Entwurmen Lisa Rädlein

Mit diesem Plan entwurmen Sie Pferde richtig

3 Entwurmungswege im Vergleich Welche Entwurmung ist die richtige und wie geht's?

Wie lassen sich Würmer am besten bekämpfen? In der Praxis gibt es drei Entwurmungswege: die viermalige Wurmkur, die strategische Entwurmung und die zeitgemäße selektive Entwurmung. Welcher Weg Reiter ans Ziel führt – und welche in die Sackgasse.

1. Pauschale Entwurmung

Was verbirgt sich hiner dieser Methode? Bis vor zehn Jahren (und in einigen Ställen noch heute) sah die gängige Entwurmungspraxis so aus: Viermal im Jahr – meist im Februar/März, nach Weidebeginn im Mai/Juni, im August/September und nochmals nach Weideende im November – wurden alle Pferde entwurmt. Je nach Jahreszeit kamen dabei Wurmkuren mit unterschiedlichen Wirkstoffen zum Einsatz.

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Kampf dem Wurm Drei Wege, Pferde zu entwurmen
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Wo liegen die Vorteile dieser Entwurmungspraxis? Die Vorgehensweise hatte sich vor allem etabliert, um große Strongyliden zu bekämpfen. Und das mit Erfolg – große Strongyliden kommen in den heutigen Pferdebeständen kaum noch vor. Für Reiter ist dieser Entwurmungsweg zudem sehr einfach zu beschreiten. Es ist keine Diagnostik im Vorfeld nötig, sondern es muss nur zu einigermaßen festen Zeiten die Wurmkur verabreicht werden – fertig.

Und wie sieht es mit den Nachteilen aus? Genau diese fehlende Diagnostik ist eine Krux. Denn Wurmkuren sind verschreibungspflichtige Medikamente – und damit dürfen sie nur dann verschrieben und verabreicht werden, wenn ein entsprechender Bedarf da ist. Heißt konkret: Wurmbefall. Der kann aber ohne vorherige Diagnostik gar nicht festgestellt werden. Die Regeln des Arzneimittelgesetzes werden mit diesem Weg also missachtet.

Diese Einfach-mal-rein-ins-Pferd-Methode hat aber noch mehr Nachteile. "Der Einsatz von Arzneimitteln ist sehr hoch, mit negativen Folgen für die Umwelt, wenn diese Chemie über den Mist auf Feldern oder in Gewässern landet", sagt Tierärztin Dr. Anne Becher aus Riedering/Bayern. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Entwurmungspraktiken und ergänzt: "Mit einer pauschalen Entwurmung wird weder die Immunitätsentwicklung des einzelnen Pferds noch die tatsächliche Wurm-Belastung im gesamten Bestand herangezogen." Sprich: Möglicherweise sind weder Pferd noch Herde mit Wurmmenge oder -art so belastet, dass sie entwurmt werden müssten.

Das stichhaltigste Argument gegen ein Pauschalvorgehen ist der Blick in die Zukunft: Durch häufiges Entwurmen können sich Resistenzen bilden, bei vielen Wirkstoffen gibt es die schon. Heißt: Die Parasiten überleben die Wurmkur. Wer sein Pferd wirksam schützen will, entwurmt daher nicht pauschal.

Pauschal viermal jährlich entwurmen? Das hat sich als Sackgasse erwiesen. Bleiben somit noch zwei Wege übrig.

2. Strategische Entwurmung

Was verbirgt sich hinter dieser Methode? Dieser Weg ist eine Art Mittelweg zwischen pauschaler und selektiver Entwurmung. Heißt: Wie bei der selektiven Entwurmung werden Kotproben viermal im Jahr im Labor auf Parasiten untersucht. Zusätzlich werden die Tiere – abhängig vom Alter – mehrmals im Jahr entwurmt: Fohlen erhalten viermal jährlich eine Wurmkur, Jungtiere (bis vier Jahre) dreimal fix sowie ein viertes Mal, wenn ein Befall mit kleinen Strongyliden oder Spulwürmern vorliegt. Nachgewiesen wird der über die Kotprobe.

