CAV Equikinetic Michael Geitner 1 Lisa Rädlein

Mit Equikinetic werden Pferde fit und gesund

Equikinetic - für jedes Pferd

Von der Gasse in die Piaffe: Mit Equikinetic werden Pferde fit und geschickt – vom Youngster bis zum Dressurpferd. So funktioniert die Methode.

Achtung, hier kommt ein Märchen: Trainieren Sie Ihr Pferd zwei- oder dreimal pro Woche eine halbe Stunde, und schon wachsen seine Muskeln. Und ganz nebenbei wird Ihr Vierbeiner auch noch geschickter, geschmeidiger und cooler.

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Als Michael Geitner der CAVALLO-Redaktion Mitte 2013 erstmals von seinem neuen Intervall-Training an der Longe erzählte, klang das fast zu schön, um wahr zu sein. Also machten wir die Probe aufs Exempel. Mehr als 20 Reiter in München und Stuttgart prüften die „Equikinetic“ auf Herz und Nieren. Über das Ergebnis berichtete unser Top-Thema im Februar 2014: enorme Fortschritte bei den meisten Pferden, nachgewiesen durch Tierarzt- und Gewichts-Kontrolle.

Seither haben viele Reiter das Training bei Kursen gelernt oder in Eigenregie getestet. Michael Geitner und seine Trainer-Kollegin Alexandra Schmid haben die Methode weiter verfeinert, perfektioniert und sich mit vielen Pferde-Profis ausgetauscht. Unter anderem auch mit Dressur-Ausbilder Horst Becker und seine Partnerin Leonie Bühlmann. Beim Seminar für Geitners Instruktoren in Beckers „Haus der Dressur“ bei Münster entstand der Slogan „Aus der Gasse in die Piaffe“. Warum? „Wir haben festgestellt, dass Pferde auf jedem reiterlichen Niveau von der Equikinetic erkennbar profitieren“, sagt Michael Geitner. Bei Jungpferden, Reha- und Freizeit-Pferden legt Equikinetic die nötigen Grundlagen an Kraft, Koordination und Gelassenheit für den anspruchsvollen Reitpferde-Job. „Fortgeschrittene Pferde hält das Training stark und geschmeidig und sorgt für Abwechslung“, ergänzt Horst Becker.

Zum bewährten Training mit Reiten, Rückenschule an der Longe, Doppellonge und klassischer Handarbeit kombiniert der Ausbilder je nach Alter und Stand der Pferde Equikinetic und Elemente der Dual-Aktivierung. „Damit werden die Pferde vielseitig gefördert und optimal auf die Dressur vorbereitet.“ Das Ergebnis ist ein Stall voller starker, geschmeidiger und zufriedener Pferde. Beckers Tiere beweisen: Fitte Pferde fühlen sich wohler. Sie wollen, dass dieses Wohlfühl-Märchen auch für Ihr Pferd wahr wird? Dann probieren Sie es aus!

So funktioniert die Equikinetic

Equikinetic wirkt umso besser, je regelmäßiger Sie trainieren. Einmal pro Woche ist Minimum. Eine solide Grund-Fitness erreichen Sie in 2 bis 3 Monaten bei 2- bis 3-mal Training pro Woche. Nach der Equikinetic brauchen Muskeln einen Tag Ruhe, um zu wachsen (Spaziergang, Weide, lockeres Reiten). Equikinetic ist mental und körperlich sehr anstrengend! Überfordern Sie Ihr Pferd also nicht. Den Trainingsstand halten Sie mit einmal Equikinetic alle 7 bis 10 Tage.

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Michael Geitner Equikinetic

So bauen Sie die Quadratvolte auf

Acht Schaumstoffstangen bilden eine Quadratvolte aus Gassen. Der Durchmesser beträgt fürs Pferd etwa 8 Meter (etwas weniger als in unserem Versuch 2013/2014). Aufbau: Von der Mitte (Pylon) legen Sie 4 Schaumstoffstangen als Kreuz aus. Am Ende der Stangen je eine weitere Stange quer legen. Das sind die Innenkanten der Gassen. Die anderen Stangen legen Sie parallel zu einer etwa 1,5 Meter breiten Gasse. Die äußeren Stangen können Sie durch jeweils drei Pylonen ersetzen.

Varianten: Schert die Hinterhand aus, Gassen enger legen und Tempo verringern. Driftet das Pferd in Ecken stark nach innen oder außen, die Ecken mit Pylonen begrenzen.

