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Test: Haben Sie Frust oder Freude mit Ihrem Pferd?

11 Fragen - macht Ihr Pferd Sie glücklich?

Frust oder Freude? Diese 11 Fragen zeigen, wie gut es Ihnen Seite an Seite mit Ihrem Pferd geht.

Der Test von Mental-Coach Dr. Birgit Harenberg zeigt, wie glücklich Sie mit Ihrem Pferd sind. Um bei unserem Test mitzumachen, sollten Sie sich die Buchstaben Ihrer Antworten notieren. Diese sind in die Kategorien A, B oder C eingeteilt. Am Ende des Fragebogens erfolgt die Auflösung. Damit Sie wissen, zu welcher Kategorie Sie gehören, sollten Sie im Anschluss die Buchstaben ihrer Antworten zählen. Unter dem jeweiligen Buchstaben, der in Ihren Antworten am häufigsten vorkommt, finden Sie Ihre Lösung.

Passen meine Werte und Lebenseinstellungen zum Pferd?

  • Mit dem Pferd kann ich meine Interessen wie Tiere, Natur oder sportliche Aktivitäten prima ausleben. (A)

      Ich fühle mich oft von äußeren Umständen wie Wetter, Gesundheit, Trainer oder Familie blockiert. Was ich gerne mit dem Pferd machen möchte, kann ich nicht oder nur teilweise umsetzen (B) Leider gelingt es mir fast nie, Pläne, Wünsche oder Ziele für mich und mein Pferd umzusetzen. (C)

Kann ich mich gut auf mich und mein Pferd konzentrieren oder achte ich mehr auf andere?

  • Ich habe eine Vorstellung, was ich wie mit dem Pferd erreichen möchte. Kommentare und Bemerkungen von anderen bringen mich zum Nachdenken, aber nicht von meinen Zielen ab. (A)

      Zuschauer stören mich eher. Kommentare von Mitreitern verunsichern mich, so dass ich mich und meine Ziele in Frage stelle. (C) Ab und an werde ich von meinen Stallkollegen abgehalten, meine Ziele zu verfolgen. Denn ich denke über ihre Kommentare nach und lasse mich davon beeinflussen. (B)

Wie fühle ich mich, wenn ich den Stall verlasse?

  • Mal so, mal so: Je nach Stresspegel in Alltag oder Stall habe ich die Zeit mit Pferd und Stallkameraden mehr oder weniger genossen. (B)

      Super! Selbst wenn derzeit nicht alles rund in meinem Leben oder im Stall läuft, bin ich zufrieden heimgefahren. (A) Mies: Ich bin bereits genervt im Stall angetrabt, habe mich dort gefühlt über alles und jedes aufgeregt. Selbst mein Pferd scheint gegen mich zu sein. (C)

Wie sehr schätze ich mich selbst – auch wenn es reiterlich im Moment nicht so klappt?

  • Klappt das Reiten nicht, nervt mich das schon, es bedeutet aber nicht alles im Leben. Ich trainiere weiter, suche eine Lösung. (B)

      Kann ich ein Ziel nicht erreichen, frustriert mich das sehr. Das kann sich negativ auf andere Lebensbereiche auswirken. (C) Ich sehe mich als wertvollen Menschen mit vielen Facetten. Reiten ist nur ein kleiner Teil von mir und meinem Können. Klappt was nicht, ist das kein Grund für Frust. (A)

Habe ich für jede Trainingseinheit einen Fokus, der auf ein „Gesamtziel“ hinführt?

  • Ich lege langfristige Trainingsziele fest, welche ich in Zwischenziele unterteile. (A)

      Ich setze mir nur kurzfristige Ziele wie den nächsten Turnierstart. Ich habe keine konkreten Pläne, die mich in kleinen Schritten zum Ziel führen. (B) Nein, ich lasse mich stets von meinen Gefühlen leiten und mache mit meinem Pferd, was mir gerade einfällt. (C)

Kann ich meine Trainingsziele verfolgen und trotzdem flexibel bleiben?

