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Sechs Weidezaun-Prüfgeräte im CAVALLO-Test

6 Weidezaun-Prüfgeräte im Praxis-Test

Zaunprüfer sind kaum größer als ein Handy und für die Weidezeit ein Muss. Sind sie zuverlässig und von jedem zu bedienen? CAVALLO ließ sechs Geräte testen.

Spannung hält Pferde im Zaun. Liegen mindestens 2000 Volt an, gilt er als sicher. Ideal sind jedoch 3000 bis 4000 Volt. Spezielle Prüfgeräte testen die Spannung und zeigen sie mittels Lampe oder digital an. Ein Blick genügt – und Sie wissen, ob der Zaun sicher ist oder vielleicht gerissene Bänder, wuchernde Sträucher und rostige Stellen Spannung abzapfen.

Aber sind solche Zaunprüfer auch zuverlässig? CAVALLO schickte sechs gängige Geräte in der Preisspanne von 15 bis 140 Euro zum Test an das Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) nach Offenbach am Main/Hessen. Jürgen Ripperger, Leiter für Gebrauchstauglichkeitsprüfungen, und sein Kollege Sven Grünberg untersuchten die Modelle im Labor und in der Praxis.

Außerdem prüfen sie, wie benutzerfreundlich sie sind: Ist die Gebrauchsanleitung verständlich? Lässt sich das Display auch in der Sonne ablesen? Sie beurteilten auch, auf welchem Platz das Modell landete.

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Lisa Rädlein
Das Oszilloskop macht die Spannung sichtbar.

Eines haben alle sechs Testobjekte gemeinsam: „Sie messen Spannung einwandfrei, zeigen sie aber auf unterschiedliche Weise an“, sagt Jürgen Ripperger. Deshalb teilte er die Geräte in zwei Kategorien: günstige Lowtech und teurere Hightech. In der ersten sind Geräte, die lediglich die Spannung anzeigen (2 x Ako, Lister); in der zweiten jene, die zusätzlich mit Fehlersuche und ausgefeilten Displays arbeiten (Patura, Horizont, Gallagher).

Ein starkes Weidezaungerät mit 13,3 Kilovolt (kV) Maximalspannung diente als Referenz, ein Oszilloskop machte die gemessene Spannung sichtbar. Tests liefen erst im Labor, dann in der Praxis an drei Stellen eines 100-Meter-Zauns. Ein zwischengeschaltetes Metallstück mit einem Widerstand von 500 Ohm simulierte im Labor ein Pferd, das den Zaun berührt – und damit einen Spannungsabfall auslöst.

Den registrierten alle sechs Zaunprüfer auf Anhieb. Bei den Hightech-Geräten funktionierte auch die Fehlersucheinrichtung einwandfrei, so dass die Tester sofort wussten, in welcher Richtung Spannung abgezapft wurde. „Technisch sind alle Geräte einwandfrei“, lobt Ripperger.

Warum ist zu wenig Spannung auf dem Zaun?

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Weidezaun-Prüfgeräte

Prüfen Sie als erstes, ob das Weidezaungerät intakt ist. Vielleicht schwächelt die Batterie oder hat sich sogar entladen? Untersuchen Sie auf jeden Fall die Stromleiter auf Fehler, also Litze, Band oder Kordel.

Eventuell sind sie gerissen,verknotet oder die feinen Leiterdrähte sind defekt. Auch Bewuchs am Zaun kann Spannung kosten; ebenso zu wenige, zu kurze oder rostige Erdungsstäbe. Nur mit ihnen schließt sich der Stromkreis, und das Pferd spürt den Schlag. Kontrollieren Sie, ob alle Isolatoren heil sind und die Stromzuleitung vom Weidezaungerät gesichert ist. Sein Anschlusskabel muss intakt und gut isoliert sein.

3 Hightech Weidezaun-Prüfgeräte im Test

In der zweiten Kategorie – den Hightech-Geräten – landete der „Zaun-Kompass“ von Patura auf Platz eins. Er ist leicht zu bedienen, seine Anzeige konnten die Tester jederzeit lesen, und im Praxistest zeigte er die Spannung zuverlässig an. Er bekam den knappen ersten Platz, da er die Spannung etwas genauer anzeigt als der „Smart Fix“ von Gallagher, der den zweiten Platz belegt. Auch an ihm hatten die Tester nichts auszusetzen.

Das Sorgenkind der Hightech-Geräte war der „Fence Scout“ von Horizont – trotz einfacher Bedienung: Ein drehbarer Haken dient als Zaun-Kontakt, als Erdung – wie beim Patura-Gerät – der Anwender selbst. Dazu dient das aufgeklebte Erdungsblech („Kontaktplatte“) auf der Rückseite, welches eindeutig die Schwachstelle des Gerätes ist. „Es ist dünn, leicht verformbar und klebt nicht richtig fest.

