Explodierende Heupreise, extreme Qualitätsunterschiede: Was Pferdebesitzer jetzt wissen müssen

Warum eine Heuanalyse diese Saison unerlässlich ist
Hohe Heupreise und extreme Schwankungen bei Zucker und Co.

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.10.2026
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Foto: Rädlein

Sie sind so hoch wie zuletzt 2019: Nein, die Rede ist nicht von den Durchschnittstemperaturen des letzten Sommers (der war der zweitwärmste seit Aufzeichnungsbeginn 1881). Wir reden von den Heupreisen. Laut Branchenportal "agrarheute” wurde fürs Raufutter im September so viel verlangt wie seit Juni 2019 nicht mehr: bundesweit im Schnitt 143 Euro für einen Großballen. Vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands ist Heu teuer. Und knapp: Hier sind weite Teile des Bodens von extremer Dürre betroffen. Zweiter Schnitt? In vielen Regionen, besonders im Süden, undenkbar. Auch die Strohpreise zogen an (114 Euro je Tonne).

Extreme Schwankungen bei den Inhaltsstoffen, hohe Zuckerwerte

Wie der erste Schnitt ausfiel, zeigen erste Daten der LUFA Nord West. Die beziehen sich zwar erst auf 358 Proben, aber "besonders auffällig ist die erneut gestiegene Schwankungsbreite vieler Inhalstsstoffe”, so die LUFA. Beispiel Zucker: Der Wert lag zwischen 2,8 und 26,9 %, der Rohproteingehalt zwischen 3,3 und 12,8 %. Wer bedarfsgerecht füttern will, kommt also um eine Heuanalyse nicht herum. Wie man die dann interpretiert und die Ration entsprechend anpasst, erklärt Pferdewissenschaftlerin Conny Röhm in diesem Artikel:

Keine Engpässe bei Heucobs zu erwarten

Mit Engpässen bei Cobs rechnen Hersteller wie Josera oder Agrobs nicht. "Unsere Heucobs werden aus dem ersten Schnitt gewonnen, der ausreichend ausfiel”, sagt Dr. Felicitas Drebes (Josera). Weil die für Agrobs bewirtschafteten Grünlandflächen vom Hersteller vorab erweitert wurden, so Theresa Ostermair (Agrobs), liegt die Gesamtertragsmenge etwa auf Vorjahresniveau.