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GHP: Die 10 besten Übungen zur Geführten Gelassenheitsprüfung

Geführte GHP - Für Einsteiger

Die Geführte Gelassenheitsprüfung trainiert Vertrauen und Gehorsam an zehn Hindernissen. Vom Rappelsack bis zu aufsteigenden Luftballons oder bunten Regenschirmen - hier müssen die Pferde Nervenstärke beweisen.

Der Ablauf der Geführten GHP: Das Pferd wird im Führen vorgestellt und absolviert im Schritt (Ausnahme: Aufgabe „Vorstellen“) zehn Aufgaben in einer vorher vom Veranstalter festgelegten Reihenfolge. Um seine Gelassenheit beurteilen zu können, soll der menschliche Einfluss so gering wie möglich gehalten werden. Eine Aufgabe darf maximal dreimal angeführt werden, bevor die nächste begonnen wird. Nach der zweiten nicht absolvierten Aufgabe wird das Paar ausgeschlossen. Mindestens eine halbe Stunde vor der Prüfung oder auch in den vom Veranstalter festgelegten Pausen können die Teilnehmer den Parcours zu Fuß ohne Pferd besichtigen.

Die Hilfe dritter Personen bei der Absolvierung der Prüfungsaufgaben ist nicht erlaubt. Die Höchstzeit pro Pferd für die Bewältigung aller zehn Aufgaben beträgt bei der Geführten GHP fünf Minuten, so dass der Zeitrahmen vom Veranstalter geplant werden kann und tragbar ist.

Die Aufgaben der GHP:
Die Geführte und die Gerittene GHP bestehen jeweils aus einer Folge von 10 Aufgaben, die sich aus sechs Pflicht- und vier variablen Aufgaben zusammensetzt. Jede GHP beginnt mit der Aufgabe „Vorstellen“. Die variablen Aufgaben werden vom Veranstalter frei aus dem unten angegebenen Aufgaben-Pool von 10 Aufgaben gewählt. Die Reihenfolge der Aufgaben obliegt ebenfalls dem Veranstalter.

Pflichtaufgaben der Geführten und Gerittenen GHP:
· Vorstellen an der Hand (Fix als 1. Aufgabe)
· aufsteigende Luftballons hinter Hecke
· Klapperkarre oder Rappelsack
· Regenschirm
· Rückwärtsrichten oder Rückwärtsrichten-L
· Sprühflasche

Aufgaben-Pool der Geführten und Gerittenen GHP:
· Bälle aus Hecke
· Plane oder Wasserplane
· Brücke
· Stangenfächer
· Flatterbandvorhang
· Stangenkreuz/Knisterpassage
· geöffnete Tonne
· Stillstehen

Nur für geführte GHP: Nur für Gerittene GHPs:
· Hufe wässern
· Regenmantel
· Plane über Rücken
· Startklar

Bewertung bei der Geführten GHP:
Ein Pferd gilt als gelassen, wenn es während der gesamten Prüfung dem Pferdeführer aufmerksam, aber ruhig und gehorsam mit einer deutlich erkennbaren Bereitschaft zur Mitarbeit folgt. Das Pferd soll also mit leicht durchhängendem Zügel zwanglos, fleißig und aufmerksam neben dem Pferdeführer gehen. Der Pferdeführer befindet sich aus Sicherheitsgründen auf Höhe des Halses oder der Schulter des Pferdes. Das Pferd darf durchaus natürliche Reaktionen zeigen. Das bedeutet zum Beispiel: Ohrenspiel, eine auf die Aufgabe gerichtete Aufmerksamkeit oder auch ein kurzes Stocken werden toleriert, wenn die Aufgabe danach gelassen absolviert wird.

Entscheidend für die Endnote ist die gesamte Vorstellung des Teilnehmerpaares. Bewertet werden also die Bereitschaft des Pferdes zur Mitarbeit, eventuelle Verweigerungen sowie die Einflussnahme des Pferdeführers bei der Absolvierung aller Aufgaben. Der/die Richter/Prüfer fällt/fällen ein Gesamturteil und vergeben eine Note von 1 bis 6. Wird vom Pferd nur eine Aufgabe der zehn Aufgaben nicht erfüllen, kann die Endnote höchstens 5 (= mangelhaft) ergeben. Drei nicht erfüllte Aufgaben führen zum Ausschluss von Pferdeführer und Pferd.