So lassen Sie Ihr Pferd in den Gassen gehen

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Michael Geitner Equikinetic

Wärmen Sie Ihr Pferd 10 bis 15 Minuten im Schritt auf. In der Arbeitsphase sollte das innere Pferdeohr konstant Ihnen zugewandt sein. In jeder Pause wird die Hand gewechselt. Bis zum Start der nächsten Phase lassen Sie die Longe lang. Ihr Pferd darf gehen, wie es will, solange es in den Gassen bleibt.

Tempo: Takt ist immer wichtiger als Tempo. Vor allem im Trab gilt: lieber langsam machen. Damit im Schritt die Muskeln gut arbeiten, ist jedoch ein kräftiger Viertakt nötig. Der liegt in der Regel etwas über dem vom Pferd selbst gewählten Komforttempo und kann sich bis zum starken Schritt steigern.

Stellung: Während der gesamten Arbeitsphase muss das Pferd die Stellung halten. Das fällt vielen Pferden schwer. Von vorn betrachtet sollte eine senkrechte Linie vom äußeren Pferdeauge aus vor der Brust verlaufen. Beim Pferd auf dem linken Foto stimmt die Kopfposition. Es müsste sich aber besser im Genick runden, anstatt den in sich relativ geraden Hals am Widerrist abzuknicken. Verläuft die Linie vom äußeren Auge innen von der Pferdebrust zum Boden, ist das Pferd überstellt (Foto rechts).

Biegung: Wo landet der äußere Hinterfuß? Biegt sich ein Pferd in einer Wendung korrekt, tritt der äußere Hinterfuß auf dieselbe Linie wie der äußere Vorderhuf. Landet der Hinterhuf außen neben dem Abdruck des Vorderhufs, schert die Hinterhand aus. Das Pferd ist entweder zu schnell oder zu stark gestellt.

So führen Sie die Longe

Ausrüstung: Longe ohne schweren Haken, Peitsche (ca. 1,40-1,60 m), Kappzaum. Mit Halfter oder Trense können Sie nicht korrekt stellen.

Position: Der Mensch geht mit, etwa auf Schulter höhe des Pferds oder etwas weiter hinten. Im Schritt bleiben Sie relativ nah am Pferd (ca. 1-2 Meter Abstand), im Trab weiter weg. Die Hand, die zum Pferdekopf zeigt, führt die Longe und stellt das Pferd, die andere hält Longenrest und Peitsche. Macht der Mensch bewusst große Schritte, ver längert dadurch oft auch das Pferd seine Schritte.

Buchtipp

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Hersteller
Michael Geitner Equikinetic

„Equikinetic – Pferde effektiv longieren“ von Michael Geitner und Alexandra Schmid, 160 Seiten, 24,90 Euro, Müller Rüschlikon, ISBN 9783275020096

So steigern Sie das Training

Jedes Pferd startet auf Stufe 1. Wiederholen Sie die ersten drei Trainingsstufen jeweils mindestens dreimal, bevor Sie steigern. Wichtig: Die Stufen sind keine Wochenangaben. Jede Stufe dauert so lange, wie das Pferd braucht. Steigern Sie erst, wenn Ihr Pferd die vorige Stufe ohne Ermüdungsanzeichen bewältigt und sich die Atmung etwa zehn Minuten nach der Arbeit norma lisiert (acht bis 14 Atem züge pro Minute).

Dreieck und Quergassen erhöhen die Anforderung. Das Pferd muss vor allem die Hinterbeine aktiver heben. Diese sollten Sie erst einbauen, wenn Ihr Pferd Stufe 5 locker schafft. Legen Sie höchstens in zwei Ecken des Quadrats Hindernisse, sonst droht Überforderung.

Training verringern: Wenn das Pferd müde wird (es fußt schlechter, verwirft sich im Genick, wird eilig oder träge, stolpert oder bockt), beenden Sie das aktuelle Training sofort. Wählen Sie beim nächsten Mal eine niedrigere Stufe. Je nach Tagesform des Pferds können Sie zwischen den Stufen wechseln. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, fordern Sie lieber weniger als zu viel.

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Lusitano-Hengst Fuego ist 5 Jahre alt und fit genug für Hindernisse in der Quadratvolte.

Das sind die Trainingszeiten

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CAVALLO
Michael Geitner Equikinetic

Die Intervalle sind der Clou der Equikinetic. Für optimale Trainingsreize müssen sie exakt eingehalten werden. Zwischen den Arbeitsphasen bekommt das Pferd 30 Sekunden Pause, in denen es die Richtung wechselt und ansonsten Schritt geht. Die sieben Trainingsstufen sind eine grobe Empfehlung und können nach Bedarf individuell abge wandelt werden. Wenn kein Helfer die Zeiten ansagt, nutzen Sie den Gymboss-Timer oder eine Smartphone-App, etwa „Men’s Health Fitness Timer“ (iPhone), „Impetus Interval Timer“ (Android).

