Freiarbeit fürs Reiten

3. Freiarbeit für die Anlehnung

Foto: Lisa Rädlein

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Die beim Reiten aus der Anlehnung folgende Selbsthaltung lässt sich auch frei trainieren.

Lösende Übungen wie das Schenkelweichen oder versammelnde wie das Schulterherein und Volten (mehr zu gebogenen Linien auf der Unterseite "Geraderichtung") sorgen in der Freiarbeit häufig dafür, dass das Pferd von alleine in eine schöne Selbsthaltung kommt.

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Signal zum Nachgeben einüben

Gibt das Pferd nicht von selbst im Genick nach, können Sie ihm ein Signal beibringen. Das Pferd steht dazu zunächst mit Halfter und Strick am Zaun. Sie stehen auf seiner Augenhöhe ihm zugewandt. In der vorderen Hand halten Sie eine Gerte, in der hinteren eine Bogenpeitsche. Die Peitsche zeigt auf den inneren Hinterhuf und treibt sanft vorwärts, wenn das Pferd rückwärtsgehen möchte. Beginnen Sie nun, mit der vorderen Hand leichten Druck auf die Pferdenase auszuüben. Gibt das Pferd minimal nach, nehmen Sie den Druck sofort weg. Senkt es bei den ersten Malen den Kopf etwas, ist das nicht schlimm. Später geben Sie einen Impuls am Strick nach oben.

Hat das Pferd verstanden, legen Sie gleichzeitig mit dem Impuls durch Ihre Hand vorsichtig die Gerte auf den Nasenrücken auf. Reagiert das Pferd, nehmen Sie diese weg. Oft reicht es später in der Bewegung, Gerte oder Hand Richtung Nasenrücken zeigen zu lassen oder davorzuhalten.

Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Auf die klassische Tour

Die Gerte mit etwas Abstand zur Nase als Signal zum Nachgeben, hier auf einer gebogenen Linie.

24.12.2018
Autor: Natalie Steinmann
© CAVALLO
Ausgabe 12/2018