Erwachsene Pferde werden zweimal im Jahr definitiv entwurmt (ein bis zwei Monate nach Weideaustrieb und beim Aufstallen), dazu bis zu zwei weitere Male, wenn im Kot kleine Strongyliden oder Bandwürmer nachgewiesen wurden.

Wo liegen die Vorteile dieser Entwurmungspraxis? Mit diesem Weg soll die Pferdegesundheit optimal geschützt werden. "Eine Entwurmung reduziert ganz grundsätzlich den Wurmbefall", sagt Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna, Leiter des Instituts für Parasitologie und Tropenmedizin an der Freien Universität Berlin. Der Vorsitzende von ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) e.V. Deutschland ergänzt, dass Pferde so besser gegen große Strongyliden geschützt seien; diese würden über Kotproben nicht unmittelbar nachgewiesen, aber durch die regelmäßigen Wurmkuren in Schach gehalten.

Das sieht auch Prof. Dr. Christina Strube, Direktorin des Instituts für Parasitologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, so: "Die mindestens zwei Entwurmungen pro Jahr auch bei erwachsenen Pferden sorgen dafür, dass die sehr gefährlichen großen Strongyliden im Bestand keine Chance haben." Durch die regelmäßige Untersuchung von Kotproben bekomme man auch einen Überblick, welche Parasiten im Bestand vorkommen.

Das Risiko, dass Wurmmittel-Resistenzen entstehen, soll durch diese Praxis laut Prof. von Samson-Himmelstjerna weitgehend auszuschließen sein. Voraussetzung: Es werde mit abwechselnden Wirkstoffen entwurmt, bei den fixen Terminen im Juni und November mit makrozyklischen Laktonen, bei den flexiblen mit Benzimidazolen oder Pyrantel (ESCCAP-Entwurmungsschema).

Und wie sieht es mit den Nachteilen aus? Wichtig sei es, so Prof. Strube, die Wirkstoffe regelmäßig zu wechseln, etwa entsprechend des empfohlenen ESCCAP-Schemas. "Unterbleibt ein Wirkstoffwechsel, können schnell Resistenzen entstehen", erklärt die Professorin.

Die Kombination aus regelmäßiger Entwurmung und Kotuntersuchung sei zwar insgesamt etwas aufwändiger und kostenintensiver, so Prof. Strube. "Diese Dinge sollten jedoch für die Tierhalter eigentlich keine Rolle spielen."

Die Kosten, die auf diesem Weg im Vergleich zu den anderen beiden entstehen (nämlich für viermalige Laboruntersuchungen des Pferdekots plus mindestens zwei Wurmkuren), sind das Eine. Das Andere: Die Wurmkuren wären unter Umständen nicht nötig, etwa weil das Pferd von bestimmten Parasiten gar nicht befallen ist oder weil es (bei kleinen Strongyliden) nur wenige Eier ausscheidet, sein Immunsystem also damit klar kommt. In diesem Fall würden das Pferd und (über den Mist) die Umwelt zudem unnötig belastet.

Der zweite Weg hat also einige Nachteile. Wie sieht es mit dem dritten Weg aus?

3. Zeitgemäße selektive Entwurmung

Was verbirgt sich hinter dieser Methode? Hier steht die Diagnostik im Vordergrund. Im Einstiegsjahr in diese Praxis (siehe Plan) werden Kotproben viermal auf mögliche Parasiten im Labor untersucht.

Liegt ein Befall mit Bandwürmern, Magendasseln, Spulwürmern (beim erwachsenen Pferd sehr selten) oder eine hohe Ei-Ausscheidung von kleinen Strongyliden (mehr als 200 Eier pro Gramm Kot) vor, wird das Pferd entwurmt. Dabei wird zudem getestet, welche Präparate wirken und welche nicht.

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In den Folgejahren werden die Pferdeäpfel bis zu dreimal jährlich unter die Lupe genommen. Entwurmt wird ein Pferd nur, wenn Bedarf vorliegt, also: wenn es eine hohe Anzahl an Eiern ausscheidet, bestimmte Wurmarten wie Pfriemenschwänze gefunden wurden oder im Bestand Parasiten wie Bandwürmer vorkommen.