Die CAVALLO-Experten

CAV Equikinetic Michael Geitner Alexandra Schmid und Michael Geitner
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Alexandra Schmid & Michael Geitner

Die Pferdetrainer Alexandra Schmid und Michael Geitner arbeiten seit 2008 zusammen und entwickelten auch die Equikinetic gemeinsam.
www.pferdetraining-allgaeu.de, www.pferde-ausbildung.de

Kraft für Einsteiger

Der klassische Freizeit-Kumpel: Gelände, Dressur, Cavaletti, Trail und vieles mehr – Freizeitpferde haben oft ein volles Programm. Je fitter sie sind, umso leichter bewältigen sie ihren anspruchsvollen Job.

Trainings-Empfehlung: Beginnen Sie auf Stufe 1 mit vier Arbeitsphasen im Schritt, bevor Sie Ihr Pferd die letzten vier Arbeitsphasen traben lassen. Fällt dem Pferd der Trab noch schwer, arbeiten Sie einige Male nur im Schritt, bevor Sie es wieder mit Trab probieren.

Herausforderungen: Die Pferde müssen sich korrekt im Genick stellen und dürfen weder mit der Hinterhand ausweichen noch auf die innere Schulter fallen. Das passiert meist aus Überforderung. Wird Ihr Pferd in der letzten Trainings-Hälfte widersetzlich, ist es wahrscheinlich schlicht müde. Beenden Sie das Training sofort und verlangen Sie beim nächsten Mal weniger.

Kommt es zwischendurch zu kurzen Irritationen (Angaloppieren, Stoppen, Gassen verlassen), bleiben Sie ruhig und machen Sie einfach weiter im Programm. Ist Ihr Pferd von Anfang an widersetzlich, sollten Sie einen Tierarzt oder Trainer zu Rate ziehen, um mögliche Ursachen für das Verhalten Ihres Pferds abzuklären. Auch das Handling von Longe und Peitsche ist knifflig. Wenn die Handwechsel noch nicht in 30 Sekunden klappen, machen Sie anfangs 45 Sekunden Pause.

Begleitendes Training: Für eine optimale Fitness-Basis empfiehlt Michael Geitner pro Woche zweimal Equikinetic und zweimal gerittene Dual-Aktivierung. Dabei überwinden Pferde blau-gelbe Hindernisse aus Schaumstoffstangen und Pylonen. Ideen lieferte zum Beispiel das CAVALLO-Top-Thema vom April 2012. Um gewonnene Muskeln und Koordination zu erhalten, reicht dann einmal Equikinetic alle 10 Tage.

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Haflinger „Nash“ ist 8 Jahre alt. Dem Wallach fällt es schwer, sich in der Quadratvolte korrekt zu biegen.

Kranke Pferde fit machen

Der sensible Patient: Verletzt, schwach, chronisch krank oder einfach alt: Viele Pferde mit Bewegungseinschränkungen finden mit der Equikinetic schneller zurück zur alten Form als mit anderen Methoden.

Trainings-Empfehlung: Reha-Pferde, die vom Tierarzt das „Go“ zum Wiederaufbau haben, sollten Equikinetic im Schritt machen. Starten Sie mit vier Arbeitsphasen à 30 Sekunden und 45 Sekunden Pause.

Steigern Sie sehr langsam und vorsichtig. „Je nach Zustand kann es Monate dauern, bis ein Pferd achtmal eine Minute im Trab schafft. Erst dann ist es kein Reha-Pferd mehr“, sagt Michael Geitner.

Herausforderungen: Die richtige Trainingsintensität ist der Schlüssel zum Erfolg. Beobachten Sie Ihr Pferd genau: Schafft es die Arbeit gut oder zeigt es Unwohlsein, schlägt es mit dem Kopf oder Schweif oder wird es unruhig? Dann war die abgefragte Leistung noch zu viel. Stellen Sie vorsichtig: „Anfangs reicht eine minimale Innenstellung bei ruhigem Tempo“, sagt Michael Geitner. „Wer zu stark stellt oder zu viel Tempo fordert, blockiert den Fortschritt. Viele Patienten sind steif und müssen ihren Körper erst langsam wieder in Schwung bringen.“

Besonders heikel ist der Übergang zur Trabarbeit, weil die Quadratvolte sehr eng ist. Schleichen Sie sich ganz langsam mit wenigen Sekunden pro Arbeitseinheit ein. Lassen Sie Ihr Pferd nur traben, wenn es den Trab anbietet, gelassen und taktmäßig trabt und nach dem Training keine Steifheit, Müdigkeit oder Verschlechterung im Bewegungsablauf zeigt.

