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Corona-Krise: Interview mit Christin Krischke

Fürstliche Hofreitschule fürchtet um Existenz

Die Corona- Krise stellt viele Pferdebetriebe vor existenzielle Probleme. Die Hofreitschule Bückeburg hat um Unterstützung gebeten. Durch Schließung der Reitschule sind wichtige Einnahmen weggefallen, das Museum ist geschlossen, es finden keine Vorführungen, keine Kurse und Seminare statt, der Hofreitschule fehlen derzeit wichtige Einnahmen.

CAVALLO: Frau Krischke, wie ernst ist für Sie die Lage?

Christin Krischke: Sehr ernst, wir bauen in jedem Jahr Rücklagen auf, damit wir die umsatzarme Zeit bis Saisonbeginn Mitte März überbrücken können. Die aktuelle Situation hat uns zu diesem Notruf veranlasst. Wir haben im letzten Jahr durch einen Fehler unseres Steuerberaters mehr Geld abführen müssen als geplant, so dass die jetzige Situation für uns eine wirkliche existentielle Bedrohung darstellt. Wir haben 12 Angestellte und 25 Pferde, für die wir verantwortlich sind.

privat
Christin Krischke leitet die Fürstliche Hofreitschule in Bückeburg.

CAVALLO: Wie viele Veranstaltungen haben Sie stornieren müssen?

Christin Krischke: Uns ist quasi das komplette Geschäft weggebrochen, wir hatten ja bereits die Einnahmen aus dem Ticketverkauf und ausgebuchte Veranstaltungen. Diese Vorstellungen sind ausgefallen, die Tickets gelten somit bereits für die später stattfindenden Vorstellungen. Das halbiert unsere Einnahmen und das werden wir nicht auffangen können. Wir hoffen, diese schwierige Zeit ohne Kredite überbrücken zu können.

CAVALLO: Wie sehen denn die Notfallpläne aus?

Christin Krischke: Wir versuchen uns selbst zu helfen und hoffen auf Hilfe von der öffentlichen Hand. Wir sind jetzt dabei, uns für die digitale Zukunft aufzustellen, das heißt wir wollen eine Online-Akademie mit E-Tutorials und Online Seminaren nebst Videocoaching aufbauen. Die Krise wollen wir nutzen, uns diesbezüglich besser aufzustellen, dafür war bislang keine Zeit. Meine Mitarbeiter werden jetzt die Digitalisierung vorantreiben. Ich hoffe, dass wir gestärkt aus der Sache herausgehen.

CAVALLO: Wie ist denn die Reaktion auf ihren Notruf?

Christin Krischke: Das ist sehr erfreulich. Bei uns sind bereits Spenden von 5 Euro bis zu 2.500 Euro eingegangen. Wir haben so vielen Menschen mit ihren Pferden geholfen, da bekommen wir sehr viel zurück. Wir freuen uns sehr über diese Wertschätzung.

Weitere Infos gibt es hier: www.hofreitschule.de

CAVALLO-Podcast: Corona-Krise – was Pferdebesitzer jetzt bewegt

Die Corona-Krise hat auch die Reiter und die gesamte Pferdewelt fest im Griff – von abgesagten Messen, Turnieren, Reitunterricht, Reisen bis hin zu vielen Fragen von Pferdebesitzern zur Versorgung ihrer Pferde. Die CAVALLO-Redakteure sind als Pferdebesitzer und Reiter natürlich ebenfalls betroffen und auch die Arbeit in der Redaktion wird von der Pandemie beherrscht. Wie gehen wir persönlich und als Journalisten damit um? Dies erfahren Sie in einem sehr persönlichen Gespräch zwischen CAVALLO-Redakteurin Ute Stabingies und Chefredakteurin Linda Krüger in diesem Podcast. In den Shownotes finden Sie den Link zu unserer Corona-Sonderseite mit vielen wichtigen Infos rund um Reiten und Corona.

Du kannst den Podcast entweder gleich unten auf dieser Seite anhören oder zum Start auch bei Spotify, Apple Podcasts / iTunes, Acast, AudioNow und Deezer sowie nach und nach in vielen anderen Podcast-Apps und Verzeichnissen.

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