  • Obwohl ich einen konkreten Trainingsplan habe, berücksichtige ich beim Reiten Faktoren wie Wetter, Gesundheit, Laune und den eigenen Stresspegel. (A)

      Was ich mir für meine Trainingseinheit vorgenommen habe, führe ich auch durch. (C) Manchmal vergesse ich mein gesetztes Trainingsziel und übe einfach etwas anderes. (B)

Erkenne und feiere ich Trainingserfolge?

  • Ich sehe es als selbstverständlich an, dass ich mich mit meinem Pferd erfolgreich weiterentwickle. Das muss nicht extra gefeiert werden. (C)

      Auf große Erfolge bin ich stolz und feiere sie auch ein bisschen. Kleine Fortschritte sehe ich aber als selbstverständlich an. (B) Ich freue mich über jeden kleinen Erfolg. Dann lobe ich mein Pferd – und ich tausche mich darüber begeistert mit meinen Stallfreunden aus. (A)

Wie intensiv gehe ich in der Arbeit mit dem Pferd auf? Kann ich an seiner Seite auch mal völlig abschalten?

  • Ich weiß, wie sich der Flow anfühlt, jedoch stellt sich dieses Gefühl sehr selten beim Reiten ein.(B)

      Klappen die Kommunikation mit dem Pferd und das Reiten mühelos, fühlt sich das unbeschreiblich an. Diesen Zustand möchte ich in jeder Reitstunde erreichen. (A) Nein, ich bin immer unter Zeitdruck und habe einen vollen Kalender. Da ist nur Training nach Plan möglich. (C)

Kann ich Fehler akzeptieren, als Chancen begreifen und nach Lösungen suchen?

  • Manche Fehler ärgern mich sehr und lange. Dann schaffe ich es nicht, sie zu vergessen und nach vorne zu schauen. (C)

      Je nach Schwere kann ich manche Fehler gut akzeptieren. Andere ärgern mich sehr, und ich habe Schwierigkeiten, Positives darin zu sehen. (B) Jeder Mensch macht Fehler. Ich sehe sie als gute Chance, ein Problem das nächste Mal besser zu lösen. (A)

Wie gut kann ich positive Aspekte aus einer missglückten Situation erfassen?

  • Besonders im Nachhinein kann ich die Situation schon ganz gut reflektieren und mich fragen, wozu ein Fehler gut war. (B)

      Das gelingt mir schon ganz gut. (A) An manchen Situationen gibt es einfach nichts Positives (C)

Kann ich dankbar auf schöne und positive Erlebnisse mit meinem Pferd schauen und diese ins Gedächtnis rufen?

  • Wenn ich in Ruhe darüber nachdenke, fallen mir viele tolle Erlebnisse mit meinem Pferd ein. (B)

      Ich muss lange überlegen, wann das letzte schöne Ereignis mit meinem Pferd war. (C) Ja, über meinem Schreibtisch hängen viele Bilder, die mich und mein Pferd in schönen Situationen zeigen. (A)

Wie wirke ich auf andere? Habe ich eine gute Ausstrahlung?

  • Meine Mitreiter reagieren meistens freudig und positiv, wenn ich in den Stall komme. Schnell kommen wir ins Gespräch, meist wird es miteinander lustig und unterhaltsam. (A)

      Ich stehe meistens unter Druck und habe keine Zeit für Geselligkeit. (C) Nur, wenn ich gut drauf bin, ist die Atmosphäre mit meinen Stallkameraden locker und entspannt. (B)

Helfe, tröste und unterstütze ich meine Mitreiter in schwierigen Situationen?

  • Ich helfe nur meinen engen Freuden, keinen „Konkurrenz-Reitern“. (C)

      Wenn jemand meine Hilfe braucht, dann bin ich da und unterstütze den anderen so gut ich kann. (A) Lässt es der Zeitrahmen und die Situation zu, dann helfe ich meinen Stallkameraden. (B)

Freue ich mich über die Erfolge meiner Mitreiter?

