Heidemarie Dresing wird Weltmeisterin in Grade II
Besser hätte der Auftakt für die deutsche Para-Equipe kaum laufen können: Heidemarie Dresing und ihre Rappstute Poesie sicherten sich am Mittwoch in der Einzelentscheidung von Grade II die Goldmedaille.
Mit einer harmonischen Vorstellung und zahlreichen Höhepunkten setzte sich das Paar mit 75,483 Prozent an die Spitze des Feldes. Besonders der ausdrucksvolle und kadenzierte Trab der Stute, das gute Schreiten und die fließenden Übergänge überzeugten die Richter. Die Führung gaben Dresing und Poesie bis zum Ende der Prüfung nicht mehr ab.
Damit krönte sich die 71-Jährige erstmals zur Weltmeisterin. Schon bei den Europameisterschaften 2025 hatte Dresing mit Poesie groß abgeräumt. Nun folgte vor heimischem Publikum der nächste große Titel.
Anna-Lena Niehues holt Silber mit persönlicher Bestleistung
Und die deutsche Medaillenserie ging am Donnerstag direkt weiter. In der Einzelentscheidung von Grade IV zeigte Anna-Lena Niehues mit Vive L’Amour eine starke und fehlerfreie Runde. Mit 74,630 Prozent erzielte das Paar eine persönliche Bestleistung und sicherte sich damit WM-Silber.
Dabei ist die gemeinsame Erfolgsgeschichte von Niehues und der erst neunjährigen Westfalenstute noch ziemlich jung. Erst in diesem Jahr startete die Pferdewirtschaftsmeisterin mit Vive L’Amour neu durch. Bei den Deutschen Meisterschaften in Balve wurden die beiden auf Anhieb Dritte, im Para-Grand-Prix A in Hagen Zweite. In Aachen folgte nun der bislang größte gemeinsame Erfolg.
Nur eine Reiterin war an diesem Tag nicht zu schlagen: Kate Shoemaker aus den USA gewann mit Vianne und starken 78,889 Prozent den Weltmeistertitel. Bronze ging mit 73,861 Prozent an die Britin Nicola Naylor mit Humberto L.
Gelungenes WM-Debüt für Helen Brandt
Ebenfalls in Grade IV ging für Deutschland Helen Brandt mit Vulkan Vegas IB an den Start. Für die 28-Jährige war Aachen gleich in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes: Erst seit 2025 startet sie im Para-Dressursport – und die Heim-WM ist ihr erstes internationales Championat.
Trotz kleiner Fehler zeigte das Paar eine geschmeidige und harmonische Runde. 70,028 Prozent bedeuteten am Ende Platz acht und damit einen gelungenen Einstand auf der ganz großen Championatsbühne.





