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CAV Stangenarbeit Aufmacher Rädlein
CAV Übung 1
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Stangenarbeit für Pferde mit Kraft, Takt und Balance

Gymnastik mit Stangen für mehr Rittigkeit

Kreative Gymnastikreihen machen Pferde auf jedem Niveau viel Spaß. Mit diesen neun Übungen werden sie zudem klüger, geschickter und geschmeidiger.

Haben Sie schon einmal ins Gesicht eines Pferds geschaut, das über eine Gymnastikreihe läuft? Es spitzt die Ohren, dehnt sich ans Gebiss – und bewegt sich plötzlich traumhaft schön: rhythmisch, balanciert und wie auf Federn.

Der Grund: Klug gelegte Reihen aus Bodenstangen, Cavaletti oder kleinen Hindernissen fördern Kraft, Koordination und Gleichgewicht von Pferden nahezu automatisch. Die Tiere lassen im Rücken los, dehnen sich und fühlen sich wohl. Takt, Losgelassenheit und Anlehnung verbessern sich ganz von allein.

Stangenreihen im Schritt zum Aufwärmen

Schritt-Reihen bringen die Muskeln beim Aufwärmen schon in Schwung, während die Gelenke langsam warm werden. Fortgeschrittene Pferde profitieren im Dressurtraining davon, zwischen schwierigen Lektionen über Gymnastikreihen zu gehen, weil sie den Rücken lockern und die Hinterhand aktivieren.

Wir haben Experten aus verschiedenen Reitweisen nach beispielhaften Übungsreihen gefragt, die sie in ihrem Trainingsalltag einsetzen. Die neun Beispiele in unserer Bildergalerie eignen sich für alle Reiter und Pferde, die sicher in den drei Grundgangarten unterwegs sind.

8 Übungen für mehr Rittigkeit

CAV Übung 1
Schuschkleb 1/9 Besser biegen: Wendung in der Schlange Damit ein Pferd seinen Körper gleichmäßig trainiert und die natürliche Schiefe überwindet, muss der Reiter es biegen. Die Schlange ist eine clevere Kombination aus zwei Wendungen und einem Handwechsel, in der das wie von selbst gelingt: „Das Pferd richtet beim Handwechsel die Schultern in die neue Wendung, muss sich wieder neu ausbalancieren und wird im Rumpf weich“, erklärt Ausbilderin Nina Schmitz (www.pferdvertraut.de : http://www.pferdvertraut.de). „So lernt es, seine natürliche Schiefe zu überwinden und bleibt mit Hilfe der Stangen zudem schön im Takt.“ Bevor die Trainerin ein Pferd in eine Reihe auf gebogenen Linien schickt, legt sie zunächst vier, dann acht Stangen gleichmäßig auf einen Zirkel. Absolviert das Pferd den Stangenkreis beidhändig sicher, legt Nina Schmitz die Schlange aus zwei fächerförmigen Kreisen mit insgesamt neun Stangen in den Sand. Dann übt sie die Wendungen beidhändig in Schritt und Trab. Tipp der Trainerin: „Erhöhen Sie den Anspruch bei fortgeschrittenen Pferden, indem Sie die Abstände variieren.“ Reiten Sie dazu mal mehr außen oder mal weiter innen auf der Schlangenlinie. Auch ein- oder beidseitige Erhöhungen der Stangen sind eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit und Koordination des Pferds zu schulen.
CAV Übung 1

Gerade Gymnastikreihen für den richtigen Takt

Damit sich Ihr Pferd in Gymnastikreihen wie der Schlange (rechts) zurecht findet, muss es zunächst eine gerade Reihe bewältigen können. Die hat bereits einen wichtigen Effekt: „Gerade Reihen helfen Pferden, den richtigen Rhythmus zu finden“, erklärt Trainerin und Pferdesportpsychologin Dr. Inga Wolframm (www.ingawolframm.com). „Das ist der Takt. Er sollte immer gleich bleiben, egal, wie hoch das Tempo ist.“

Beginnen Sie bei unerfahrenen Pferden zunächst mit einer Stange auf gerader Linie – besser noch mit einem Cavaletti, das verrutscht nicht so leicht. Lassen Sie Ihr Pferd am langen Zügel im Schritt geradeaus darüber gehen, bevor Sie ein zweites, später ein drittes und viertes in Reihe dahinter aufbauen. Steigern Sie die Anzahl der Stangen erst, wenn das Pferd die vorige Aufgabe gut gemeistert hat. Wichtig: „Das Pferd soll vor, über und nach den Stangen an den Hilfen bleiben, also auf Sie warten“, sagt Inga Wolframm. „Nur so kann es den richtigen Takt finden.“

Korrekte Abstände: Der Schlüssel zum Erfolg

Damit Gymnastikreihen ihre Wirkung entfalten, müssen die Abstände zwischen den Stangen passen. Als Grundregel für Warmblüter gilt:
• Schritt: 0,70 - 0,90 Meter
• Trab: 1,10 - 1,30 Meter
• Galopp: 3,00 - 3,50 Meter

Je nach Trittlänge Ihres Pferds kann der Abstand variieren. Er passt ideal, wenn Ihr Pferd eine Reihe spontan entspannt im Takt absolvieren kann. Bei gebogenen Reihen messen Sie den Abstand in der Stangenmitte.