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Warmblut Bolero hat nach sechs Monaten Reha bei Horst Becker starke Muskeln.

Training für Jungpferde

Das Jungpferd: Je stärker und geschickter ein Pferd ist, wenn erstmals ein Reiter auf seinen Rücken steigt, umso leichter kann es das Gewicht ausbalancieren und tragen. Ein sinnvoller Aufbau verhindert schlechte Erfahrungen und Gesundheitsprobleme.

Trainings-Empfehlung: Machen Sie anfangs nicht öfter als zweimal in der Woche Equikinetic. Starten Sie mit achtmal einer Minute Arbeit im Schritt, und steigern Sie langsam. „Bis zum Anreiten darf gerne ein Jahr vergehen“, findet Michael Geitner. Schafft ein Pferd acht Minuten im Trab, können Sie zur Arbeit einen Sattel auflegen. „In den Gassen fällt es vielen Pferden leichter, sich mit dem komischen Ding auf dem Rücken gelassen zu bewegen“, hat Geitners Co-Trainerin Alexandra Schmid festgestellt.

Herausforderungen: Junge Pferde müssen lernen, sich zu konzentrieren, müssen Muskeln aufbauen und lernen, sich gesund zu koordinieren. Um Sehnen, Bänder und Gelenke zu schonen und vorzeitigen Verschleiß zu verhindern, ist es beim Jungpferd besonders wichtig, es nie zu überfordern. Nehmen Sie deshalb jede Irritation im Training ernst. Junge Pferde sind oft viel früher erschöpft, als ihre Besitzer glauben.

Begleitendes Training: In kurzen Arbeitseinheiten legt Dressur-Trainer Horst Becker weitere wichtige Grundlagen. „Ein junges Pferde lernt zuerst das Longen-ABC. So bauen wir eine Beziehung auf und vermitteln ihm die Grundlagen von Vertrauen und Gehorsam.“ Später lässt Becker die Pferde an der Hand seitlich übertreten, um Lende und Rücken noch mehr zu mobilisieren und die Bauchmuskulatur zu stärken. Die Kraft fürs Reiten fördert Becker zudem mit Galopp-Arbeit an der Longe und Doppellonge.

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Lusitano-Hengst Armani (4) lockert beim Übertreten die Lende und stärkt zugleich die Hinterhand.

Für Dressurpferde

Das solide Dressurpferd: Ihr Pferd ist gesund, erwachsen und gut im Training. Takt, Losgelassenheit, Anlehnung und eine korrekte Biegung beim Reiten sind für Sie selbstverständlich. Ihr Pferd beherrscht Seitengänge im Schritt und Trab und ist auf dem Weg in die Versammlung. Dafür braucht es viel Kraft und muss geschmeidig bleiben. Bei beidem hilft Equikinetic.

Trainings-Empfehlung: Stufe 3, also zwölfmal eine Minute im Trab, sollte spontan gelingen. Ist die Stufe 5 erreicht, können Sie in den Ecken Hindernisse einbauen. „Querstange und Dreieck fordern nochmal eine ganz neue Koordination von Vor- und Hinterhand und zwingen das Pferd, die Hinterbeine höher anzuheben. Beides lässt Muskeln weiter wachsen.“

Geitner empfiehlt für gut trainierte Pferde ein- bis zweimal Equikinetic pro Woche. Oder einmal Equikinetic plus einmal gerittene Dual-Aktivierung.

Herausforderungen: „Manche Pferde können zwar Seitengänge und Co., aber ihnen fehlt trotzdem Kraft und Koordination“, sagt Michael Geitner. Schafft ein Pferd die 12 Trab-Phasen nicht auf Anhieb, müssen Sie die Anforderungen senken (weniger Arbeitsphasen fordern, evtl. erst im Schritt). So holen Sie fehlende Grundlagen nach und lösen manches Rittigkeits-Problem.

Begleitendes Training: Horst Becker und Leonie Bühlmann integrieren auch beim Reiten Hindernisse aus Schaumstoffstangen und Pylonen: Die Ausbilder fördern so Konzentration, Koordination und Vertrauen. „Mit Übertreten, Schulterherein, Travers und Renvers lösen und stärken wir unsere Pferde und festigen die diagonale Hilfengebung. Mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel zu reiten, ist die Basis für eine solide Geraderichtung und damit Grundlage für alle weiteren Fortschritte.“ Ansonsten liegt der Fokus auf dem Training von Kraft und Ausdauer.