Damit die Teilnehmer die Noten nachvollziehen können, gibt/geben die Richter/Prüfer einen
abschließenden Kommentar sowie Tipps und Anregungen für das weitere Training zu Hause, oder der Teilnehmer erhält einen Bewertungsbogen.

Für die Geführte GHP gelten folgende Noten:
1 = Sehr gut Absolut gelassenes Pferd. Souveränes Führen ohne jegliche sichtbare Einwirkung.

2 = Gut Pferd, das vereinzelt winzige Spannungen zeigt.Korrektes Führen mit kaum sichtbarer Einwirkung.

3 = Befriedigend Das Pferd zeigt teilweise Spannungen, ist aber hauptsächlich gehorsam und willig. Geringe Einwirkung des Pferdeführers sichtbar und erforderlich.

4 = Ausreichend Deutliche Spannungen. Das Pferd ist teilweise widersetzlich. Mehrfache, teilweise energische Einwirkung des Pferdeführers sichtbar und erforderlich.

5 = Mangelhaft Das Pferd ist ständig verspannt. Es erschreckt vor mehreren Aufgaben. Mehrere Aufgaben werden nicht im ersten Anlauf absolviert.

6 = Ungenügend Pferd ist dauerhaft widersetzlich.

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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CAV Intelligenz Intelligenz-Test Intelligenztest 08 Pferd Futter GHP CAV Intelligenz Intelligenz-Test Intelligenztest 06 Pferd Futter GHP CAV Intelligenz Intelligenz-Test Intelligenztest 04 Pferd Futter 8 Bilder

Stehparty: Vorstellen an der Hand

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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Wolschendorf
Bei der GHP darf jeder sein Pferd nach seiner Reitweise vorstellen.

In Ruhe stehen: Eine Stehparty und die Gelassenheitsprüfung (GHP) haben vieles gemeinsam. Bei einer Stehparty hält man manierlich ein Glas und hüpft auf keinen Fall herum. Bei der GHP hält man manierlich ein Pferd, das nicht herumhüpft.

Das scheinbar leichte Stillstehen fällt vielen Pferden schwer, weil es ihnen nie richtig beigebracht wurde. Es ist aber eine Voraussetzung für ein sicheres Pferd; es zeigt, ob der Mensch Chef ist und sein Pferd richtig erzogen hat. Deshalb wird Stillstehen in der GHP zweimal verlangt: zu Beginn, wenn das Pferd den Richtern vorgestellt wird und am Ende, wenn das Pferd am losen Zügel oder Strick gelassen stehen muß, während es ein Zischen hört.

Stehtraining ist einfach, weil Sie es zu jeder Zeit an jedem Ort üben können. Als Ausrüstung brauchen Sie lediglich ein Halfter – beim sturen Dickkopf kann es zu Beginn ruhig ein dünneres Knotenhalfter sein – und einen Führstrick. Sie können mit Gerte trainieren, müssen es aber nicht, denn zum Stehtraining gibt es viele Methoden. Ihr Schema ist immer gleich.

Zuerst lernt das Pferd das Kommando „Halt“. Welches Wort Sie benutzen („Halt“, „Steh“, „Whoa“) ist völlig egal, Hauptsache, es ist immer dasselbe. Dabei müssen Sie zwei tückische Fehler vermeiden:

1. Sagen Sie nie „Halt“, wenn Sie es nicht meinen. Sowie Sie dem Pferd Zappeleien unkorrigiert durchgehen lassen, lernt es das Stehen nie.

2. Ziehen und schieben Sie nicht pausenlos an Ihrem Pferd herum. Sie sind keine Rangierlok, sondern der Boß. „Kommando, Signal, Gehorsam, notfalls Korrektur“, heißt das Trainings-Motto. Sowie sich das Pferd korrekt benimmt, lassen Sie es am losen Strick in Ruhe. Nur so lernt es, richtig von falsch zu unterscheiden (richtiges Benehmen ist angenehm, falsches Benehmen unangenehm).