"Neben dieser umfangreichen Labordiagnostik sind die Pferdebesitzer gefordert, die Augen offen zu halten", sagt Tierärztin Dr. Anne Becher. Denn Pfriemenschwänze, die ihre Eier gerne am After ablegen, oder Eier von Dasselfliegen, die oft an den Vorderbeinen kleben, können Labore nicht entdecken – dafür aber aufmerksame Pferdebesitzern.

Wo liegen die Vorteile dieser Entwurmungspraxis? Die zahlreichen Laboruntersuchungen vermehren vor allem eines: das Wissen der Pferde- und Stallbesitzer. Welche Würmer kommen überhaupt vor, und in welcher Anzahl? Dieses Wissen führt wiederum in der Praxis dazu, dass deutlich weniger Pferde entwurmt werden müssen.

Einer Untersuchung der Universität Gießen zufolge schieden von 3.000 untersuchten Pferden aus 185 Ställen der Großteil – nämlich 84 Prozent – keine bis wenige Strongylideneier aus. Sprich: Diese Pferde brauchten keine Wurmkur.

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Weniger Wurmkuren heißt auch: Es bilden sich weniger Resistenzen, die Präparate sind somit – auf die Zukunft gedacht – länger wirksam, und Umwelt sowie Darmflora des Pferds werden ebenfalls weniger belastet. "Es gibt einige Untersuchungen, wonach Wurmkuren nicht unbedingt förderlich für die Darmflora sind", so Dr. Becher; die Forschung stehe hier aber noch am Anfang.

Die Untersuchungen haben für Pferdebesitzer einen weiteren Vorteil: "Geht die Ei-Anzahl auf einmal nach oben, ist das ein Zeichen dafür, dass es im Immunsystem Probleme gibt", so Dr. Becher. Krankheiten wie Cushing und damit verbunden ein Rehe-Schub könnten sich auf diese Weise vorzeitig ankündigen; ein Signal für Reiter, genauer hinzusehen.

Und wie sieht es mit den Kosten aus? Pro Kotuntersuchung werden etwa im Labor der Uni Gießen zwischen 11 und 22 Euro fällig. Das ist ungefähr so viel, wie auch einzelne Wurmkuren kosten. Teurer ist die Praxis also nicht.

Und wie sieht es mit den Nachteilen aus? Kotproben einsammeln, verpacken, verschicken – der organisatorische Aufwand für Pferde- oder Stallbesitzer ist bei diesem Weg größer.

Strittig ist der Punkt, wie sicher die Methode im Hinblick auf große Strongyliden ist: Forscher untersuchten Brandenburger Pferde auf Antikörper dagegen und fanden sie bei circa 32 Prozent der Tiere. Ein Alarmsignal? "Antikörper zeigen, dass das Pferd die Würmer bekämpft hat", so Dr. Becher und betont: Nicht mehr Wurmkuren seien die Antwort auf dieses Vorkommen, sondern mehr und gezieltere Diagnostik. Dann erwische man auch diese Parasiten.

Fazit: Die zeitgemäße, selektive Entwurmung ist für Pferde am besten

Würden Sie pauschal viermal im Jahr ein Medikament einnehmen, rein auf Verdacht? Einfach so? Wohl kaum. Damit würden wir einerseits unsere Körper belasten und andererseits das Risiko billigend in Kauf nehmen, dass die Präparate dann nicht mehr wirken, wenn sie es tun sollten.

Was bei uns Reitern so logisch erscheint, sollte sich auch in den Ställen noch mehr durchsetzen als bisher. Pauschale Entwurmungen, ob nun vier- oder zweimal jährlich, sollten der Vergangenheit angehören. Wer Würmer zielgerichtet bekämpft, fährt am Ende besser damit: Das reduziert die Gefahr weiterer Resistenzen und bietet sicheren, effektiven Schutz fürs Pferd und die Umwelt.

Diese Wirkstoffe bekämpfen Würmer

Makrozyklische Laktone: Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen Ivermectin und Moxidectin. Sie werden gegen kleine und große Strongyliden, Dasselfliegenlarven und Spulwürmer eingesetzt. Problem: Bei Spulwürmern gibt es bereits Resistenzen.

