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Mit diesen Tipps kommen Reiter und Pferd mit Tempo 100 ans Ziel

Wie schnell darf man mit Pferdeanhängern fahren?

Mit Tempo 100 kommen Pferd und Reiter schnell ans Ziel. CAVALLO verrät Ihnen den richtigen Dreh, wie Sie Ihr Pferde-Gespann fit für zügige Transporte machen.

Auf den ersten Blick sind die Verkehrsregeln für Fahrten mit dem Anhänger klar: Bei Tempo 80 ist Schluss. Normalerweise. Richtig ausgerüstet darf das Gespann auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen auch mit 100 Sachen unterwegs sein.

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Das Zugfahrzeug:
Das Zugfahrzeug darf nicht schwerer als 3,5 Tonnen sein. Mehr lässt der Führerschein der Klasse B ohnehin nicht zu. Zudem muss das Auto über ein Antiblockiersystem (ABS) verfügen. Im Idealfall ist ein ESP-System schon an Bord. Andernfalls muss der Anhänger entsprechend ausgestattet sein.

Der Anhänger:
Um die Nachrüstung des Pferdehängers kommt man in vielen Fällen ohnehin nicht herum, bevor die Zulassungsstelle die Tempo-100-Plakette herausrückt. Voraussetzung ist in jedem Fall eine zuverlässig funktionierende Bremse. Höhere Geschwindigkeit bedeutet fürs Fahrwerk Höchstleistung. Die Anhängerachse muss daher mit hydraulischen Stoßdämpfern gefedert werden. Auch die Reifen werden bei Tempo 100 deutlich stärker beansprucht. Der Gesetzgeber verlangt daher Pneus, die mindestens über den Geschwindigkeitsindex L verfügen, also bis 120 km/h zugelassen sind. Zudem darf kein Reifen älter sein als sechs Jahre. Aufschluss über das Alter gibt ein vierstelliger Zahlencode auf der Außenseite des Pneus, die sogenannte DOT-Nummer. Sie gibt Woche und Jahr der Reifenproduktion an. Die Kombination 1410 etwa bedeutet, dass der Reifen in der 14. Woche des Jahres 2012 vom Band lief.

Info:
Wer auf einer Autobahnstrecke von 400 Kilometern im Idealfall konstant 80 km/h fährt, braucht ohne Pausen für die Distanz ganze fünf Stunden. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h verkürzt sich die Fahrzeit um ein Fünftel auf etwas angenehmere vier Stunden.

Schlinger-Stopp: Stabilisierung von Auto und Pferdehänger

Zugfahrzeug oder Anhänger müssen ein funktionierendes System an Bord haben, das das gesamte Gespann bis mindestens 120 km/h sicher stabilisiert. Manche Autobauer bieten daher schon ab Werk ein erweitertes ESP an, das aktiviert wird, falls der Kunde auch eine Anhängerkupplung ordert. Die Fahrzeug-Brems-Elektronik ist dann in der Lage, einen eventuell schlingernden Hänger wieder auf Kurs zu bringen. Doch bieten längst nicht alle Autohersteller ein spezielles Anhänger-ESP an.

Manche Fahrzeugmodelle verfügen noch nicht einmal über den elektronischen Schleuderschutz. In beiden Fällen muss der Anhänger für Stabilisierung sorgen. Nach der ISO-Richtlinie 11555-1 genügt dafür schon ein passiver Kupplungsdämpfer. Sicherer fahren Sie jedoch mit aktiven Systemen. Dafür gibt es Varianten auf dem Markt, die über eine vorgespannte Feder oder elektromechanisch die Hängerbremse auslösen. Das streckt das Gespann und führt es in die Spur zurück.

Masse ermitteln: Zugfahrzeug und Hängergewicht

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Rädlein
Welches Gewicht ergeben Zugfahrzeug und Hänger?

Sind die ersten Hürden für Tempo 100 überwunden, bleibt noch immer die Frage nach der Anhängelast. Mit dem Schleuderschutz gilt nämlich ein höherer Massefaktor zwischen Zugfahrzeuggewicht und Gewicht des Pferdeanhängers. Für eine Tempo-100-Zulassung darf das Gewicht des Anhängers nicht höher sein als 120 Prozent des Gewichts des leeren Zugfahrzeugs. Wiegt das Auto leer zwei Tonnen, dürfen also maximal 2,4 Tonnen an die Kupplung.

Das Leergewicht in Kilo finden Sie beim Auto im Fahrzeugschein unter Punkt G. Wie viel Ihr Anhänger wiegt, steht unter Ziffer 14 des Fahrzeugscheins. Sicherer ist es, wenn Sie den Anhänger zusätzlich selbst wiegen. Denn nicht immer stimmen Herstellerangaben und tatsächliches Leergewicht überein. Zu diesem Wert rechnen Sie das Gewicht von Pferd und Ausrüstung hinzu.