Halten Sie das Pferd an: erst das Kommando, dann kurzes Zupfen am Halfter. Dauerzug ist falsch, weil er das Pferd abstumpft und ihm beibringt, Sie wegzuschleifen. Wenn Sie mit Gerte trainieren, versperren Sie dem Pferd mit dem waagerechten Gertengriff den Weg.

Stoppt es nicht oder will es Sie wegziehen, geben Sie das Kommando neu, rucken scharf und nachdrücklich am Halfter und geben dem Pferd mit dem
Gertenknauf einen Knuff vor die Brust. Das Pferd muß Sie ernst nehmen, darf Sie aber nicht fürchten. Sowie es steht, lassen Sie es deshalb in Ruhe.

Regen Sie es nicht durch eigene Unruhe oder Nervosität auf. Es darf getrost den Kopf senken, weil es sich dabei entspannt. Wichtig ist jede Korrektur: „Steh“ heißt „Steh“. Jeder Schritt nach vorne ist daher falsch. Ignoriert Sie das Pferd, will es Sie umrennen oder tanzt es um Sie herum – deutliche Zeichen für Respektlosigkeit –, richten Sie es zur Korrektur und Strafe sofort scharf zurück: Sie stehen vor dem Pferd, blasen sich groß und wichtig auf, geben Impulse auf den Nasenrücken (Training mit Halfter ist daher besser als Training mit Trense) und schlenkern notfalls das Seil. Schicken Sie das Pferd 5 bis 20 Schritte zurück. So zwingen Sie es, auf Sie zu achten und Sie ernstzunehmen.

Sowie es ruhig steht, lassen Sie es sofort wieder in Ruhe. Klappen Anhalten und Stehen, können Sie die Stillsteh-Phasen bis zu 30 Minuten ausdehnen. Pferden macht es nichts aus, auf der Koppel oder vor einem Wagen stundenlang entspannt zu warten.

Genau das bringen Sie ihm bei: Wenn Sie wollen, daß es steht, kann es entspannen – egal, was um das Pferd herum geschieht. Nehmen Sie getrost
einen Hocker und lesen eine Zeitschrift, vorausgesetzt, Sie korrigieren das Pferd sofort, wenn es den Stehplatz verläßt. Auch wenn die GHP es nicht verlangt, können Sie vom Pferd ein Stück weggehen. Erst 50 Zentimeter, dann einen Meter, dann einmal ums Pferd. Solche Übungen steigern die Gelassenheit, mit der ein Pferd stehenbleibt. Gleichzeitig pflanzen sie den Befehl „Steh“ tief ins Pferdehirn.

Steht es sicher, kommen Geräusche dazu: Sprühflaschen, Rappelsäcke – alles ist erlaubt, sofern das Pferd stehenbleibt. Schütteln Sie den Sack und korrigieren Sie sofort scharf, wenn das Pferd sich bewegt („Steh“, Ruck am Halfter, notfalls Rückwärtsrichten). Wenn das klappt, dürfen Sie sich belohnen. Wie wär’s mit einem Gläschen Sekt für Ihre ganz private Stehparty?

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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Nicht drängeln beim Führen

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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Wolschendorf
Strick und Zügel sind lose, die Pferde gelassen.

Führsorge ist das Problem, ein Pferd von A nach B zu steuern. Oft spielt es nämlich Kapitän, befiehlt den Kurs und degradiert den Menschen zum Treibanker, der hilflos an der Leine hängt. Führen lernen gehört deshalb zur Grundschule des Pferds und wird in der GHP geprüft. Dabei müssen Zügel oder Strick leicht durchhängen. Das zeigt, ob das Pferd gehorcht.

