Besser reiten: Kreative Bahnfiguren fürs Viereck

Kreative Bahnfiguren fürs Viereck
Bahn frei für neue Wege

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.04.2026
Als Favorit speichern
Bahnfiguren mal anders zu reiten bringt nicht nur Spaß, sondern ist auch effektiv
Foto: Rädlein

Vielfalt mit Volten-Varianten

1.) Kleeblatt – Volte mal vier: Baue vier Pylonen zu einem Quadrat auf. Der Abstand zwischen den Hütchen: sechs bis acht Meter, je nach Ausbildungsstand. Reite durch die Mitte des Quadrats und wende dann nach außen ab. Umrunde die Pylone, reite wieder durch die Mitte und wende in dieselbe Richtung ab wie zuvor. Das wiederholst du, bis das Kleeblatt komplett ist, danach kannst du die Hand wechseln. Vorteil der Volte mal vier: Der Reiter hat eine optische Orientierung und lernt, symmetrische Kreise und Wechsel zwischen Biegung und gerader Linie zu reiten. Das Pferd wird dadurch optimal gymnastiziert: Um die Biegung zu verbessern, kannst du immer wieder gerade Linien einbauen. So wird die Übung nicht statisch und das Pferd besser locker. Du kannst alle Gangarten reiten.

2.) Biegung im Bodenarbeitsrechteck: Baue in einer Reitbahnecke ein Rechteck mit vier Pylonen auf (Maße: ca. sieben mal 13 Meter). Führe um jede Pylone einen Kreis, etwas kleiner als eine Volte. Integriere zwischendurch Handwechsel, Pausen und Trab auf der ganzen Bahn. Die Hütchen helfen, präzise zu führen; die Wechsel zwischen Biegung und gerader Linie gymnastizieren. Zusatztipp: Lasse das Pferd auf den Diagonalen zwischen den Pylonen vorwärts-seitwärts treten.

Bahnfiguren mal anders zu reiten bringt nicht nur Spaß, sondern ist auch effektiv
Rädlein

3.) Konzentration bei der Quadratvolte: Lege mit Hindernisstangen eine Quadratvolte an einem beliebigen Bahnpunkt an (Seitenlänge zehn bis 15 Meter). Wenn du auf die Quadratvolte abwendest, sollte dein Pferd nach innen gestellt und gebogen sein. Reite dann geradegerichtet eine Pferdelänge geradeaus. Die Ecken reitest du wie einen Viertelkreis. Wichtig ist, ein wenig innen zu sitzen und eine konstante, leichte Verbindung zum Pferdemaul zu finden. Die Übung fördert die Konzentration, das Zusammenspiel der Hilfen sowie Takt und Losgelassenheit.

Diagonalen für bessere Lektionen

4.) Die Linie für gutes Schulterherein: Beginne wie für ein "Durch die ganze Bahn wechseln". In der Mitte der Diagonalen wendest du dann auf eine Volte (sechs bis acht Meter) ab. Stelle das Pferd bereits ein paar Schritte zuvor nach innen. Wieder auf der Diagonalen angekommen, reitest du zwei bis sechs Schritte Schulterherein. Es ist dabei wichtiger, die Lektion leicht und korrekt zu reiten, als möglichst viele Tritte zu fordern. Das Vorwärts sollte erhalten bleiben. Ziel dieser Übung ist, die Geschicklichkeit und die Leichtigkeit in ersten Seitengängen abseits der Bande zu fördern, ohne die Vorwärtstendenz zu verlieren. Der Beginn aus der Volte erleichtert die Biegung. Das Pferd wird zunehmend geschickter, balancierter und elastischer.

5.) Galoppwechsel verbessern: Stelle in die Ecke eine Tonne oder lege Stangen zur Eckgasse (ca. zwei Meter Abstand zur Bande). Zusätzlich stellst du kurz vor der Ecke ein boden- tiefes Cavaletti auf die Diagonale. Zur Vorbereitung des fliegenden Wechsels parierst du auf der Diagonalen durch, sodass du nach dem einfachen Wechsel nur zwei bis drei Galoppsprünge im "neuen Galopp" bis zum Cavaletti hast. Ist das Pferd routinierter, kannst du über dem Cavaletti direkt den fliegenden Wechsel probieren. Der kleine Sprung macht es für das Pferd einfacher zu wechseln. Die Ecke hilft, dass es beim fliegenden Wechsel nicht beschleunigt. Es bleibt unter Kontrolle, da es die vorgegebene Biegung bewältigen muss.

Den kompletten Artikel mit allen 10 Übungen zum Download findest du hier: