Notrufsysteme: 4 Modelle im Test

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Foto: CAV SOS Notrufsystem GPS Smart Tracker CAV SOS Notrufsystem GPS Smart Tracker

GPS Smart Tracker - Der kluge Sturzmelder

Zuverlässig und einfach zu bedienen. Die Sturzerkennung ist ein tolles Extra, gerade für Reiter, die alleine ausreiten. Unser klarer Favorit.

Im Detail:

Inbetriebnahme: Das Gerät benötigt eine Micro-SIM-Karte mit Guthaben oder Handy-Vertrag, die wird nicht mitgeliefert. Zum Einsetzen ist ein Mini-Schraubenzieher nötig. Danach lässt sich das Gerät ganz einfach programmieren, man schickt ihm Befehle per SMS.

Bedienung: Sehr intuitiv. Der Knopf könnte in engen Taschen eventuell ungewollt auslösen. LEDs zeigen, ob das Gerät Netz und GPS-Position hat.

Notruffunktion: Drückt man den SOS-Knopf drei Sekunden, sendet das Gerät eine Notruf-SMS an bis zu drei gespeicherte Kontakte und ruft diese nacheinander an. Über Lautsprecher und Mikro des Geräts kann man telefonieren. Das funktionierte zuverlässig mit guter Qualität. Kontaktpersonen können den Standort per SMS abfragen.

GPS Smart Tracker - Der kluge Sturzmelder

Zusatzfunktion: Gerät sendet Alarm, wenn es nach einem Sturz zehn Sekunden unbewegt ist. Das klappte bei nachgestellten Stürzen gut. Plus: SOS beim Verlassen festgelegter Zonen, Tempoalarm.

Tragekomfort: Armtasche rutschte über Jacken etwas und war am nackten Arm nicht sehr angenehm. Gerät passt in Jackentaschen.

GPS Smart Tracker - Der kluge Sturzmelder

GPS SMART TRACKER von Falldetektor – Der mobile Notruf
Preis 195 Euro, Tasche für den Arm elf Euro
www.sturzmelder.de

Bandy - Der immer Erreichbare

Das Armband bietet durch direkte Sprechverbindung und eine immer erreichbare Notrufzentrale viel Sicherheit. Eine Standort-SMS gibt es nicht, die GPS-Ortung ist nur über einen Dienstleister möglich.

Im Detail:

Inbetriebnahme: Kontaktnummern einzuspeichern dauert: Ein Sprecher zählt immer wieder von 0 bis 9, bis man die gewünschte Ziffer bestätigt. Die nötige Bluetooth-Verbindung zum Smartphone ließ sich einfach herstellen. Sie muss bestehen, damit das Gerät Notrufe absetzen kann.

Bedienung: Für einen Alarm muss man den Notrufknopf zweimal drücken: Das ist nicht sehr intuitiv, macht versehentliches Auslösen jedoch recht unwahrscheinlich. Notruffunktion: Bis zu vier Kontakte werden automatisch nacheinander angerufen, bis jemand abnimmt. Das Bandy durchläuft die Notrufkette dreimal. Die Gesprächsqualität war bei ausreichendem Handynetz sehr gut.

Bandy - Der immer Erreichbare

Zusatzfunktion: Wer möchte, kann eine 24 Stunden besetzte Notrufzentrale von SONOTEL-Alarm als Kontakt angeben. Diese war beim Test stets erreichbar. Abgerechnet wird der Service einzeln oder als monatliche Pauschale. Über die Zentrale ist eine Ortung möglich, wenn Ihr Handy über GPS verfügt.

Tragekomfort: Saß angenehm am Handgelenk, für Männerarme aber zu eng.

BANDY von V.S.M. GmbH
Preis rund 130 Euro
www.mybandy.de

PE-SOS Notfallknopf - Der günstige Basishelfer

Der kleine Knopf sendete im Test korrekte Koordinaten. Das Einrichten und Bedienen war etwas kniffelig.