Von vorne ist das Pferd beim Führen gerade. Ein zur Seite verbogenen Hals ist ein Zeichen für einen zu stark klammernden Menschen. Geruckel im Maul oder ständiges Zupfen am Halfter signalisieren mangelhafte Ausbildung. Zum Führen und zur richtigen Führposition gibt es verschiedene Lehren. Alle sind berechtigt, doch manche haben Nachteile, wenn Grundlagen der Führausbildung vernachlässigt werden.

So funktioniert etwa die traditionelle deutsche Methode – der Reiter hat die Zügel in der rechten Hand und führt links auf Höhe der Pferdeschulter – nur, wenn das Pferd vorher Respekt gelernt hat. Ein drängelndes Pferd läßt sich aus dieser Position schwer kontrollieren; ihre Führer wissen sich oft nicht anders als mit falschen Rukken an der Trense zu helfen.

Deshalb taugen zur Grund-Führausbildung andere Methoden besser. Sie bereiten das Pferd darauf vor, sich später aus allen Positionen steuern zu lassen. „Der Chef geht vorne. Und der wird nicht überholt“, erklärt Peter Pfister stellvertretend für viele Ausbilder. Um das zu lehren, braucht er ein Knotenhalfter und einen vier Meter langen Strick. Das reicht bereits, um Bummler, Drängler und Hibbel zu erziehen.

Am schlimmsten sind die Drängler. „Sie müssen unbedingt lernen, hinter mir zu bleiben“, sagt Pfister. Er empfiehlt, daß ein Pferd beim Führtraining zwei Meter hinter Ihnen bleibt. Dadurch sieht es Sie besser, tritt Ihnen nicht in die Hacken und hat Zeit, auf Ihre Kommandos zu reagieren. „In hartnäckigen Fällen setze ich bewußt und impulsiv meine Körpersprache ein“, sagt er artig und meint damit: „Ich jage dem respektlosen Flegel einen solchen Heidenschreck ein, daß er nie wieder wagt, mich zu ignorieren.“

Er hält mit einem Ruck, wenn das Pferd es nicht erwartet. Er stampft mit dem Bein, rammt den Absatz in den Boden, pumpt mit den Armen, reißt die Schultern hoch und bläst sich vor dem Pferd auf. „Das ist die Sprache, die freche Pferde verstehen. Sie können dabei einen solchen heilsamen Schreck bekommen, daß sie in die Knie gehen.“ Das klingt drastisch, ist aber bei verdorbenen Pferden die einzige Chace zur Korrektur.

Bei empfindsameren Naturen reicht es, sie folgen und stoppen zu lassen. „Ich gehe vor dem Pferd her, stoppe, gehe wieder los“, beschreibt Pfister. „Sowie es nicht reagiert, werde ich deutlicher, mache mich also wieder groß.“ Diese Reaktion, die das Pferd auf den Menschen aufmerksam macht, ist immer gleich, egal ob es drängelt, bummelt oder die Welt besieht. Nur dadurch nimmt es ihn ernst; nur dann gehorcht es.

Sitzt das Stoppen, lernt es die Wiege: Führen-Stoppen-Rückwärtsgehen-Führen. „Stoppt das Pferd auf Kommando, geht es zurück. Ich mache mich wieder groß, bedrohe es und gehen mit großen Schritten rückwärts auf es zu.“ Pfister rät zum Zaun, weil er den Spielraum des Pferds zur Seite begrenzt. „Das ist fast magisch, wie aufmüpfige Pferde plötzlich entspannen, auf meine Kommandos warten und richtig erleichtert sind, weil sie endlich wissen, wo sie hingehören“, beschreibt er.

Klappen diese Übungen, bekommen Sie den Gehorsam beim Traben (oder Spezialgang) geschenkt: Das Pferd achtet nun so penibel auf Sie, daß es Ihre Bewegungen spiegelt. Signale über Halfter oder Trense sind nicht mehr nötig. Das Pferd ist erzogen.

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Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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Stresstest mit Luftballons

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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Wolschendorf
GHP-Hindernis Nr. 2 „Aufsteigende Luftballons hinter der Hecke“.

