Reithalle nach Baukasten-Prinzip
Mit dem Aktiv-Reithallen-Konzept SAR bietet SCHLOSSER Holzbau eine systematisch geplante Modulbau-Reithalle mit hoher Termin- und Kostensicherheit.
Das Konzept basiert auf Lösungen, die sich bereits in zahlreichen Projekten bewährt haben. Die Halle ist in den Maßen 20 × 40 m oder 20 × 60 m erhältlich und bringt laut Hersteller alles mit, was man sich für den Trainingsalltag wünscht: viel Licht, ein angenehmes Raumklima und funktionale Hufschlagbanden. Dank der Modulbauweise lässt sie sich später um Anbauten oder Technik erweitern.
Reiterstübchen einfach nachrüsten
Reiterstübchen nachträglich benötigt? Hier kommt das modulare HippoCASE-System von SCHLOSSER ins Spiel. Reiterstübchen, ein Richterturm fürs Turnier oder Raum für Lehrgänge sowie andere Funktionsräume lassen sich einfach ergänzen. Gerade auf älteren Bestandsanlagen kommt ein Großumbau dafür selten infrage. HippoCASE bietet vorgefertigte Module in natürlicher Holzbauweise, die sich direkt an Reithallen, bestehende Gebäude oder Reitplätze anbinden und flexibel nutzen lassen. Dank hoher Vorfertigung sind die Bauzeiten kurz und der laufende Betrieb wird kaum gestört. Die Module fügen sich harmonisch in bestehende Anlagen ein und lassen sich später auch umnutzen, erweitern oder versetzen, was den Wert der Anlage langfristig steigern kann. Info: schlosser-reithallen.de

Ob Richterhäuschen oder Reiterstübchen: HippoCASE-Anbauten von SCHLOSSER lassen sich auch freistehend planen.
Heu satt und weniger Arbeit: Platz für Rundballen zwischen Boxen
Raufutter sollte Pferden möglichst konstant über den Tag verteilt zur Verfügung stehen. Doch täglich mehrmals von Hand Heu zu füttern, ist aufwändig. Eine mögliche Lösung: Bei Neu- und Umbauten wird zwischen zwei Boxen Platz für einen Rundballen gelassen, von dem sich die Pferde rund um die Uhr durch eine Fressöffnung bedienen können. Die Vorlage erfolgt einfach per Traktor. Bei gehaltvollem Heu oder leichtfuttrigen Pferden kann die Fressöffnung mittels eines Türchens zeitweise verschlossen bzw. ein zeitgesteuerter Verschluss nachgerüstet werden. Laut Hersteller Sulzberger Pferdeboxen ist die Investition beim Neubau überschaubar und zahlt sich durch deutlich reduzierten Arbeitsaufwand schnell aus. Weitere Info und Kontakt: sulzberger.de

Hersteller Sulzberger Pferdeboxen plant bei Bedarf zwischen zwei Boxen Platz für einen Rundballen ein, was Zeit bei der Fütterung spart.
Prima Klima: Lüftungskonzepte für dauerhaften Luftaustausch
Entscheidend für gute Luft im Stall ist ein großes Luftvolumen und stetiger Luftaustausch. Das gewährleisten spezielle Lüftungskonzepte wie z.B. das von Römmelt Hallenbau: Hier werden Dachneigung, Trauf- und Firstausbildung sowie spezielle Licht- und Lüftungsbänder so aufeinander abgestimmt, dass ein dauerhafter Luftaustausch ohne Zugluft gewährleistet ist. Zusätzlich bietet das Unternehmen sogenannte Klima-Brettstapeldecken: Die massive Holzkonstruktion speichert tagsüber Wärme und gibt diese nachts zeitverzögert wieder ab. So werden nach Angaben des Herstellers Temperaturspitzen reduziert und das Aufheizen des Stallgebäudes im Sommer deutlich verringert. Gleichzeit verbessert die Brettstapeldecke durch ihre schallabsorbierenden Eigenschaften die Raumakustik und sorgt so für eine ruhigere Atmosphäre im Stall. Info: roemmelt-hallenbau.de

Römmelt Hallenbau stimmt für ein optimales Stallklima Dachneigung, Trauf- und Firstausbildung sowie spezielle Licht- und Lüftungsbänder so aufeinander ab, dass ein dauerhafter Luftaustausch ohne Zugluft gewährleistet ist.
Stressfrei fressen: Variable Fressgitter
In Lauf- und Offenställen kommt es auf Anordnung und Weite der Fressöffnungen an. Ist die Öffnung zu weit, können Pferde den Kopf zum Nachbarplatz strecken – das fördert Konflikte und Verletzungen. Ist sie zu eng, ist kein artgerechtes Fressen möglich. Daher sollten Weite und Abstände der Fressöffnungen auf Anzahl und Größe der Pferde abgestimmt sein. Wichtig ist das vor allem in Aufzuchtställen. Die Fressgitter von Röwer & Rüb setzen hier an: Die Weite der Aussparungen in den Gittern ist variabel verstellbar. So können je nach Gruppengröße mehrere Fronten kombiniert und die Weite der Fressöffnungen an das Wachstum der Tiere angepasst werden. Info: roewer-rueb.com
Übrigens: Laut BMEL-Leitlinien gelten Gitteröffnungen mit einer lichten Weite von etwa 6 bis 30 cm als risikobehaftet, da Pferde mit Kopf oder Huf hängenbleiben können.