Im Detail:

Inbetriebnahme: Funktioniert nur zusammen mit einem Smartphone, der passenden App und Online-Anmeldung. Die Premium-Variante enthält einen Jahreszugang fürs Ticom-Ortungsportal (separate Zugangsdaten). Die Portal-Nutzung kostet danach 0,99 Euro/Monat. Der Notfallknopf funktioniert auch ohne Ortungsportal (Lite-Variante). Die App einzustellen und zu bedienen ist nicht ganz einfach. Die Anleitung könnte ausführlicher und verständlicher sein. Es kommt leicht zu Fehlern, die im Test mehrfach verhinderten, dass Notrufe korrekt abgesetzt wurden.

PE-SOS Notfallknopf - Der günstige Basishelfer

Bedienung: Der Notruf wird durch Doppelklick ausgelöst, den mussten manche Tester etwas üben. Notruffunktion: Notruf-Nachrichten mit einem Ortungslink (Google Maps, im Test immer korrekt) werden per SMS oder E-Mail versendet: Bei Android-Handys erhält ein Kontakt eine SMS, drei weitere eine Mail. Bei I-Phones geht nur E-Mail. Ein Manko, denn die Internetverbindung ist unterwegs oft schlechter als das Handynetz. Es ist keine Sprechverbindung möglich. Im Ernstfall kann man so schlecht einschätzen, ob der Notruf rausging und die Empfänger ihn bemerkten.

PE-SOS Notfallknopf - Der günstige Basishelfer

Zusatzfunktion: Im Portal können Sie zurückgelegte Wege speichern und zwei Personen zugänglich machen. Lauter Alarmton bei Notruf, auch ohne Netz.

Tragekomfort: Klein und leicht, durch Öse gut an der Kleidung zu befestigen.

PE-SOS Notfallknopf von Ticom Internetservices GmbH
Preis ca. 30 Euro (Premium), bzw. 20 Euro (Lite)
www.pe-sos.com

Geohorse - Der Vielseitige mit Startschwierigkeiten

Bietet durch umfangreiche Funktionen gute Sicherheit. Schwachpunkt bei unserem Testgerät: die Einrichtung mit der zugehörigen Software.

Im Detail:

Inbetriebnahme: Benötigt eine SIM-Karte mit Guthaben oder Vertrag, diese wird nicht mitgeliefert. Zum Einspeichern der Notrufkontakte wird die Geohorse-Software heruntergeladen und das Gerät an den PC angeschlossen. Die Benutzeroberfläche der Software ist selbsterklärend. Im Test tauchten aber mit verschiedenen Computern Probleme bei der Kommunikation zwischen PC und Notruf-Gerät auf. Der technische Support des Herstellers konnte weiterhelfen. Laut Hersteller sind diese Probleme bisher noch nicht aufgetreten, Grund könnte die Konfiguration der USB-Ports sein.

Bedienung: Die Notruf-Auslösung am automatisch mit dem Gerät verbundenen Funkarmband ist intuitiv. Am Gerät selbst gibt es auch einen SOS-Knopf. LEDs in unterschiedlichen Farben zeigen an, ob das Gerät betriebsbereit ist, der Akku geladen werden sollte oder ein Notruf gesendet wird. Das erleichtert die Bedienung, wenn man sich die Farb-Bedeutungen gemerkt hat.

Geohorse - Der Vielseitige mit Startschwierigkeiten

Notruffunktion: Das Gerät sendete zuverlässig Notruf-SMS mit Positionsdaten und einem Link zu Google Maps. Außerdem erhielten nacheinander alle Kontakte Anrufe, bis einer zurückrief. Das Gerät nahm dann automatisch an. Die Gesprächsqualität war gut. Nach dem Speichern neuer Kontakte funktionierten Verbindungsaufbau und Rückruf teils zunächst nicht. Auch hier half der technische Support weiter. Zusatzfunktion: Alarm beim Verlassen festgelegter Zonen.

Tragekomfort: Stört in der Hülle am Gürtel nicht. Recht groß, passt aber gut in Jackentaschen.

GEOHORSE von Libify Technologies
Preis 240 Euro
www.geo-horse.de
Mehr zu dieser Fotostrecke: Notrufsysteme für Reiter im Test