Angriffslustige Luftballons verwandeln den gepflegtesten Ausritt in eine wilde Hatz, weil sie Pferden Panikattacken bescheren. Dabei stehen Luftballons stellvertretend für die Schrecken, die hinter Hecken, Büschen oder in Schrebergärten lauern. Das simuliert das GHP-Hindernis „Aufsteigende Luftballons hinter der Hecke“.

Fürs Training brauchen Sie zwei Hindernisständer und eine Stange, über die Sie eine Decke hängen – fertig ist die Hecke. Dahinter kauert ein Helfer, der plötzlich Luftballons hochhält. Je öfter Sie üben, desto gelassener wird Ihr Pferd. Weil es lernt, daß ihm an Ihrer Seite nichts passiert, bleibt es später auch in Situationen ruhig, in denen Schrecken wie Plastiktüten, Singvögel oder Schatten auftauchen.

Trainingsausrüstung: Halfter (am besten ein Knotenhalfter), Führstrick, feste Schuhe, Handschuhe. Damit sich Ihr Pferd nicht beim ersten Mal halbtot erschreckt und losreißt, gewöhnen Sie es in homöpathischen Dosen an die Ballons: Erst zeigt ein Helfer dem Pferd die (unbeweglichen) Ballons. Anschließend führen Sie das Pferd vorbei.

Sowie es ruhig bleibt, steigern Sie die Anforderungen: Rappeln Sie ein wenig mit den Ballons, berühren Sie das Pferd damit, führen Sie es so dicht wie möglich daran vorbei. Der Ballonrappler sollte dabei immer auf der Seite stehen, auf der Sie führen. So kann das Pferd Sie nicht über den Haufen rempeln, falls es sich erschreckt und zur Seite springt.

In der GHP – an der auch unerfahrene Pferde teilnehmen – sind daher alle
Schreck-Hindernisse so aufgebaut, daß sie auf der linken Pferdeseite liegen. Ziel ist natürlich, ein Pferd gleichmäßig von beiden Seiten an Schrekken zu gewöhnen. „Wiederholung ist das Zauberwort, wenn man ein instinktives Verhalten nach den eigenen Wünschen beeinflussen möchte“, sagt der Ausbilder Peter Pfister. „Immer wieder muß das Tier die Erfahrung machen, daß ihm in einer neuen Situation keine Gefahr droht.“ Und daß es dem Menschen vertrauen kann, der ihm signalisiert: Alles in Ordnung.

Auch Pfister legt Wert darauf, die Pferde nicht plötzlich mit den Luftballons zu überfallen. „Langsam anfangen“, rät er. „Als erstes zeige ich dem Pferd die Ballons. Von seiner Reaktion hängt dann das weitere Vorgehen ab.“ Bleibt der Kandidat gelassen und schaut neugierig, können Sie ihn mit den Ballons berühren. Regt sich das Pferd auf, verstecken Sie die Ballons und beruhigen das Pferd. Was Sie ihm dabei erzählen, ist egal, Hauptsache Sie bleiben gelassen und lassen sich durch Hibbelei nicht einschüchtern.

Das wiederholen Sie, bis Sie einen – und sei es noch so kleinen – Fortschritt bei der Gelassenheit erkennen. Dann loben Sie ausgiebig und geben dem Pferd frei. Entscheidend ist das richtige Timing: Wenn das Pferd ein kleines Tänzchen veranstaltet und der erfolgreich eingeschüchterte Trainer die Übung daraufhin abbricht, ist der Nutzen dahin. Das Pferd lernt nicht Gelassenheit; es lernt, daß Aufsässigkeit belohnt wird.

