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Wenn Pferde schwitzen: Darauf müssen Reiter achten - Gesundes Schwitzen

Wo schwitzen korrekt gerittene Pferde?

Menschen und Pferde haben eins gemeinsam: Sowie sie sporteln, fließt der Schweiß. Dabei signalisiert das feuchte Fell genau, ob die Muskelarbeit schadet oder nutzt.

Schweiß gehört zum Reiten wie der Schnee zum Skifahren. Glänzt der Pferdeschweiß nach dem Reiten außerdem noch an der richtigen Stelle, signalisiert er, dass korrekt geritten wurde.

CAVALLO erklärt, was Experten aus dem Schwitzen des Pferdes herauslesen können und worauf Reiter achten sollten.

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Pferdehaltung

Schweiß als Zeichen für gute Arbeit

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Wolschendorf
Passt der Sattel, schwitzt das Pferd in der Sattellage gleichmäßig.

Für Isabelle von Neumann-Cosel, Richterin bis Klasse L und Reitlehrerin aus dem badischen Mannheim, sind die Schweißflecken eines Pferds ebenfalls ein sicheres Indiz für korrektes Reiten. Außerdem dienen sie als Motivationsschub: "Es ist schwer, dem Schüler das Gefühl weiterzugeben, etwas richtig gemacht zu haben. Schweiß ist ein greifbarer Beweis."

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Schweiß als Warnsignal

"Aufpassen sollten Sie dagegen, wenn Ihr Pferd innerhalb kürzester Zeit atypisch und sehr stark am Hals, vor allem am Unterhals schwitzt", warnt
von Neumann-Cosel. Das ist ein Zeichen für Stress.

"Das passiert zum Beispiel, wenn Sie viele Wiederholungen von schweren Lektionen reiten und die Spannung nicht aus dem Pferd lassen." Auch viele kurze Trab-Galopp-Übergänge stressen vor allem von Haus aus nervöse Pferde. "Die drehen dann erst recht auf", warnt sie.

Auch bei Korrektur- oder Schulpferden beobachtete sie, dass die Pferde sehr stark schwitzten, wenn sie korrigiert wurden. "Die Pferde liefen vorher nicht über den Rücken und waren nicht losgelassen", erklärt von Neumann-Cosel das Phänomen. "In dem Moment, in dem sie loslassen und die Bewegung durchs ganze Pferd geht, fangen sie an zu schwitzen, weil sie die Muskeln lange nicht mehr benutzt haben."

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Schweiß als Zeichen von Stress und Unbalanciertheit

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Kuczka
Unter Stress schwitzen Pferde sehr stark, vor allem am Hals. Die Hinterhand dieses Pferds ist fast trocken.

"Wo Muskeln arbeiten und warm werden, ist die Durchblutung erhöht", erklärt sie. Diese Stellen sind auf dem Thermografiebild rot zu erkennen. Wo die Durchblutung erhöht ist, wird das Pferd früher oder später schwitzen.

"Sonne und Feuchtigkeit sind allerdings für die Thermografie nicht gut, sie verfälschen die Bilder. Schweiß ist daher bei thermografischen
Aufnahmen ungünstig." Interessante Beobachtungen machte von der Wense bei Thermografieaufnahmen während der Dual-Aktivierung von Pferden, die bei diesem Training alle Muskeln einsetzen müssen. "Pferde, die durch die Dual-Gassen liefen, hatten gleichmässigere Thermografiebilder als andere Pferde", sagt von der Wense. "So hatte man die Balance zwischen Vorder- und Hinterhand direkt vor Augen."

Das bestätigt der bayerische Ausbilder Michael Geitner, der seine Schüler während der Dual-Aktivierung grundsätzlich dazu animiert, die Wärmeentwicklung des Pferds mit dem Handrücken zu überprüfen. "Es gibt Pferde, die brauchen kaum Energie zum Arbeiten. Sie gehen zwar schön, und man hat den Eindruck, dass sie arbeiten. Kontrolliert man aber mit
dem Handrücken die Wärme, ist die Hinterhand oft noch kalt", sagt Michael Geitner.

"Pferde, die im Gleichgewicht sind, schwitzen kaum und zeigen höchstens an der Bauchmuskulatur und an den Flanken Schweißflecken", beobachtet er und beschreibt das Schweißbild von unkoordinierten Pferden, die mit der Dual-Aktivierung erst beginnen: "Diese Pferde schwitzen vor allem am Hals, weil sie viel mehr Energie benötigen und noch nicht ausbalanciert sind."

Das bestätigt Armgard von der Wense, die ungleichmäßige Wärmebilder auch bei Pferden findet, die sich nicht richtig erwärmen: "Solche Pferde arbeiten nicht mit der Hinterhand, sondern kompensieren das und arbeiten mit dem Nackenband."

Da die Wechsel zwischen Rechts und Links bei der Dual-Aktivierung das Pferd wesentlich intensiver fordern als beim bloßen Longieren, ist die Wärmeentwicklung beim Reiten durch Dualgassen insgesamt stärker, sobald sich das Pferd ausbalanciert hat.