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Lusitano-Hengst Fuego ist 5 Jahre alt und fit genug für Hindernisse in der Quadratvolte.

Herausforderungen für Top-Athleten

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Bogavante piaffiert in der Gasse. Je enger die Gasse, umso besser muss seine Balance sein.

Das fortgeschrittene Dressur-Pferd: Auch wenn Pferde schon Piaffe, Passage und Pirouetten beherrschen, kann ihnen Equikinetic nützen. Das Training hält den Körper lange geschmeidig und stark.

Trainings-Empfehlung: Auch für weit ausgebildete Pferde gilt: ein- bis zweimal Equikinetic in der Woche erhalten die Fitness. Stufe 3 oder mehr sollte problemlos möglich sein. Die Arbeit macht Spaß und sorgt für mehr Motivation.

Herausforderungen: Selbst auf diesem Niveau sind manche Pferde nicht so stark und geschmeidig, wie sie es sein sollten. Equikinetic bringt Schwächen ans Licht und hilft gleichzeitig, sie zu beseitigen.

Begleitendes Training: Spitzen-Pferde können für brillante Lektionen gar nicht stark und geschmeidig genug sein. Bei Horst Becker und Leonie Bühlmann absolvieren auch die Viereck-Artisten ein breites Programm aus Reiten, Longen- und Bodenarbeit sowie Geländeritten. Dabei knüpft Becker auch an die Equikinetic an. „Wir nutzen die Gassen zum Beispiel, um die Piaffe zu verfeinern“, schildert der Trainer. „In der Enge ist es für Pferde oft viel schwieriger, sich auszubalancieren als frei in der Bahn oder an der Bande.“

Bodenhindernisse aus Stangen oder Pylonen erweitern den Horizont der Pferde und fördern ihr Selbstbewusstsein. Und sie verbessern einzelne Lektionen: „Reite ich etwa direkt aus der Traversale geradeaus durch eine Gasse, fällt es dem Pferd viel leichter, korrekt aus dem Seitengang auf die Gerade zu wechseln“, sagt Leonie Bühlmann.

Meinungen zur Equikinetic

Barbara Böke: Die CAVALLO-Redakteurin trainiert mit ihrem Pferd Chicco seit dem CAVALLO-Experiment im Herbst 2013 mit der Equikinetic. Ihr 1,80-Meter-Wallach wurde deutlich beweglicher. „Er lief geschmeidiger und reagierte besser auf die Hilfen.“ Geitners Gassen-Training nutzt sie seither immer, wenn ihr Pferd etwas steifer wird. „Mit Equikinetic bekomme ich ihn schneller locker als übers Dressurtraining. Und Chicco macht das richtig Spaß.“

CAV Barbara Böke
Rädlein
Barbara Böke

Melanie Tschöpe

CAV Equikinetic Michael Geitner Melanie Tschöpe
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Melanie Tschöpe

Seit gut anderthalb Jahren nutzt CAVALLO-Redakteurin Melanie Tschöpe die Methode und gibt sie auch an Freunde und Bekannte weiter. Sie ist immer noch begeistert. „Ich glaube, Reiter können mit keiner anderen Methode so effektiv und schnell derart gute Trainings-Erfolge erzielen wie mit Equikinetic.“ Der einzige Nachteil bisher: „Bei einer Freundin muss derzeit alle zwei Monate der Sattler kommen, ihre Stute wird immer breiter im Kreuz.“

„Die perfekte Basis für starke und gelassene Dressur-Pferde“„

CAV Equikinetic Michael Geitner Horst Becker und Leonie Bühlmann
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Horst Becker und Leonie Bühlmann

Horst Becker und Leonie Bühlmann bieten in ihrem “Haus der Dressur„ im westfälischen Münster Unterricht, Seminare und Beritt in klassischer Dressur an. Der Hof ist auch die deutsche Niederlassung des spanischen Lusitano-Gestüts La Perla. “Equinetic ergänzt unser tägliches Training mittlerweile sehr schön„, sagt Horst Becker. “Wir freuen uns sehr, dass unsere Freundschaft mit Michael Geitner und Alexandra Schmid nun auch unsere Arbeit betrifft. Wir haben viele Gemeinsamkeiten entdeckt und gemerkt, dass sich unser Training perfekt ergänzt.„

Kontakt: www.horstbecker.com

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