Gut geplante Ställe, wie hier von Röwer & Rüb, erleichtern Arbeitsabläufe wie die tägliche Heufütterung.
Drei Fragen an...

ist Sales Managerin international bei Röwer & Rüb. Mit Kunden eine einzigartige Stalleinrichtung zu kreieren, liegt in ihrer Kompetenz. roewer-rueb.com
LAURA TRETTIN: Das Pferd ist und bleibt ein Fluchttier – genau das wird bei der Stallplanung häufig unterschätzt. Viele Sicherheitsrisiken entstehen nicht durch das Pferd selbst, sondern durch zu enge Verkehrswege und fehlende Ausweichmöglichkeiten. Ausreichend breite Stallgassen, gut geplante Putz- und Wasch- plätze sowie großzügig dimensionierte Tore und Türen erhöhen die Sicherheit für Mensch und Tier erheblich. Eine vorausschauende Planung ist deshalb die wichtigste Grundlage für eine sichere und pferdegerechte Stallanlage. Bei Laufstall- oder Offenstallhaltung ist der Fressbereich ein "Brennpunkt", an dem es oft zu Verletzungen kommt.
Der Fressbereich ist in der Gruppenhaltung tatsächlich einer der sensibelsten Bereiche. Um Rangkämpfe und Verletzungen zu vermeiden, sollten grundsätzlich mehr Fressplätze als Pferde vorhanden sein. Sinnvoll ist außerdem, mehrere Fressbereiche anzubieten, damit rangnie- drige Tiere ungestört Raufutter aufnehmen können. Ebenso wichtig sind eine großzügige, übersichtliche Anordnung ohne Engstellen sowie robuste, langlebige Materialien. Eine durchdachte Gestaltung reduziert Stress bei den Pferden und damit auch das Verletzungsrisiko deutlich.
An erster Stelle stehen eine gute Beratung und eine durchdachte Planung. Bereits mit der richtigen Konzeption lassen sich viele Sicherheitsrisiken vermeiden – sowohl im Neubau als auch bei der Modernisierung bestehender Stallanlagen. Ergänzend sind eine robuste Bauweise und hochwertige, langlebige Materialien entscheidend. Stallausstattungen sollten so dimensioniert sein, dass sie den Kräften eines Pferdes dauerhaft standhalten.
Der Anti-Rutsch-Klassiker: Matten aus Naturkautschuk
Ob Box oder Stallgasse: Unfälle durch Ausrutschen lassen sich mit dem richtigen Bodenbelag vermeiden. Von Sagustu zum Beispiel gibt es 16 mm starke Matten aus vulkanisiertem Naturkautschuk im Format von ein mal ein Meter, die sich aufgrund ihres Puzzleverbundsystems einfach zusammen- stecken und nahezu fugenlos auf ebenem und befestigtem Boden wie Beton oder Verbundpflaster verlegen lassen. Nettes Detail: das Profil mit den Pferdeköpfen. Kontakt: sagustu.de

Sagustu-Verbundplatten lassen sich in verschiedenen Stallbereichen einsetzen und sind nahezu fugenlos verlegbar.
Sozialboxen für Hengste
Laut einer Studie des Schweizer Nationalgestüts Agroscope interagieren Hengste in sogenannten Sozialboxen, in denen Öffnungen in den Trennwänden den direkten Kontakt zum Nachbarn zulassen, im Schnitt 51 Minuten pro Tag aktiv mit ihrem Boxennachbarn – ohne schwerwiegende Verletzungen.

Sozialboxen erlauben Kontakt Nase an Nase und echte soziale Interaktion.
Das bestätigt sich auf dem Gestüt Schönweide im schleswig-holsteinischen Grebin: Kontaktgitter in den Trennwänden der Boxen von Röwer & Rüb ermöglichen den Deckhengsten des Gestüts unmittelbaren Körperkontakt und direkte soziale Interaktion. Dabei verhalten sich die Hengste zueinander ausgeglichen und nicht aggressiv. Sie teilen sich sogar das Futter. Info zu den Kontaktgittern: roewer-rueb.com
Schluss mit Matsch mit steckbaren Paddockgittern
Nicht neu, aber ein Gamechanger für jeden Auslauf, der sich einfach nachrüsten lässt: Paddockgitter wie die ProGrid-Elemente aus robustem, elastischem Polyethylen von ridcon machen aus matschigen Ausläufen dauerhaft trittfeste Flächen. Das Prinzip ist simpel: Die zusammensteckbaren Gitterplatten verteilen die punktuelle Belastung der Hufe auf eine größere Fläche, verhindern so das Einsinken und stabilisieren den Untergrund. Je nach Modell werden sie direkt auf dem vorhandenen Boden oder auf einem Unterbau aus Drainagematerial verlegt und mit Sand verfüllt. Ein Sicherheitsverbundsystem hält die Platten als zusammenhängende Fläche ohne Stolperkanten zusammen. Auch Traktor und Hoflader können problemlos darüberfahren. ridcon.de

