Auffälligkeiten bei mehreren Ponys festgestellt
Betroffen war der Stallbereich, in dem die Ponys für die bayerische Sichtung zum "Preis der Besten" untergebracht waren. Am frühen Morgen waren bei mehreren Ponys Auffälligkeiten festgestellt worden. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wurden zu Art und Hintergrund der Vorfälle bisher noch keine weiteren offiziellen Angaben gemacht. Aus anderen Quellen heißt es, dass wohl Mähnen und Schweife abgeschnitten und die Zungen mit Gummibändern abgebunden wurden.
Nach Einschätzung des zuständigen Tierarztes Dr. Michael Zeitelhack handelt es sich um wenige betroffene Tiere. Ihren Allgemeinzustand bewertete er insgesamt als gut. Nach aktuellem Kenntnisstand sei nicht mit Folgeschäden zu rechnen.
Gestern wurde daraufhin ein Interview mit Wilfried Herkommer, Rechtsanwalt und langjähriger Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, von Dominique Wehrmann veröffentlicht. Herkommer war selbst vor Ort und berichtet von den verstörenden Details. Die Situation sorgte bei Teilnehmern, Eltern, Trainern und Offiziellen für große Betroffenheit. Im Mittelpunkt stand die Sorge um das Wohlergehen der Tiere.
Polizei und Veterinäramt eingeschaltet
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorfälle wurden die zuständigen Behörden informiert. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, auch das Kreisveterinäramt ist in die Prüfung eingebunden. Ziel ist eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse.
Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender der FN, erklärte: "Wir sind tief erschüttert über die Vorfälle in München-Riem. Wir verurteilen dieses Handeln auf das Schärfste. Der Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Pferde und Ponys haben für uns oberste Priorität. Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Vorkommnisse vollständig aufgeklärt und entsprechend geahndet werden."
Verband: Abbruch der Sichtung ohne Alternative
Auch der Bayerische Reit- und Fahrverband sieht im Abbruch der Veranstaltung die einzig richtige Konsequenz. Geschäftsführer Thomas Schreder sagte: "Die Ereignisse der vergangenen Nacht machen uns betroffen und fassungslos. Für uns steht das Wohl der Ponys und Pferde über allem. Die Entscheidung, die Sichtung abzubrechen, war daher alternativlos. Wir arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen und setzen alles daran, die Vorkommnisse vollständig aufzuklären."
Die weiteren Ermittlungen dauern an. Sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen, werden wir darüber berichten.