Dr. Ulrike Thiel, Trainerin, Dressur-Richterin und Begründerin des Instituts für Hippische Sportpsychologie und Equitherapie "Hippocampus" aus dem niederländischen Soerendonk, erkennt an Schweißflecken sogar auf Anhieb, ob das Pferd unter
Stress leidet.

"Werden Pferde nicht korrekt gearbeitet, schwitzen sie an den falschen Stellen", sagt sie. Vor rund vier Jahren stellte die Trainerin in einer Studie an etwa 60 Pferden anhand von Videoaufnahmen und Fotografien fest, dass Pferde unter Stress an anderen Stellen schwitzen statt unter dem Sattel und zwischen den Hinterbeinen.

"Bei der Schweißbildung muss man auf die Verteilung achten", erklärt Dr. Thiel. "Gestresste Pferde schwitzen extrem am Unterhals und in der Lendengegend, sonst nicht." In diesem Fall arbeitet nicht die Oberhals-, sondern die Unterhalsmuskulatur. "Die sollte eigentlich ganz lokker sein. Die Muskeln des Oberhalses sollen arbeiten, und da darf das Pferd auch schwitzen."

Pferde, die geflext werden, schwitzen auch stark an der Schulter. "Das liegt daran, dass die Vorhand mehr in Aktion ist", erklärt Dr. Thiel.

Schaum zwischen den Hinterbeinen findet sie dagegen bedenkenlos. "Das würde ich nicht als reines Zeichen von Stress interpretieren. Das passiert schnell, vor allem im Sommer, wenn die Pferde noch mehr schwitzen."

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Warum Pferde an welchen Stellen schwitzen

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Rädlein
Reiben sich dicke Muskelpakete aneinander, schäumt der Schweiß auf der Haut cremig weiß.

"Ein hektisches Pferd wird schneller
schwitzen als ein ausgeglichenes. Oft reichen da schon ein paar Runden im Schritt", erklärt Erik Schlaudraff, Richter für Dressur bis Klasse S aus dem hessischen Wartenberg. "Pferde schwitzen zwar zwischen den Hinterbeinen stärker, und dort bildet sich auch Schaum. Das liegt aber daran, dass an dieser Stelle die Muskeln aufeinanderreiben." Schaumkronen entstehen leicht bei Reibung und werden durch Glycoproteine im Schweiß verursacht.

Johannes Beck-Broichsitter von der Reitschule Johannenhof aus Heist/Schleswig-Holstein zieht die Schweißflecken höchstens auf den zweiten Blick zu Rate. "Wichtiger ist mir der Gesamteindruck des Pferds. Tritt es durch? Schwingt es im Rücken? Kaut es zufrieden?"

Trotzdem bleiben die Schweißflecken für ihn eine gute Kontrolle: "Ein Pferd schwitzt hauptsächlich dort, wo es gearbeitet hat. Arbeite ich mehr in Richtung Versammlung, schwitzt das Pferd vorwiegend an den Hinterbeinen. Arbeite ich mehr an der Nachgiebigkeit im Hals, schwitzt es eher dort."

Ist nach dem Reiten jedoch der Unterhals des Pferds verschwitzt, hat der Reiter die falschen Muskeln gearbeitet. "Das Pferd hat dann die Hinterhand nicht eingesetzt", erklärt Beck-Broichsitter.

Dabei schwitzen die Hinterbeine niemals zuerst: "Die meisten Pferde beginnen am Hals zu schwitzen sowie unter dem Sattel und am Gurt, da dort ein Wärmestau entsteht und der Körper kühlen muss", erklärt Tierarztin Dr. Julia Vietmeier aus Kalletal/Nordrhein-Westfalen. Pferde, die am ganzen Körper schwitzen, nutzen die komplette Körperoberfläche zur Verdunstung. Oft rinnt ihnen dabei der Schweiß in Bächen Kopf und Beine herunter.

"Pferde besitzen zwar eine relativ große Verdunstungsfläche, im Verhältnis zur Schweißproduktion ist sie dennoch relativ klein. Alles, was tropft, kann nicht zur Thermoregulation genutzt werden und hat keine Kühlwirkung", so Vietmeier.

Ein großer Irrtum ist, dass trainierte Pferde nicht schwitzen. "Trainierte Pferde schwitzen sogar schneller", weiß Isabelle von Neumann-Cosel. "Der Körper muss schließlich früh genug gekühlt werden." Bedenklich wird es, wenn das Pferd an bestimmten Stellen nicht oder sehr stark schwitzt. "Das sind sogenannte Dermatome. An dieser Stelle ist die Informations-Leitung der Nerven beeinträchtigt", beschreibt Julia Vietmeier. "Das Problem ist eine funktionelle Störung in der Wirbelsäule, die man chiropraktisch beheben kann."

