Reiter profitieren vom Pferdewechsel - Tipps vom Pferde-Profi

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Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Pferdetausch

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Ivan ist ein zehn jähriger Friesen-Wallach. Ivan ist ein braves, ausgeglichenes Pferd. Er wurde bisher vor allem im Gelände geritten.
Access Hero alias Merlin ist ein 14 Jahre alter Traber, der früher Rennen lief. Der Traber ist sehr sensibel und neigt bei zu viel Druck zum Rennen.
Haflinger Merlin ist 19 Jahre alt und wurde früher Western geritten. Merlin ist ein gelassener Typ. Unterm Sattel ist er fleißig und durchaus flott unterwegs.

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Mehr Mut zum Durchgreifen: "Es war gut zu sehen, dass mein Pferd nicht gleich durchgeht, wenn man ihn pariert oder mit mehr Schenkeleinsatz reitet", findet Traber-Besitzerin Jessica Becker. "Das hätte ich mich nicht getraut, weil ich befürchtet hätte, dass er noch mehr ins Rennen kommt. Offenbar lässt er sich so aber regulieren, selbst wenn er losprescht wie bei Anett."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Dosierter Zügel: "Anetts Beispiel zeigt auch, wie gut das Pferd auf dosiertes Annehmen und Nachgeben des Zügels reagiert", sagt Jessica Becker.

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Gute Kontrolle: "Der Traber hat Feuer unterm Hintern. Durch Volten sowie kleine Zirkel und Achten ließ er sich aber gut regulieren", sagt Susanne Unger. "Das nahm Geschwindigkeit aus dem Pferd. Die Übungen in Außenstellung, etwa Volten und das Konterschulterherein, sind super für die Balance. Das Pferd hat immer motiviert mitgemacht. So macht Reiten Spaß."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Tempo rausnehmen: "Dass ich bei einem Pferd, das loslegen will, die Zügel hingeben muss, war für mich schwierig", gesteht Anett Pauker. "Um so toller war die Erfahrung, dass es dann tatsächlich ruhiger und langsamer wird. Der Traber ist außerdem sehr feinfühlig. Das zwingt einen, Hilfen ganz bewusst und dosiert einzusetzen."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Tiefer sitzen: "Bisher neigte ich dazu, nach vorne zu sitzen, um meinen Traber zu entlasten", erzählt Jessica Becker. "Beim schwungvollen Friesen musste ich mich viel stärker ins Pferd setzen. Dieses Gefühl möchte ich mitnehmen."
Balance schulen: "Der Friese kann sich noch nicht so biegen und ausbalancieren. Er kompensiert das mit Geschwindigkeit. Ein Grund mehr, das eigene Pferd zu gymnastizieren."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Vom Zuschauen lernen: "Es war interessant zu sehen, wie der Friese bei den anderen Reiterinnen geht und ebenfalls Probleme mit dem Linksgalopp hat", sagt Susanne Unger. "Ein Zeichen dafür, dass er nicht richtig ausbalanciert ist. Die Übungen in Außenstellung sowie Übergänge in kurzen Reprisen sind ein guter Ansatz, um Gleichgewicht zu trainieren."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Alles eine Sache der Haltung: "Dass meine Körperhaltung nicht richtig ist, war mir vorher nie besonders aufgefallen", sagt Ivans Besitzerin Anett Pauker. Erst das Zusehen bei den anderen Reiterinnen und die Korrektur durch Thomas Heumann zeigten mir, dass ich nicht richtig gerade sitze und die Schultern einrolle."
Konter für die Balance: "Meinen Friesen habe ich bisher hauptsächlich im Gelände geritten. Dressur machen wir erst seit einem halben Jahr", sagt Anett Pauker. "Er ist noch nicht wirklich ausbalanciert, das macht sich unter anderem darin bemerkbar, dass er im Linksgalopp auf der falschen Seite angaloppiert. Die Übungen in Konterstellung haben sehr geholfen, das Problem zu beheben. Jessica ist das besonders gut gelungen."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

In der Ruhe liegt die Kraft: "Ich muss geduldiger werden, das habe ich bei den anderen Reiterinnen gesehen", gibt Haflinger-Besitzerin Susanne Unger zu. "Mein eigener innerer Druck hat sich aufs Pferd übertragen."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Antrieb für die Hinterhand: "Aus dem Rückwärtsrichten anzugaloppieren, aktiviert die Hinterhand“, sagt Susanne Unger. "Das funktionierte bei Jessica gut. Als ehemaliges Westernpferd hatte Merlin anfangs aber Probleme mit den Hilfen."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Hilfe für hakelige Gänge: "Der Haflinger ist ein Pferd, das auf seinen Reiter aufpasst. Er ist gut zu sitzen, hat aber Probleme mit den Gängen", sagt Jessica Becker. "Ich fand es hilfreich, ihn in Konterstellung zu reiten. Das kannte ich so noch nicht. Auch das Angaloppieren aus dem Rückwärtsrichten heraus hat nach ein paar Versuchen gut geklappt."

Pferdewechsel: Das müssen Reiter beachten

Sitzen wie auf dem Sofa: "Der Haflinger war besonders weich zu sitzen", findet Anett Pauker. "Er lief fleißig wie eine Nähmaschine. Das war sehr angenehm. Das Pferd war für mich einfach zu handhaben. Außerdem ist Merlin ein Pferd, das Fehler des Reiters verzeiht und auf den Reiter achtgibt. Wenn man etwas falsch macht, schießt er nicht gleich los. Ich habe mich sehr sicher auf dem Haflinger gefühlt. Das ist gut fürs Selbstvertrauen und die Arbeit mit dem eigenen und anderen Pferden."
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