Das Potential der bunten Blasen ist enorm, weil sie Pferde auch an einen plötzlichen Knall gewöhnen – Schreckgeräusche ähnlich denen einer
Fehlzündung oder einem Jet, der durch die Schallmauer kracht. „In meinem Showprogramm gehen die Pferde über eine Wippe, die mit Luftballons geschmückt ist“, erzählt Pfister. „Da trifft regelmäßig Huf auf Ballon. Dann knallt’s eben.“ Zum Üben zieht Pfister im Training einen Luftballon aus der Tasche, bläst ihn auf und zeigt ihn dem Pferd. Dann läßt er ihn fliegen. Bleibt das Pferd gelassen, wenn so ein Ding fauchend kreuz und quer saust, geht Pfister einen Schritt weiter. „Ich stelle meinen Fuß auf den Ballon und laß ihn platzen. Als nächstes plaziere ich den Ballon unter
dem Huf.“

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Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

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Intelligenz: Wie clever ist Ihr Pferd? Machen Sie den Test

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Training: So lernt Ihr Pferd apportieren

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Flatterband und Tonnen

Gelassenheitsprüfung: Bleibt Ihr Pferd cool? Die GHP als Test für alle Rassen

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Wolschendorf
Zitter-Partie: viel Plastik und Seile.

Kann Ihr Pferd staksen wie ein Storch und stets die goldene Mitte halten? Beides hilft ihm, die Hindernisse Stangenkreuz und Flatterband-Müllpassage der Gelassenheitsprüfung (GHP) zu meistern. Beide Stationen prüfen unterschiedliche Fähigkeiten. Beim Stangenkreuz darf das Pferd weder hastig voranstürmen noch nachlässig über die Stangen poltern und mit ihnen Mikado spielen. Auch ein erschreckter Sprung oder übertriebenes Hochreißen der Beine gelten als Zeichen mangelnder Gelassenheit.

Bei der diesen Hinderissen soll sich Ihr Pferd manierlich zwischen den fliegenden Fetzen auf der linken und einer Reihe unheimlicher Mülltonnen auf der rechten Seite bewegen. Damit Ihr Pferd Sie irgendwann perfekt kreuzweise kann, üben Sie zunächst mit einer einzelnen Stange. Die darf es beschnuppern, belecken und – falls Sie es erlauben – anfressen. Nathalie Penquitt, Ausbilderin aus Engeln bei Bremen, setzt schon bei dieser scheinbar simplen Übung auf ständige Kontrolle über alle Bewegungen des Pferds. „Nach jedem Bein, das über die Stange gesetzt wird, halte ich das Pferd an. Es soll nicht drüberstürzen, sondern sich steuern lassen.“

„Nicht zu unsanft bremsen. Sie wollen das Pferd ja nicht dafür bestrafen, daß es über die Stange geht“, warnt Ausbilderin Penquitt. Genau das passiert aber, wenn das Pferd halten soll, ohne das Halte-Kommando zu kennen oder zu respektieren: Der Mensch wird grob und ruckt und zieht. Das Pferd kann aber nicht gleichzeitig zwei Dinge lernen (über die Stange gehen, Kommando „Halt“). Statt dessen verknüpft sein Hirn in bester Pferdelogik „Stange treten = Strafe“.

Wenn Sie Ihr Pferd vor, über und nach der Stange nicht anhalten können, müssen Sie daher einen Schritt in der Ausbildung zurückgehen und Halten üben. Damit es gar nicht erst zum Tauziehen kommt – schließlich testet auch ein manierliches Pferd immer wieder seine Grenzen – taugt als Trainings-Ausrüstung ein Halfter, mit dem Sie Ihrem Pferd klare Hilfen geben können, die es respektiert. Gut sind Knoten- oder Trainingshalfter; ungeeignet sind breite Leder- oder Nylonhalfter, weil sie jede Hilfe harmlos verschlucken und Ihr Pferd zur Sturheit erziehen.

Pferde, die immer wieder über Stangen hopsen statt manierlich zu schreiten, lassen Sie getrost hopsen – irgendwann verlieren sie von selbst die Lust. „Das ist so anstrengend, daß sie es bald bleibenlassen“, hat Penquitt beobachtet. Sowie Ihr Pferd kapiert und folgt, spendieren Sie ihm Lob. Damit die Stangen nicht rollen, sichern Sie sie mit Ziegelsteinen. „Im Stangenkreuz achte ich darauf, mit wievielen Schritten mein Pferd durch das Hindernis geht“, sagt Nathalie Penquitt. „Dann kann ich mein eigenes Tempo so anpassen, daß ich das Pferd weder bremse noch hinter mir herziehe.“

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