Lebensbedrohlich wird Schwitzen für Pferde nur, wenn sie ihren Wasserhaushalt nicht auffüllen können. "Ist der Wasserverlust eines Pferds so groß, dass sie nicht mehr weiterschwitzen können, steigt die Körpertemperatur im Extremfall auf 42 bis 43 Grad. Es kommt zum gefährlichen Kreislaufkollaps", so Julia Vietmeier.

Verschiedene Schwitzmuster entstehen außerdem, weil die Schweißdrüsen unterschiedlich verteilt sind. Grundsätzlich sind sie an Primärhaarfollikel gekoppelt; wo also viele Primärhaarfollikel sind, befinden sich auch viele Schweißdrüsen.

An Hals, Brust, Schulter, Flanke und seitlich am Bauch sind die meisten Schweißdrüsen. Auch an Stirn und Kehlgang sind sie dicht gesät. Die
Schweißdrüsen am Mähnenkamm sind relativ groß, ebenso die Drüsen rund um den After, um das Ohr, um die Nüstern, um die Unterlippe und im Genitalbereich.

"Es gibt allerdings auch Rasseunterschiede beim Schwitzen", sagt Dr. Heike Kühn von der Pferdeklinik München-Riem. Robustrassen schwitzen eher wenig, sondern geben die Wärme über die Atmung ab, indem sie die Atemfrequenz steigern. Das beobachtete Dr. Heike Kühn bei einigen Pferden: "Robustpferde fingen bei Wärme in eher windstillen Boxen heftig an zu atmen, ähnlich wie ein hechelnder Hund, jedoch ohne dabei zu schwitzen." Wichtig für solche Pferdetypen ist Wind. "Der kühlt den Körper", erklärt sie. "Deswegen würde ich solchen Pferden auch nach dem Reiten keine Abschwitzdecke auflegen, da sie sonst noch mehr schwitzen."

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So ist der Schweiß des Pferdes zusammengesetzt

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"Die Konzentrationen beim Pferd sind etwa drei- bis viermal so hoch wie beim Menschen", sagt Tierärztin Dr. Julia Vietmeier aus Kalletal in Nordrhein-Westfalen. "Im Schweiß sind ebenfalls Glycoproteine mit Zucker enthalten, welche die Oberflächenspannung herabsetzen. Das führt zunächst zu einer glänzenden Fläche, später zu Schaum." Forscher der Universität Glasgow fanden heraus, dass das Protein Latherin (von englisch "Lather" = Schaum) den Schaum produziert. Außerdem sorgt es dafür, dass sich der Schweiß leichter auf der Haut verteilt.

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Warum schwitzen Pferde überhaupt? Plus Grafik: So ist die Haut aufgebaut

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Müller Rüschlikon

Damit ein 500 Kilo schweres Pferd mit 5 Quadratmetern Körperoberfläche vom Schwitzen erfrischt wird, braucht es viele Schweißdrüsen: In einem Quadratzentimeter Haut liegen daher neben Talgdrüsen an die 400 bis 500 schlauchförmige Schweißdrüsen. Sie sorgen dafür, dass das Pferd nicht überkocht. Ein Pferd schwitzt, wenn es sich bewegt. Das bedeutet: die Körpertemperatur steigt. Normalerweise liegt sie zwischen 37,2 und 38,3 Grad. "Bei hoher Belastung kann die Körpertemperatur bis auf 41 Grad steigen", erklärt Dr. Julia Vietmeier, Tierärztin aus Kalletal/Nordrhein-Westfalen. Damit sich das Pferd nicht noch mehr aufheizt, befeuchtet Schweiß Haut und Haar. Die Verdunstungskälte kühlt den Pferdekörper. Das hält die Körpertemperatur des Pferds unabhängig von der Umgebungstemperatur weitgehend konstant. Bei einer Außentemperatur von 18 bis 20 Grad schwitzt ein Pferd rund 17 bis 19 Milliliter Schweiß pro Kilogramm Lebendmasse innerhalb von zwei Stunden bei Belastung. Je höher Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit sind, desto geringer ist die Kühlwirkung: Der Schweiß verdunstet nicht mehr, sondern tropft wirkungslos am Pferd herunter. Je stärker der Temperaturunterschied zwischen Pferd und Luft, desto besser kühlt der Schweiß. Weil die Feuchtigkeit im Winter in der kalten Luft kondensiert, dampfen schwitzende Pferde deutlich sichtbar.

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Schwitzen unterm Sattel

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Sportmedizinisches Leistungszentrum der Universitätspferdeklinik Zürich

"An den trockenen Stellen drückt der Sattel besonders, und das Gewebe wird mit Blut unterversorgt." Daher schwitzt das Pferd an diesen Stellen nicht. Ob die trockenen Stellen tatsächlich für zu viel Druck stehen, kann Katja von Peinen mit Hilfe von Satteldruckmessungen belegen (siehe Foto). "Ein gut passender Sattel hinterlässt komplett gleichmäßig verschwitzte Stellen."

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