrist greift.

Mein Pferd bleibt beim Reiten nicht stehen

Reaktionsstarke Typen: Das hat einen verhaltensbiologischen Hintergrund: Fehlt bei Gefahr der Fluchtweg, stellen sich mehrere Pferde im Kreis auf und legen ihre Köpfe auf den Widerrist des Nachbarn. So beruhigen sie sich untereinander. Exzentriker indes lassen sich im Zweifel nicht so leicht beruhigen: Statt stillzustehen, rennen sie kopflos rückwärts. Gutsches Notfallbremse: Sie parkt das Pferd mit dem Po an Zaun oder Bande. Sobald es dort ruhig stehenbleibt, lässt sie die Zügel lang und lobt das Tier.

Klappt der Stillstand, dehnt Yvonne Gutsche diesen bei jedem Typ auf bis zu 30 Minuten aus. „Das Pferd lernt, überall zu entspannen – egal was passiert.“

Mein Pferd bestimmt das Tempo

Düst Ihnen das Pferd dauernd unter dem Hintern weg? Oder treiben Sie sich kaputt? Eins ist klar – ab jetzt bestimmen Sie wieder das Tempo, und zwar so:

Reaktionsschwache Typen: Gemütlichere Pferde verleiten zum Dauertreiben. Doch das ist Gift für sie. „Besser ist es, das Pferd auf minimale Impulse zu sensibilisieren,“ sagt Yvonne Gutsche.

Ihr Tipp: Fragen Sie das gewünschte Tempo konsequent ab, indem Sie den Schenkeldruck impulsartig erhöhen: Reagiert Ihr Pferd auf Ihren Schenkel nicht prompt mit einer Vorwärtstendenz, treiben Sie erneut impulsartig. Kommt nichts, ticken Sie das Pferd mit der Gerte an. Lerneffekt: Sie lassen erst locker, wenn das Pferd sich flüssig vorwärts bewegt. Wichtig: „Belohnen Sie anfangs jede gelungene Runde mit einer Pause, später können Sie auch ein paar Runden am Stück reiten“, so die Ausbilderin. Übertreiben Sie es aber nicht. „Nur eine zuverlässig lockende Erholung motiviert gemütlichere Tiere.“

Mein Pferd bestimmt das Tempo

Reaktionsstarke Typen: Bei hektischen Pferden fürchten Reiter, dass sie durch Schenkelhilfen noch eiliger werden. Der Zügel wird als Dauerbremse genutzt – was ängstliche Pferde verzweifeln und dominante explodieren lässt.

Die Lösung für unsichere Tiere: Konstant begleitende Schenkelhilfen geben einen ruhigen Takt vor, Gutsche nennt das „Mit-Atmen am Bein“. „Der sanfte Dauerkontakt vermittelt Sicherheit“, erklärt sie. Falls nicht, hält die Trainerin das Pferd immer wieder an und wartet solange, bis es abkaut. „Dann fährt das Adrenalin herunter, das Pferd entspannt sich und ist wieder ansprechbar.“

Mein Pferd bestimmt das Tempo

Reaktionsstarke Typen: Ist erst einmal Hektik ausgebrochen, erscheint es bei dominanten oder gar hysterischen Pferden besonders schwer, die Oberhand zu behalten. Doch es ist möglich: Beschäftigen Sie Ihr Pferd mit vielen Bahnfiguren, Seiten- und Übergängen. Werden Sie kreativ, Hauptsache es kommt keine Langeweile auf. Gutsches Lieblingstrick: die besoffene Acht. Dabei verschiebt die Trainerin das Pferd auf einer gedachten Acht von einer Hand zur anderen, wechselt dabei immer wieder zwischen Innen- und Außenstellung. „Das erfordert eine hohe Konzentration und Körperbeherrschung“, sagt sie. „Danach düst Ihnen kein Pferd mehr davon.“

Mein Pferd läuft, wohin es will

Pferde über falsche Hilfen ungewollt vom richtigen Weg abzubringen, passiert schneller als gedacht. Mit Gutsches Steuer-Tipps lenken Sie jeden Typ sicher und sanft.

Reaktionsschwache Typen: Auf einem eher gemütlichen Pferd fühlt sich das Lenken manchmal ähnlich schwerfällig an wie bei einem Auto ohne Servolenkung. Beispiel: Das Pferd reagiert nicht auf seitwärtsweisende und treibende Hilfen zum Schenkelweichen, indem es einfach stehenbleibt oder weiter geradeaus läuft. Wer nun aber aus Frust dauerhaft am inneren Zügel zieht oder mit dem Bein bolzt, zerstört jegliche Stellungsarbeit. Gutsches Trick: „Ich verlange eine anstrengendere Übung.“ Statt zur Seite schickt die Trainerin den Gemütsbolzen im Trab in mehrere Volten hintereinander. „Damit es die Balance hält, muss sich das Pferd mehr versammeln“, so Gutsche. „Das ist anstrengend.“ Nach drei bis vier Volten fragt sie erneut das Seitwärts an. „99 Prozent aller Pferde weichen dann wie von selbst – vorausgesetzt, sie beherrschen die Lektion bereits sicher.“ Wichtig: Klappt der Trick wie gewünscht, Pause und loben!