Mehr Rittigkeit: 8 Vorschläge für Übungen mit Stangen

8 Übungen für mehr Rittigkeit

CAV Übung 1
Schuschkleb 1/9 Besser biegen: Wendung in der Schlange Damit ein Pferd seinen Körper gleichmäßig trainiert und die natürliche Schiefe überwindet, muss der Reiter es biegen. Die Schlange ist eine clevere Kombination aus zwei Wendungen und einem Handwechsel, in der das wie von selbst gelingt: „Das Pferd richtet beim Handwechsel die Schultern in die neue Wendung, muss sich wieder neu ausbalancieren und wird im Rumpf weich“, erklärt Ausbilderin Nina Schmitz (www.pferdvertraut.de : http://www.pferdvertraut.de). „So lernt es, seine natürliche Schiefe zu überwinden und bleibt mit Hilfe der Stangen zudem schön im Takt.“ Bevor die Trainerin ein Pferd in eine Reihe auf gebogenen Linien schickt, legt sie zunächst vier, dann acht Stangen gleichmäßig auf einen Zirkel. Absolviert das Pferd den Stangenkreis beidhändig sicher, legt Nina Schmitz die Schlange aus zwei fächerförmigen Kreisen mit insgesamt neun Stangen in den Sand. Dann übt sie die Wendungen beidhändig in Schritt und Trab. Tipp der Trainerin: „Erhöhen Sie den Anspruch bei fortgeschrittenen Pferden, indem Sie die Abstände variieren.“ Reiten Sie dazu mal mehr außen oder mal weiter innen auf der Schlangenlinie. Auch ein- oder beidseitige Erhöhungen der Stangen sind eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit und Koordination des Pferds zu schulen.
CAV Übung 1

Auch interessant: Das optimale Reittraining mit Übungen

8 Ziele für mehr Rittigkeit: Das optimale Reittraining

CAV Reittraining 1a
Rädlein 1/13 Vorwärts im Takt Bewegt sich Ihr Pferd gleichmäßig im Takt, können Sie leicht die Hinterhand aktivieren. So finden Sie den idealen Arbeitsrhythmus. Den Takt ansagen: Starten Sie im Schritt. Sagen Sie jeden Schritt mit den Worten „Und Schritt“ laut an. Diese Ansage ist mit einem Metronom vergleichbar, das in der Musik den richtigen Rhythmus vorgibt. Welcher der ideale für Ihr Pferd ist, können Sie etwa an der Longe herausfinden: Bewegt es sich losgelassen und fleißig, merken Sie sich das Tempo und nehmen es in Ihrer Ansage wieder auf – in jeder Gangart! Zur Unterstützung können Sie auch ein echtes Metronom verwenden. Für Smartphones gibt es passende Apps. Sagen Sie den Takt aber zusätzlich auch selbst laut an. Dann schwingt Ihr Körper besser mit und Ihr Pferd wird sich harmonischer bewegen. Locker mitpendeln: Noch besser schwingen Sie mit, wenn Sie im Schritt Ihre Hüfte mit den Rückenbewegungen des Pferds bewusst und deutlich nach rechts und links sinken lassen. Ob Sie richtig mitpendeln, verrät Ihnen ein Blick auf den Mähnenkamm: Er kippt in dieselbe Richtung wie Ihr Becken. Das Pendant zum Mitpendeln im Schritt ist das geschmeidige, große Aufstehen im Leichttraben. Um auch im Galopp locker mitschwingen zu können, stellen Sie sich vor, Sie würden den Sattel mit weichen Beckenbewegungen von hinten nach vorne auswischen. Das können Sie vorher am Boden üben, etwa auf einem Stuhl oder Ball sitzend.
CAV Reittraining 1a CAV Optimales Training ohne Bügel CAV Reittraining 8 CAV Reittraining 4 CAV Reittraining 5 CAV Reittraining Parade 1 CAV Reittraining Parade 2 CAV Reittraining 6 CAV Reittraining Tempo A CAV Reittraining Tempo B CAV Reittraining Rahmen A CAV Reittraining Rahmen B CAV Universaltraining Teaser
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