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Anti-Angst-Training für Pferde

Die neuen Mutmacher

Ihr Pferd ist schreckhaft? Keine Bange: Mit unserem Anti-Angst-Training gewinnen Sie beide enormes Selbstbewusstein!

Pferde sind und bleiben kleine Hasenfüße, das können wir leider nicht ganz verhindern. Und sie sind in gruseligen Situationen kaum lernfähig. Doch es gibt besondere Kniffe und Wege, um ihnen in solchen Momenten Mut zu machen und sie zu beruhigen. Zudem können wir Pferde gut auf Schreckmomente vorbereiten.

Wie? Das erklärt Verhaltenstierärztin Ruth Herrmann im Folgenden. Die Übungen eignen sich für jedes Paar. Vorausgesetzt, Ihr Pferd kennt bereits erste Erziehungs- und Bodenarbeits-Basics wie: gerade anhalten, angehen und auf leichten Druck in verschiedene Richtungen weichen. Sollten Sie sich dennoch überfordert fühlen, ist das keine Schande. Suchen Sie sich Hilfe bei einem Profi. Der kann im Zweifel auch auf Ihre eigenen Sorgen eingehen. Denn: Häufig sind Reiter die Angstauslöser fürs Pferd – weil wir Bammel vor bestimmten Situationen haben und/oder diese falsch managen.

Eigene Ängste reflektieren

Da Pferde so sensibel sind, schadet es sehr, wenn uns Reitern selbst die Knie schlottern. Ruth Herrmanns Rat: „Prüfen Sie zunächst, wovor Sie womöglich selber Angst haben, und was die Auslöser sind.“ Fürchten Sie sich etwa generell im Gelände oder nur vor bestimmten Situationen wie einem herannahenden Traktor? Spielen Sie solche Szenen gedanklich durch und überlegen Sie, wie Sie sich im Idealfall verhalten sollten. „Wer einen guten Plan im Kopf hat, lässt sich weniger aus der Ruhe bringen“, sagt Herrmann.

Erwarten Sie zudem keine negativen Verhaltensweisen vom Pferd, bevor Sie beide etwas unternehmen, wie: „Mein Pferd hat eh ständig Angst, es könnte durchgehen.“ Solche Gedanken führen dazu, dass wir uns falsche Verhaltensweisen antrainieren, sogar in eigentlich harmlosen Alltagssituationen. Ein gängiges Beispiel: der Weg zur Koppel. Wer glaubt, dass sich sein Pferd spätestens am Tor losreißt, wird sich auf dem Weg dorthin ans Führseil klammern, bei jedem Ohrenwackeln des Pferds daran zupfen oder das Tier anmeckern. Diese Signale sind fürs Pferd total unverständlich. Denn es macht ja nichts falsch.

Ängste besiegen: Mutmacher: 11 Tipps für ängstliche Pferde

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Sicheres Auftreten

Eine gute Bezugsperson gibt klare Ansagen und zwar, wenn sie nötig sind! „Andernfalls stellt jeder Koppelgang, um bei diesem Beispiel zu bleiben, Stress dar“, erklärt Ruth Herrmann. Das Pferd fürchtet sich zunehmend und will am Koppeltor tatsächlich einfach nur noch vom Stressfaktor Mensch weg.

So bleibt Ihr Pferd cool: Zeigen Sie ihm, dass es sich auf Sie verlassen kann, indem Sie es aufrecht und stolz zur Koppel führen. Tipps für mehr Selbssichertheit lesen Sie im Kasten rechts. Ist das Pferd aufgeregt, lassen Sie es am Eingang einige Minuten grasen, bis es sich beruhigt. Dann den Strick lösen. „So gewinnt es Vertrauen – und Sie durchbrechen das Verhaltensmuster, in die Koppel zu rennen.“ Verlässlichkeit ist eben die beste Basis, um Ängste zu besiegen. Mit den folgenden Trainingstipps - zu sehen in der Bildergalerie - stärken Sie Ihre Beziehung.

Ängste besiegen: Mutmacher: 11 Tipps für ängstliche Pferde

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Lisa Rädlein
CAVALLO Anti-Angst-Training - Die neuen Mutmacher

1. Ruhig atmen:

Tief in den Bauch atmen ist eine Möglichkeit, Angst zu überwinden. Stellen Sie die Füße schulterbreit. Zunächst liegen die Hände auf dem Bauch, und Sie atmen tief. Dabei fühlen Sie, wie der Bauch sich wölbt und wieder flacher wird. Bei akuter Angst koppeln Sie die Atmung mit raumgreifenden Armbewegungen. Lassen Sie die Arme beim Einatmen seitlich steigen und beim Ausatmen wieder sinken.

2. Thymus klopfen:

Wirkt laut chinesischer Medizin beruhigend. Die Thymusdrüse sitzt etwa fünf bis sieben Zentimeter unter der Halsgrube in der Mitte der Brust. Legen Sie einfach drei Finger waagerecht unter die Halskuhle. Am Ende des letzten Fingers ist die Thymusdrüse. Klopfen Sie leicht mit den Fingerspitzen auf die Stelle – etwa 10 bis 20 Mal. Für dauerhafte Entspannung wiederholen Sie das Klopfen drei- bis fünfmal täglich.

3. Selbstgespräche

sind eine Wunderwaffe. Die Sprache dient als Ventil und ordnet gleichzeitig wirre Gedanken im Kopf. Entscheidend ist der Inhalt: Negative Sätze sind tabu. Sie müssen durch Aufmunterungen ersetzt werden. Ein Beispiel: Statt sich einzureden, „das schaffe ich nicht“, sagen Sie selbstbewusst: „Ich gebe mein Bestes.“ Und das klappt dann auch!

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