  • Klar, wir feiern alle gemeinsam im Stall.(A)

      Doch schon. Manchmal aber bin ich auch ein wenig neidisch. (B) Meist bin ich enttäuscht, dass ich den jeweiligen Erfolg gerade nicht habe. Ich nehme mir dann vor, noch intensiver zu trainieren. (C)

Die Auflösung

Vorwiegend (A): Super! Sie können blitzschnell Frust in Freude umwandeln, indem Sie Ihren Fokus von negativ auf positiv umstellen. Ihre gute Laune und Freundlichkeit sind ansteckend sowie eine Bereicherung für die (Stall-)Gemeinschaft. Durch Ihre Fähigkeit, lösungsorientiert zu denken und neue Wege auszuprobieren, stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein. Das führt dazu, dass Sie Ihre eigenen Ziele erreichen. Ihr positives Wesen färbt auch aufs Pferd ab: Es fühlt sich in Ihrer Gegenwart wohl und entspannt, da Sie ihm mit Ihrer guten Stimmung und planvollem Handeln Sicherheit und Führung bieten.

Vorwiegend (B): In vielen Situationen gelingt es Ihnen bereits, souverän mit Fehlern umzugehen. Sie haben sich gute Ziele gesetzt, manchmal aber verlieren Sie eines davon aus den Augen. Arbeiten Sie an der Zieleformulierung. Nutzen Sie dazu etwa die sogenannte SMART-Formel: Jedes Ziel sollte möglichst spezifisch (S), messbar (M), attraktiv (A), realistisch (R) und terminierbar (T) sein. Ein gut durchdachter Trainingsplan hilft, auf Kurs zu bleiben – und Ihren Ziele in überschaubaren Schritten näherzukommen. Wichtig: Nur kein Druck! Bauen Sie Abwechslung in Ihren Plan ein. Dazu gehören Entspannungs- und Ruhepausen für Sie und Ihr Pferd. Überlegen Sie in Ruhe, was Ihnen und Ihrem Pferd richtig Spaß macht. Und schlagen Sie ruhig auch mal neue Aktivitäten ein. Wie wäre es mit Horse Agility, Geocaching oder Fahren vom Boden aus? Führen Sie ein Erfolgstagebuch, in dem Sie notieren, was Ihnen und Ihrem Pferd besonders gut gelingt.

Vorwiegend (C): Im Moment scheinen Sie die vielen positive Dinge im (Reiter-)Leben aus den Augen verloren zu haben. Mit ein paar einfachen Tipps und Übungen wird aus Frust wieder Freude. Starten Sie mit einer IST/SOLL-Analyse: Wo stehen Sie und Ihr Pferd gerade? Wo wollen Sie hin? Woran könnte es liegen, dass Sie Ihr Ziel noch nicht erreicht haben? Und was könnte Ihnen auf dem Weg dorthin helfen? Was konkret hindert Sie daran? Haben Sie die Ursachen aufgespürt, dann ist es relativ leicht, Ziele nach dem SMART-Prinzip zu finden. Zerlegen Sie diese dann in kleine Zwischenziele. Der Clou: Diese Etappen können Sie Schritt für Schritt erfolgreich abhaken und feiern! Denn Erfolg bedeutet Freude, Sie gewinnen wieder Selbstvertrauen und können sich von dem, was andere tun oder denken, locker abgrenzen. Und wenn trotz aller Mühen alles nur noch dunkelgrau oder schwarz erscheint: Entwickeln Sie eine Dankbarkeitsliste mit mindestens 20 Dingen, für die Sie an dem trüben Tag dankbar sind: ein gesundes Pferd, die finanzielle Unabhängigkeit, der schöne neue Sattel, das Lächeln Ihrer Stallfreundin … Wenn Sie sich bewusst werden, was Sie schon alles erreicht haben und besitzen, dann kommt die Freude an Pferd und Reiten wie von selbst zurück. Und es ist zum Beispiel gar nicht mehr so dramatisch, wenn der Seitengang und Co. immer noch nicht klappen.

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