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4 Fragen zur Trittsicherheit Ihres Pferds

So trittsicher ist Ihr Pferd

Geht Ihr Pferd sicher über Stock und Stein oder ist es in unebenem Gelände eher auf wackligen Beinen unterwegs? Mit diesem Check finden Sie es heraus.

Bergab - Wie reagiert Ihr Pferd, wenn Sie bergab reiten?

Blau: Der Schritt wird hektisch und immer schneller. Es kann auch passieren, dass mein Pferd ins Straucheln kommt und erschrickt. Auf das Tempo habe ich keinen Einfluss.

Grün: Bergab ist mein Pferd gelassen. Auch wenn ich anhalten möchte, ist das für uns kein Problem.

Braun: Manchmal stolpert mein Pferd, doch es fängt einen Fehltritt unmittelbar auf. Wenn es sich von dem Schreck erholt hat, können wir gefasst weiterreiten.

Stop & Go - Führen Sie Ihr Pferd über Bodenstangen. Können Sie über den Stangen so anhalten, dass das Pferd mit den Beinen geschlossen steht?

Blau: Mein Pferd bleibt ungern zwischen den Stangen stehen und hat Schwierigkeiten, sich dabei auszubalancieren.

Braun: Ich kann mein Pferd gut in der Position anhalten, ohne dass es hektisch oder unkoordiniert wirkt.

Grün: Die Übung klappt problemlos. Durch Zeigen oder Antouchieren kann ich mein Pferd sogar dazu auffordern, ein bestimmtes Bein vorzusetzen.

Schlamm - Wie verhält sich Ihr Pferd bei schlammigem Boden?

Braun: Mein Pferd wagt mir zuliebe den Schritt in den Matsch, jedoch sind die Bewegungen noch etwas hastig und wenn es rutscht, erschrickt es.

Grün: Ohne sich daran zu stören, durchquert mein Pferd den schlammigen Boden. Es weiß, sein Schrittmaß anzupassen und seine Muskeln gegen Ausrutschen einzusetzen.

Blau: Die Situation erweist sich als schwierig. Entweder mein Pferd weigert sich, den Untergrund zu betreten, oder es springt fluchtartig aus dem Schlamm.

Stolperpfad - Schicken Sie Ihr Pferd am langen Seil durch ein enges "Mikado" aus verzweigten, armdicken Ästen. Wie reagiert es?

Grün: Kurven und Anhalten sind kein Problem. Auch wenn der Hinterhuf seine gewohnte Spur nicht findet, bahnt sich das Pferd durch vorsichtiges Tasten und langsame Gewichtsverlagerung einen Weg.

Blau: Mein Pferd wirkt nervös und stolpert. Bei jedem Schritt hebt es die Füße untypisch hoch und hat es eilig, durch den Parcours zu kommen.

Braun: Um eine Kurve durch das „Mikado“ zu laufen, bahnt sich mein Pferd seinen Weg, indem es große Schritte macht und Stangen verschiebt.

Die Auflösung

Überwiegend Blau: An der Trittsicherheit Ihres Pferds lässt sich noch arbeiten. „Wagen Sie sich häufiger auf ungewohnten Untergrund, denn Desensibilisierung ist der erste Schritt zu einem trittsicheren Pferd“, rät Andrea Baumbach. Je öfter Sie Ihr Pferd neuen Reizen aussetzen, desto routinierter verhält es sich auf vermeintlich problematischem Boden. Bleiben Sie ruhig und geben Sie Ihrem Pferd die Möglichkeit, selbst nachzudenken und sein Schrittmaß für die entsprechenden Untergründe herauszufinden und anzupassen. Die wichtigste Übung ist das zügelunabhängige Reiten, denn nur so kann Ihr Pferd seinen Hals als Balancierstange nutzen.

Überwiegend Braun: Sie und Ihr Pferd sind bereits auf einem guten Weg. Sie wissen, was Ihrem Partner noch nicht so gut gelingt, und können gemeinsam daran arbeiten. Das A und O ist, dass Sie neuartige Bodenbeschaffenheiten nie mit Angst, Stress oder Eile koppeln. Geben Sie Ihrem Pferd Zeit, sich selbst mit dem Fremden vertraut zu machen. Tipp: Nehmen Sie sich eine alte Schaumstoffmatratze und lassen Ihr Pferd darübergehen. Klappt das, halten Sie Ihr Pferd an, bewegen es rückwärts oder fordern eine halbe Drehung. Der wacklige Untergrund schult die Körperwahrnehmung Ihres Pferds, die für Trittsicherheit unentbehrlich ist.

Überwiegend Grün: In Sachen Trittsicherheit ist Ihr Pferd ein Profi! Es kennt bereits viele Böden und ist daher mental sowie körperlich fit für Herausforderungen wie etwa einen Steilhang. Wenn Sie und Ihr Pferd Neues wagen wollen, probieren Sie es doch mal mit Naturtreppen bei sich zuhause oder in einem Extreme Trail Park: Steht Ihr Pferd gelassen auf einer Stufe, fordern Sie es auf, die Hinterhand weiter unterzusetzen. Gelingt das, kann es mit ausreichend Körperspannung und ohne auf die Vorhand zu fallen die Vorderbeine eine Stufe tiefer setzen. Noch ein Rat: Auch wenn alles gut klappt, nehmen Sie zum Üben im Gelände immer eine Begleitperson mit und bleiben auf den vorgesehenen Wegen, um weder die Natur noch sich selbst zu gefährden.

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