Keine Regel ohne Ausnahme, so auch beim Massefaktor: Bei Geländewagen, die als Lkw zugelassen sind, steigt der Massefaktor auf 150 Prozent. Ein zwei Tonnen schweres Zugfahrzeug darf damit satte drei Tonnen an den Haken nehmen. An der zulässigen Stützlast ändert das hingegen nichts. Der Gesetzgeber verlangt aber, dass bei der Fahrt mit 100 km/h die maximale Stützlast auf der Anhängerkupplung lastet. Das stabilisiert den Zug zusätzlich. Dabei darf weder die maximale Stützlast des Zugfahrzeugs noch die des Anhängers überschritten werden. Die Angaben für die Stützlast in Kilogramm finden Sie beim Auto im Fahrzeugschein unter Punkt 13. Beim Anhänger gibt in der Regel eine Plakette an der Deichsel Auskunft über seine Stützlast.

Fahrzeugwechsel: Das müssen Reiter beachten

Achten Sie beim Fahrzeugwechsel darauf, dass das Auto auch wirklich zum Tempo-100-Anhänger passt, also nicht schwerer als 3,5 Tonnen ist und über ABS sowie möglichst auch ESP verfügt. Andernfalls dürfen Sie nicht schneller als 80 km/h fahren. Mindestens so wichtig ist die Kontrolle der Anhängelast: Darf das neue Auto tatsächlich so viel ziehen wie das alte?

Ein wenig aufwändiger ist es, den alten Tempo-100-Hänger gegen einen neuen zu Sanft und sicher gedämpft Kupplungsdämpfer helfen, das Gespann zu stabilisieren, bevor der Schlingerschutz aktiv wird. Das Gesetz schreibt vor, dass Anhänger entweder mit Schwingungsdämpfern an der Anhängerkupplung oder mit einem aktiven Schlingerschutzsystem ausgerüstet sein müssen. Am sichersten fahren Sie aber, wenn Ihr Gespann über beide Systeme verfügt. Aktive Schlingerschutzsysteme wie zum Beispiel LEAS greifen ein, wenn bereits Gefahr droht. Das kann unter Umständen ruppig werden. Passive Kupplungsdämpfer haben den Vorteil, dass sie das Gespann im Normalfall im Zaum halten, schon lange bevor sich der Anhänger aufschaukelt. Anders als die aktiven Systeme greifen die Dämpfer nicht in die Radbremsen ein.

Vielmehr bremsen sie die Deichsel ein, wenn sie sich auf dem Kugelkopf verdreht, indem die Reibbeläge direkt auf den Kopf drücken. Leichte Schwingungen des Pferdeanhängers, die sonst das ganze Gespann aufschaukeln könnten, erstickt der Kupplungsdämpfer im Keim. Kupplungsdämpfer bieten beispielsweise die Firmen AL-KO (AKS 3004) oder Winterhoff (WS 3000) an. Sie kosten je nach Ausführung zwischen etwa 230 und 430 Euro plus Einbau. Kupplungsdämpfer für den Anhänger gibt tauschen. Sobald am neuen Anhänger alle nötigen Umbauten wie Reifen, Stoßdämpfer und Schlingerschutz erledigt sind, müssen ihn die Sachverständigen einer Prüforganisation wie etwa Dekra, TÜV, GTÜ unter die Lupe nehmen. Das kostet zwischen 40 und 50 Euro. Bestätigen diese, dass er für Tempo 100 taugt, fehlt nur noch der entsprechende Eintrag im Fahrzeugschein. Den Vermerk und die Tempo-100-Plakette gibt es für 10 bis 20 Euro bei der Zulassungsstelle.

Grundsätzlich gilt: Erfüllt der Anhänger nur eine einzige Voraussetzung nicht mehr, darf er nur noch 80 km/h schnell fahren. Wer also einen fremden Anhänger ausleiht und sich nicht vollkommen sicher ist, ob Anhänger und Zugfahrzeug zusammen mit Tempo 100 durch die Lande fahren dürfen, sollte sich auf 80 km/h beschränken: Sicherheit ist wichtiger als Geschwindigkeit.

Kupplungsdämpfer: Sanft und sicher gedämpft

CAV 0911 Zugfahrzeuge Gespanngeschwindigkeit - Kupplungsdämpfer
Hersteller
Kupplungsdämpfer für den Anhänger gibt es zum Nachrüsten.

Das Gesetz schreibt vor, dass Anhänger entweder mit Schwingungsdämpfern an der Anhängerkupplung oder mit einem aktiven Schlingerschutzsystem ausgerüstet sein müssen. Am sichersten fahren Sie aber, wenn Ihr Gespann über beide Systeme verfügt. Aktive Schlingerschutzsysteme wie zum Beispiel LEAS greifen ein, wenn bereits Gefahr droht. Das kann unter Umständen ruppig werden.

Passive Kupplungsdämpfer haben den Vorteil, dass sie das Gespann im Normalfall im Zaum halten, schon lange bevor sich der Anhänger aufschaukelt. Anders als die aktiven Systeme greifen die Dämpfer nicht in die Radbremsen ein. Vielmehr bremsen sie die Deichsel ein, wenn sie sich auf dem Kugelkopf verdreht, indem die Reibbeläge direkt auf den Kopf drücken. Leichte Schwingungen des Pferdeanhängers, die sonst das ganze Gespann aufschaukeln könnten, erstickt der Kupplungsdämpfer im Keim.

Kupplungsdämpfer bieten beispielsweise die Firmen AL-KO (AKS 3004) oder Winterhoff (WS 3000) an. Sie kosten je nach Ausführung zwischen etwa 230 und 430 Euro plus Einbau.

SUV als Zugfahrzeug für Reiter

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