Pyrimidine: Dazu gehört Pyrantelpamoat. Eingesetzt wird der Wirkstoff gegen kleine/große Strongyliden, Pfriemenschwänze und Spulwürmer (in doppelter Dosis auch gegen Bandwürmer). Strongyliden sind teilweise bereits resistent dagegen.

Benzimidazole: Hierzu gehören Fenbendazol und Febantel, die gegen kleine/große Strongyliden, Pfriemenschwänze und Spulwürmer genutzt werden. Auch hier sind bei Strongyliden bereits Resistenzen aufgetreten.

Praziquantel: Dieser Wirkstoff wird gegen Bandwürmer eingesetzt. Resistenzen sind bislang nicht bekannt.

Die wichtigsten Parasiten

Strongyliden: Kleine Strongyliden (Cyathostominen) leben vorwiegend im Dickdarm, große (Strongylus vulgaris) wandern von dort durch den Körper. Infektionen mit kleinen Strongyliden bleiben meist symptomlos, können aber auch (wie große Strongyliden) zu Abmagerung oder Diarrhoe führen; große Strongyliden zudem zu Koliken.

Spulwürmer (Parascaris): leben vorwiegend im Dünndarm, werden bis zu 50 Zentimeter lang und treten bei Fohlen und Jungpferden auf. Meist subklinisch, können aber zu Husten, Appetitlosigkeit oder Kolik führen.

Pfriemenschwänze (Oxyuris equi): leben im Dickdarm. Eier werden im Analbereich abgelegt, was zu Juckreiz führen kann.

Dasselfliegen (Gasterophilus): legen Eier meist an Vorderbeinen ab. Durch Ablecken gelangen sie ins Pferd. In Magen und Darm können die Larven Gewebeverletzungen hervorrufen.

Bandwürmer (Anoplocephala): kommen über Moosmilben ins Pferd und dort in Dünn- und Dickdarm vor. Bei hochgradigem Befall gastrointestinale Störungen möglich.

Exklusiver Jahres-Plan für die selektive Entwurmung

Vorreiter auf dem Gebiet der selektiven Entwurmung in Deutschland waren Prof. Dr. Kurt Pfister und Tierärztin Dr. Anne Becher. Beide haben den Plan entworfen, der erstmals in CAVALLO 05/2010 veröffentlicht wurde. Die aktuelle Überarbeitung wurde von Dr. Anne Becher überprüft.

Fürs erste Jahr

Beginn: zum Start der Weidesaison, also etwa April

Schritt 1: Kotprobe nehmen: Faustgroße Menge frischer Pferdeäpfel in verschließbares Plastikgefäß oder Plastikbeutel füllen. Probe im Kühlschrank kühlen. Dann verpacken und mit Untersuchungsantrag ans Labor schicken (bei Wärme mit Kühlakku). Am besten per Expressversand.

Schritt 2: Laboruntersuchung: Labor untersucht den Kot aller Pferde des Bestands mittels McMaster-Verfahren. Kenntnis über folgende Fragen:

  • Wie viele Pferde scheiden Wurmeier aus?
  • Wie viele Eier werden ausgeschieden pro Gramm Kot?
  • Welche Würmer kommen im Bestand vor?

Schritt 3: Entwurmung: Pferde, die Schwellenwerte überschreiten (etwa 200 Eier pro Gramm (EpG) Kot bei kleinen Strongyliden), werden nach genauer Dosierung entwurmt (Wirkstoffgruppe hängt vom Bestand ab, meist Pyrantel). Pferde, die keine Eier ausscheiden, werden nicht entwurmt.

Schritt 4: Wirksamkeit überprüfen: Bei den Pferden, die eine Wurmkur erhalten haben, nach 14 bis 21 Tagen eine erneute Kotuntersuchung machen: Haben die Mittel gewirkt? Benzimidazol- und Pyrantel-Präparate gelten als wirksam, falls die Wirksamkeit nach dem Eizahlreduktionstest (EZRT) über 90 Prozent liegt. Ivermectin- und Moxidectin-Präparate gelten als wirksam, wenn sie über 95 Prozent liegen.

Falls nicht wirksam: Wechsel zu Ivermectin-Präparaten. Moxidectin-Präparate möglichst erst als Reserve einsetzen.