Die ProGrid-Elemente aus robustem, elastischem Polyethylen von ridcon lassen sich einfach nachrüsten.
Auf Nummer sicher: Neuer Verschluss für Außenboxen
Der neue Außenboxen-Verschluss von Röwer & Rüb ist ausbruchssicher und lässt sich einfach mit einer Hand bedienen: Er verfügt über einen neuen Griff mit kleiner Edelstahlschale und ist leichtgängiger als die bisherige Lösung. Bei der Entwicklung stand neben dem Design vor allem die Sicherheit von Mensch und Pferd im Fokus: Der Verschluss lässt sich auch von innen öffnen, die Fluchttür gibt einfach und schnell den Weg frei. Bei geschlossener Tür ist auf einen Blick klar erkennbar, ob sie tatsächlich verriegelt ist. Mit seiner innenliegenden Mechanik fügt sich der Verschluss unauffällig in das Gesamtbild der Anlage ein. roewer-rueb.com

Der neue Außenboxen-Verschluss von Röwer & Rüb ist ausbruchssicher und lässt sich einfach mit einer Hand bedienen.
Platten mit Mehrwert
Dach und Fassade können mehr sein als nur Wetterschutz: Die PVC-Platten des französischen Herstellers ONDEX sind biaxial gereckt – also bei der Produktion in zwei Richtungen gestreckt, wodurch sich die Moleküle neu ausrichten. Das macht sie laut Hersteller dreimal fester als herkömmliches PVC und damit besonders widerstandsfähig und langlebig. Die glatte Oberfläche reduziert Verschmutzungen und erleichtert die Reinigung. Die Firma bietet verschiedene Lösungen aus dem Material an: PERFOLUX zum Beispiel ist eine lichtdurchlässige, gelochte Platte zum Windschutz mit einer Lichtdurchlässigkeit von über 60 Prozent. Für Pferdeanlagen ermöglicht PERFOLUX eine kontrollierte Luftführung bei gleichzeitig heller und angenehmer Stallatmosphäre. Clever für Reithallen: Die DIFFU100-Ausführung streut das einfallende Licht zu 100 %. So werden Mensch und Pferd nicht geblendet und Schlagschatten vermieden, die Pferde erschrecken könnten. Spezielle Lichtfirsthauben sorgen für intelligente Belichtung & Belüftung landwirtschaftlicher Gebäude. Info: ondex.com

Die lichtdurchlässigen PVC-Platten des französischen Herstellers ONDEX verhindern in der Reithalle, dass Pferd und Mensch geblendet werden.
Beim Bau schon an morgen denken
Ein Stall oder eine Reitanlage steht Jahrzehnte – aber die Anforderungen können sich schnell ändern, etwa wenn sich die Nachfrage von Boxen- zu Gruppenhaltung verschiebt oder der Betrieb wächst oder verkleinert wird. Wer schon bei der Planung auf Flexibilität setzt, sichert deshalb langfristig die Wirtschaftlichkeit seiner Investition. Bewährt haben sich stützenfreie Konstruktionen mit großen Spannweiten, in denen sich Boxen versetzen, Bereiche umwidmen oder Trennwände verschieben bzw. entfernen lassen. Auch modulare Bauweisen punkten: Sie können erweitert und ggf. sogar versetzt werden, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.
Seit 2021 ist die Umnutzung ehemals landwirtschaftlich genehmigter Gebäude im Außenbereich rechtlich erleichtert – genehmigungspflichtig bleibt sie jedoch immer. Ein flexibel geplantes Gebäude lässt sich später leichter umnutzen und kann so auch über die Pferdehaltung hinaus seinen Wert behalten.
Kluge Planung spart Arbeitsstunden im Stall
Zeit ist Geld – auch im Stall. Der Lohn ist einer der größten Kostenblöcke in der Pferdehaltung: Der Arbeitsbedarf liegt bei Einzelhaltung bei etwa 100 bis 150 Arbeitskraftstunden, bei Gruppenhaltung bei etwa 70 bis 100 pro Pferd und Jahr. Rund ein Drittel davon entfällt allein auf das Entmisten. Genau hier setzt kluge Stallplanung an: Für effizientes Arbeitsmanagement sind möglichst kurze Wege zwischen Heulager, Boxen und Mistplatte maßgeblich. Auch breite Stallgassen und Tore, durch die Traktor oder Hoflader passen, maschinell abschiebbare Flächen, schwenk- bzw. verschiebbare Trennwände zwischen Boxen bzw. Paddock-Umzäunungen, die maschinelles Misten erlauben, sparen täglich Zeit, die sich übers Jahr zu Hunderten Stunden summiert. Wer neu baut oder umbaut, sollte Arbeitsabläufe und die damit verbundenen Wege deshalb von Anfang an mitdenken.





