Schimmelpilze im Stall: Mykotoxine - Gefährliches Gift für Pferde

Zearalenon, Fumonisine und Deoxynivalenol

So halten Reiter Stall und Futterlager sauber: In jedem Stall gibt es Schimmelpilze. Sie sprießen unbemerkt und produzieren Gifte, die Pferde sogar töten können. CAVALLO hilft Ihnen, die gefährlichen Gewächse aufzuspüren und auszurotten.

Zearalenon, ein Toxin, das in Getreide, gelegentlich aber auch in Heu vorkommt, kann der Grund sein, warum Stuten ununterbrochen rossen oder nicht trächtig werden. "Auch die Spermaqualität von Hengsten kann sich bei übermäßiger Giftaufnahme verschlechtern", sagt Ingrid Vervuert.

Besonders sensibel reagieren Pferde, wenn sie Fumonisine fressen. Das sind Schimmelpilzgifte, die sich vor allem in Mais, seltener in Hafer oder anderen Getreidearten bilden. "Sie können das Gehirn zerstören", sagt Professor Josef Böhm vom Institut für Tierernährung an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien.

Presst das Pferd den Kopf gegen die Wand und will sich nicht mehr bewegen, sind bereits wichtige Gehirnteile geschädigt. Die gute Nachricht: Fumonisin-Vergiftungen gibt es in Deutschland nur sehr selten. In Amerika spielen diese Gift-Zwerge eine größere Rolle.

Wichtiger ist hierzulande das Deoxynivalenol, kurz DON – ein Schimmelpilzgift, das ebenfalls Getreide ungenießbar machen kann. Reiter vergifteter Tiere berichten, dass die Pferde nichts mehr fressen wollen. Nicht nur in Heu, Stroh und Getreide nisten sich Schimmelpilze ein. Auch Äpfel können mit Mykotoxinen verseucht sein.

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23.08.2012
Autor: Christiane Wehnert
© CAVALLO
Ausgabe 09/2011