Mein Pferd läuft, wohin es will

Reaktionsstarke Typen: Wie heißt es so schön: Das Pferd denkt, der Reiter lenkt. Wenn ein Pferd indes womöglich zu viel denkt, dann übernimmt es selbst die Lenkung. Dieses Szenario etwa kennt jeder: Gerade war man noch auf dem kreisrunden Zirkel, plötzlich bricht einem das Pferd über die Schulter nach außen weg und entzieht sich den Hilfen. Oft liegt das daran, dass der äußere Zügel und Schenkel fehlen, die das Pferd begrenzen. Doch selbst wenn alle Reiterhilfen stimmen: „Vor allem unsichere Pferde neigen extrem dazu, bei potenzieller Gefahr über die Schulter wegzudrehen, während streitlustige Draufgänger sich auf diese Weise den Hilfen entziehen wollen“, sagt Yvonne Gutsche. Für die Ausbilderin bedeutet gutes Lenken vor allem: Schulterkontrolle! „Mit einer nachgiebigen Schulter wird jedes Energiebündel sicherer, rittiger und aufmerksamer.“ *BR
Alles, was die Pferdeschulter gezielt anspricht, hilft. Yvonne Gutsches Favorit: das Konterschulterherein. Gehen Sie dazu im Schritt auf den dritten Hufschlag und führen die Vorhand Richtung äußere Bahnseite. Das Pferd ist jetzt nicht nur nach außen gestellt, sondern auch gebogen. Das neue innere Hinterbein fußt in Richtung neues äußeres Vorderbein. Der Effekt: „Das Pferd lernt, sein Gleichgewicht zu suchen – ohne eilig zu werden oder sich an Reiterschenkel oder Zügel abzustützen.“

Mein Pferd hat Konzentrationsprobleme

Wie gut sich ein Pferd konzentriert und wie lange es am Ball bleibt, hängt davon ab, welche Eindrücke gerade seinen Kopf passieren – und ob es interessiert, abgelenkt, gestresst oder einfach müde ist.

Reaktionsschwache Typen: Wer motiviert ist, kann sich besser konzentrieren. Mehr Motivation brauchen vor allem eher langsame, aber auch sehr intelligente Pferde, die sich schnell langweilen. Sie bauen ab, wenn sie immer wieder die gleiche Leier, sprich bekannte Übungen oder Übungsfolgen, abspielen müssen. Mit Wechselspielchen bringt Yvonne Gutsche diese Typen wieder auf Trab. „Ich achte darauf, dass das Pferd nicht einschätzen kann, was es als nächstes erwartet oder wo es langgeht“, sagt sie. Ob im Kreis um die Vorhand, hinein ins Kurzkehrt, ob beim Wenden auf der Hinterhand oder Rückwärtsrichten – Richtungswechsel fordern und fördern die Konzentrationsfähigkeit.

Mein Pferd hat Konzentrationsprobleme

Reaktionsschwache Typen: Übertreiben Sie aber nicht, sonst stumpft das Pferd noch mehr ab. „Nach jeder gelungenen Übung eine kurze Pause am langen Zügel machen und Loben nicht vergessen“, rät Yvonne Gutsche. Denn: Ein Pferd tut grundsätzlich nur dann Dinge, wenn es etwas Gutes erwartet. Halten Sie zwischendurch außerdem immer wieder an und lassen das Pferd am aufgenommenen Zügel abkauen. „Das bringt ein Pferd dazu, die vorangegangene Lektion gedanklich nachzuarbeiten.“ Und verstehen ist gleich Motivation!

Mein Pferd hat Konzentrationsprobleme

Reaktionsstarke Typen: Wer Stress und Angst hat, kann sich nicht konzentrieren. „Dann kann sogar die altbekannte Lieblingslektion des Pferds zu anstrengend werden“, sagt Yvonne Gutsche, doch: „Um ein Pferd zu einem sicheren Partner zu erziehen, kann man nicht jedem Unbill aus dem Weg gehen, sprich anhalten oder absteigen und die Bahn verlassen.“ Arbeiten Sie daher an der Stresstoleranz Ihres Pferds, indem Sie es kurzfristig ablenken oder in der Bewegung mit dem neuen Reiz konfrontieren. Beides klappt prima im Seitwärtsgang. „Dabei kommt es nicht auf Perfektion an“, sagt Yvonne Gutsche. „Gerade junge, noch weniger gut ausbalancierte Pferde dürfen ruhig auch etwas steiler weichen.“ Es kommt darauf an, dass Sie die Beine Ihres Pferds bewegen. In Pferdesprache heißt das: Vertrau Dich mir an, ich lenke Dich in jeder Situation sicher.“

Sitzen Sie indes auf einem unkonzentrierten Energiebündel, das jeden Moment ausrasten könnte, dann müssen Sie härter durchgreifen, um seine Aufmerksamkeit wieder auf Sie zu lenken. „Oftmals reicht ein lautes Stimmkommando wie ,Lass das!‘, um Hysteriker wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen“, sagt Yvonne Gutsche. Nur nicht streiten, das bringt die Bombe ziemlich sicher zur Explosion. „Es kommt immer aufs Maß an“, sagt Yvonne Gutsche. „Die wenigsten Pferde ticken richtig aus und werden gefährlich.“ Falls dem so ist, dann gehört der Vierbeiner so oder so in die Hände eines Profis.
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