Falls wirksam: Bei nächster Entwurmung andere Wirkstoffgruppe testen, damit am Ende des Jahres klar ist, was noch wirkt und was nicht mehr.

Schritt 5: Im ersten Jahr bei allen Pferden im Bestand mindestens vier Kotproben untersuchen. Eine Kotprobe davon sollte mit der Kombinierten-Sedimentation-Flotation und einem Nachweisverfahren für große Strongyliden untersucht werden. Entwurmt werden nur die Tiere, die über 200 EpG ausweisen oder mit Bandwürmern, Spulwürmern, Magendasseln oder Pfriemenschwänzen befallen sind.

Ab dem 2.Jahr

Frage 1: Gehört das Pferd zu den hohen Ei-Ausscheidern (immer über 200 EpG)?

Ja: Regelmäßige Entwurmung mit wirksamen Wirkstoff (Pyrantel alle 6 Wochen, Ivermectin alle 8 Wochen, Moxidectin alle 12 Wochen)

Nein: Zweimal im Jahr den Kot untersuchen lassen (April/Mai und Hochsommer). Entwurmt werden nur Tiere mit über 200 EpG.

Jein: Scheidet das Pferd nur ab und zu mehr als 200 Eier aus, dann dreimal jährlich beproben.

Frage 2: Gibt es einen Bandwurmbefall im Bestand?

Ja: In der Regel 1x/Jahr den gesamten Bestand im Herbst entwurmen (gegen Ende der Weidesaison). Je nach Einschätzung des Infektionsdrucks zusätzlich im Sommer.

Nein: Keine spezielle Entwurmung nötig.

Frage 3: Gibt es einen bekannten Magendassel-Befall?

Ja: Entwurmen am Ende der Koppelsaison.

Nein: Keine spezielle Entwurmung nötig.

Plus: Wirksamkeitstest bei je 5 Pferden mit Wirkstoffen, die im Vorjahr wirksam waren. So wird die Bestandssituation überprüft.

Plus: Pferde mit Spulwurm- oder Pfriemenschwanzbefall werden gezielt einzeln entwurmt. Pferde, die nicht entwurmt werden, sollten regelmäßig gezielt auf große Strongyliden untersucht werden.

Plus: Neuankömmlinge in Quarantäne, am 1. Tag Kotprobe nehmen, mit Moxidectin entwurmen. Kontrollprobe nach 14 bis 21 Tagen nehmen: War die Wurmkur wirksam?

Wurmkur wirksam: Pferd in Bestand integrieren, weiter wie Pferde im 1. Jahr untersuchen und behandeln.

Wurmkur unwirksam: Rücksprache mit Tierarzt halten

Für Fohlen

Frage 1: Hat das Fohlen eine sehr seltene Zwergfadenwurm-Infektion?

Ja: Entwurmung mit Fendendazozl (50 mg/kg Körpergewicht)

Nein: Keine spezielle Entwurmung nötig.

In den ersten Lebenswochen sind Fohlen neben einer möglichen Zwergfadenwurm-Infektion nur von Askaridenbefall (Parascaris equorum) gefährdet. Die kleinen Strongyliden treten erst in der zweiten Weidehälfte und im Herbst in Erscheinung.

Schritt 1: Erste Entwurmung in der 8. bis 9. Lebenswoche, danach alle 8 bis 9 Wochen (maximal dreimal bis zum Herbst). Möglichst mit Benzimidazol- oder Pyrantel-Präparaten entwurmen. Wirksamkeit mit einem Eizahlreduktionstest überprüfen. Besprechen Sie die Therapie mit Ihrem Tierarzt.

Schritt 2 Im Herbst: gezielte Entwurmung nach Ende der Weidesaison, sofern im Bestand Bandwürmer und/oder Magendasseln nachgewiesen wurden.

Für Jungpferde

Jährlinge und Jungpferde bis zum Alter von 3 Jahren:

  • gleiches Programm wie für Fohlen ab 1. Entwurmung bei Vorliegen von Askariden-Infektionen.
  • Ohne Spulwurmbefall: Ab 2. Jahr Übergang zur selektiven Entwurmung möglich (nach dem Schema im ersten Jahr), aber mehr Proben notwendig als beim erwachsenen Pferd.
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