Diese Übungen machen Reiter locker

Auf die lockere Tour

Sitzen ist Gift für die Muskeln. Damit Sie nach der Arbeit nicht mehr steif aufs Pferd steigen, versuchen Sie es doch mal mit diesen zehn Lockerungs-Übungen für den Alltag.

Der Computer brachte dem Menschen so einiges an Arbeitserleichterungen – auf den Bewegungsapparat wirkt er sich aber eher schädlich aus. „Wir sitzen viel zu viel“, moniert Eckart Meyners, Dozent für Sportpädagogik an der Universität Lüneburg. Wie sehr das schadet, merkt jeder, der einen langen Bürotag hinter sich hat, an ­seinem Rücken.

Auch die Muskeln leiden. „Allgemein werden Muskeln heute viel zu einseitig be­lastet, und diese Monotonie ist der Tod der Faszien“, schimpft Meyners. Faszien sind dünne, sehnenartige Muskelhäute, die leicht verkleben können. Und das schränkt den Bewegungsspielraum der Muskeln ein.

Um solche Verklebungen zu lösen, entwickelte Eckart ­Meyners spezielle Lockerungsübungen. „Für VW schrieb ich ein Buch“, erzählt der Dozent, „die Mitarbeiter dort sitzen mittlerweile in fast allen Abteilungen.“ Da sich die Übungen leicht in den Alltag integrieren lassen, war die ­Resonanz höchst positiv: „Alle konnten drauflosturnen, ohne vorher einen Kurs besucht zu haben.“

Manche Übungen lassen sich beim Zähneputzen oder im Büro durchführen. Ihr Ziel: Lockerung von Hals, Nacken und Brustwirbelbereich. Crosskoordinative Übungen ver­bessern das Gleichgewicht ­zwischen beiden Körperseiten und die Koordination. Auch das Becken soll mobilisiert werden. Eckart Meyners selbst turnt für einen guten Start in den Tag und eine gewisse Grundlockerheit jeden Morgen 20 bis 25 Minuten.

Mehr Trainings-Tipps finden Sie hier

07.04.2009
© CAVALLO