Der Benutzer kann sich leicht an seinen scharfen, aufgebogenen Kanten schneiden“, sagt Jürgen Ripperger. Die Anleitung war zudem nur teilweise lesbar, weil einzelne Seiten wegen eines Schnittfehlers zusammenkleben. Das ärgert Kunden. Der Gürtelclip ist unpraktisch geformt und das Gerät schwer einzuhängen. Technisch funktioniert es dagegen einwandfrei; sein Display ist auch im Freien gut zu lesen.

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Das Weidezaun-Prüfgerät „Zaun-Kompass“ von Patura

Test-Fazit:

Welcher Zaunprüfer eignet sich nun für welchen Zaun? Und welcher taugt für Ihre Bedürfnisse? Für Pferdebesitzer mit überschaubaren Koppeln reichen in der Regel einfache Geräte aus der Lowtech-Kategorie. Sie geben zuverlässig die Spannung wieder und sind günstig.

Wer Pferde auf großen Koppeln hält und keine Zeit hat, jeden Meter abzulaufen, um das Leck zu finden, sollte zu Hightech-Geräten greifen, auch wenn sie fast 100 Euro teurer sind. „Das liegt daran, dass sie die Spannung inklusive Richtung der Störung präziser anzeigen“, sagt Ripperger. „Damit sparen Anwender wertvolle Zeit.“

3 Lowtech Weidezaun-Prüfgeräte im Test

Platz eins der Lowtech-Kategorie errang das kabellose Modell von AKO-Agrartechnik: Es ist schlicht, effektiv und kundenfreundlich. „Das Gerät ist im Freien gut ablesbar und sehr handlich. Sie müssen nur einen Knopf drücken“, sagt Jürgen Ripperger. „Das Modell funktioniert am Zaun ohne Kontakt und mit einer gut lesbaren LED-Anzeige. Eine Erdung ist nicht nötig.“ Negativ fiel nur die Bedienungsanleitung auf, die wie eine Kopie wirkte.

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Das Weidezaun-Prüfgerät AKO "wireless".

Lister „DV 87“

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Das Weidezaun-Prüfgerät Lister "DV 87"

Auf dem zweiten Platz der Lowtech-Geräte landete der digitale Zaunprüfer „DV 87“ von Lister. Er zeigt Spannung von 100 bis 12 000 Volt über ein LCD-Display an. An diesem Modell ist schon mehr zu tun, ehe es etwas über den Zaun verrät: An die Litze wird eine Kontaktklemme gehängt, ein Erdungsstift in den Boden gesteckt und (ohne weitere Knöpfe drücken zu müssen) zeigt das Gerät die vorhandene Spannung in Kilovolt (kV) an. Zusätzlich erscheint auf dem Display die Anzeige „LO“ für low oder „HI“ für high, wenn zu wenig oder ausreichend Spannung auf dem Zaun ist. Das Gerät funktioniert mit Batterie, die ausgetauscht werden kann.

Hier steckt seine Schwachstelle: Wer die Batterie wechselt, muss die Bedienungsanleitung zerstören, die auf dem Gehäuse klebt. „Zwar ist der Prüfer einfach zu benutzen, die Anleitung sollte aber separat sein“, urteilt Jürgen Ripperger. Das Gerät zeigte als höchsten Wert nur 9,3 der anliegenden 13,3 kV an. „Das ist völlig ausreichend“, beruhigt Ripperger. „Was über vier Kilovolt hinaus geht, ist sicher.“

AKO „Tester AKO“

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Das Weidezaun-Prüfgerät AKO "Tester AKO"

Platz drei im Lowtech-Bereich bekam der zweite Zaunprüfer von AKO. Er ist klein, handlich und zeigt in sechs Stufen (von 1000 bis 6000 Volt) die Zaunspannung mit kleinen Lampen an. Sein großes Manko ist allerdings die Anzeige: „Sie ist bei Tageslicht sehr schlecht bis gar nicht zu lesen“, sagt Ripperger. Positiv fällt den Testern auf, dass das Gerät ohne Batterien funktioniert. Deswegen sind die Folgekosten niedrig.

Seine Anwendung ist unkompliziert: Einfach mit seinem Klemmbügel an den Zaun hängen, Messingspitze als Erdungsstab in den Boden stecken, und das Gerät zeigt die Spannung an. Nachteil: Verkantet sich der Bügel, berührt der Nutzer beim Herausziehen eventuell den Zaun und bekommt einen Schlag. Die Messingspitze des Testgeräts war eine Schwachstelle: Sie löste sich mehrmals und musste wieder angelötet werden.

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