Abschwitzdecken für Pferde im Test

Elektrischer Pferdeföhn "Horse Dryer"

Abschwitzdecken gibt es in verschiedenen Preisklassen und Materialien. Bewirken sollen die Decken dasselbe: Feuchtigkeit vom Pferd weg leiten. CAVALLO machte den Test!

Besonderheit: Der Pferdeföhn der italienischen Firma Hair-Tech kommt optisch wie ein kleiner Handstaubsauger daher, nur dass die Luft hier nicht eingesaugt, sondern ausgepustet wird. Damit lassen sich gezielt einzelne Körperstellen mit Warmluft trocknen. Darüberhinaus könnte der Föhn an ein spezielles Gestell angeschlossen werden. Unter jede beliebige Abschwitzdecke gelegt, soll das die warme Luft gleichmäßig auf dem Fell verteilen. Allerdings wurde diese Variante im Test aus Sicherheitsgründen nicht berücksichtigt, da das Gestänge nicht am Pferderücken befestigt werden kann: Isländer Hjalti fühlte sich mit der wackeligen Konstruktion auf seinem Rücken sichtlich unwohl.

Wie gut schwitzt das Pferd ab? Vor allem an der nassgeschwitzten Brust und am Hals war Hjalti dank Warmluft schon nach etwa 15 Minuten trocken. Wurden die verklebten langen Haare gleichzeitig mit einer Bürste geglättet, ging es sogar noch schneller.

Anwendung: Das Trocknen selbst funktioniert prima. Für den täglichen Gebrauch gilt aber: Einfach loszupusten, wird nicht jedes Pferd mitmachen. Föhnen müssen Sie womöglich geduldig üben. Testpferd Hjalti etwa lässt sich problemlos scheren, fürchtete sich aber vor dem lauten Föhn. Störend ist das kurze Stromkabel. Hier braucht es ein Verlängerungskabel. Bei einem hibbeligen Pferd droht damit allerdings Kabelsalat.

Infos: ab 639 €, für jeden Pferdetyp geeignet, www.horsedryer.com

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06.11.2016
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe 02/2016