CAVALLO-Test: Wie verträglich sind Stallmatten?

Geruch kann auf PAK hinweisen

„Manche Hersteller strecken teuren Kautschuk zum Teil durch Füllmittel wie Ton oder Kaolin, um Produktionskosten zu sparen“, sagt Andreas Metzger. Dadurch kann der Gummi hart und spröde werden.
Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Stallmatten im Test

In vielen Paddock- und Boxenmatten befinden sich PAKs. Wie gefährlich sie fürs Pferd sind, ist noch unklar.

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„Das lässt sich durch die Zugabe
von Mineralölen ausgleichen. Schlimmstenfalls sind das schwer mit PAK belastete ­Teeröle oder mit Teeröl gestreckte Mineralöle.“ Aber auch Industrieruße enthalten PAK. Solche Ruße werden Gummi- und Kunststoffprodukten häufig als Schwarzpigment beigegeben. Aufgenommen werden PAKs über verunreinigte Nahrung, Wasser und Luft. Da sie zudem gut fettlöslich sind, können sie sich auch aus Gummiteilen ­herauslösen und über die Haut in den Körper gelangen. Einige PAKs stehen im Verdacht, das Erbgut zu schädigen, manche gelten als krebserregend wie ­beispielsweise Benzo[a]pyren.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stufte Benzo[a]pyren im Jahr 2005 als krebserregend bei Menschen ein. Grundlage waren Versuche mit Mäusen, Ratten, Enten, ­Hasen und Affen, die durch den Stoff Lungen- oder Hauttumore entwickelten.

29.03.2010
Autor: John Patrick Mikisch
© CAVALLO
Ausgabe 04/2010