Reiturlaub durch den Norden der Mongolei

Sie können die Fotostrecke mit den Richtungspfeilen der Tastatur bedienen
←   →
Foto: cav_mongolei_traeger CAVALLO Mongolei Wanderreiten

Wanderreiten in der Mongolei

CAVALLO-Leserin Johanna Traeger hat an einem Wanderritt durch den Norden der Mongolei teilgenommen. In dieser Fotostrecke beschreibt sie ihre Erfahrungen.
Für einen Reiturlaub im Norden der Mongolei wählten wir den September als Reisezeit. Zu dieser Jahreszeit ist es in der Regel zwar nachts schon empfindlich kalt, dafür ist die Regenzeit in der Mongolei vorbei, es gibt keine störenden Insekten mehr und man kann das Land des „Blauen Himmels“ genießen. Alle Wanderreit-Fotostrecken auf einen Blick gibt es hier!

Wanderreiten in der Mongolei

Die Strecke der 8-tägigen Tour führte durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Der erste Abschnitt war weitläufig, Steppenlandschaft unterbrochen von wunderbaren Fluss-Auenwäldern, traumhaft. Wir ritten viele Kilometer entlang des Tuul-Flusses.
Man trifft im ersten Streckenabschnitt noch viele Nomaden, die ihren Lebensunterhalt durch ihre Tierherden bestreiten. Die Menschen leben in ihren Jurten, in denen mit einem Ofen geheizt und gekocht wird. Alle Wanderreit-Fotostrecken auf einen Blick gibt es hier!

Wanderreiten in der Mongolei

Durch den dichten Wald und die steilen Berghänge sind große Strecken nur noch im Schritt zurückzulegen. Wir wundern uns, wie sicher die Pferde mit dem schwierigen Gelände zurechtkommen. Bei den Flussdurchquerungen gewinnt man schnell das Vertrauen, dass sich die Pferde den richtigen Weg suchen. Den besten Weg finden sie allein.
Die Stellen, an denen wir unsere Zelte aufstellen, richten sich nach einfachen Auswahlkriterien: Gibt es Wasser? Finden die Pferde genug zu fressen. Gibt es Feuerholz für das Lagerfeuer?
Das Wasser aus dem Fluss wird gefiltert und frisch abgekocht, es dient dann auch als Trinkwasser. Abends werden größere Mengen Tee gekocht und steht in Thermoskannen zur Verfügung. Die mongolische Köchin bereitet uns mehrfach täglich reichhaltiges Essen. Es ist weitestgehend landestypisch. Reis, Nudeln, Brot und Fleisch, häufig als Suppe gehören zu den Hauptnahrungsbestandteilen. Es gibt in der Mongolei wegen der kurzen Vegetationsperioden keinen eigenen Gemüse- oder Salatanbau, das sollte einem bewusst sein, wenn man in dieses Land fährt! Somit ist das Essen einfach, wenig abwechslungsreich, aber liebevoll zubereitet. Alle Wanderreit-Fotostrecken auf einen Blick gibt es hier!

Wanderreiten in der Mongolei

Da wir nicht auf offiziellen Campingplätzen unsere Zelte aufgeschlagen (es gibt in diesem Landstrich so gut wie keine Campingplätze und das Verbot des Wildcampens existiert nicht) ist es selbstverständlich, dass wir die „menschlichen Bedürfnisse“ im Wald erledigen. Daran gewöhnt man sich schneller, als man denkt. Da wir immer an Flüssen oder am See übernachten, fehlt es nicht an Wasser zur Körperhygiene. Dass wir manchmal eine „Katzenwäsche“ bevorzugt haben, mag an den Temperaturen gelegen haben. Das Wasser ist ausgesprochen sauber, wie könnte es auch anders sein, zumal es dort kaum Menschen gibt, die es verschmutzen könnten.
Die heikelsten Situationen zu Pferd erlebten wir beim Durchqueren von größeren Sumpfgebieten. Die Pferde versacken häufig bis zum Rumpf. Im Gegensatz zu uns verlieren sie jedoch nicht die Nerven. Unsere Guides suchen die günstigsten Wege und die Pferde suchen sich die besten Trittstellen. Auch hier folgen wir dem Motto: möglichst nicht stören und Vertrauen zu den Pferden haben. Alle Wanderreit-Fotostrecken auf einen Blick gibt es hier!

Wanderreiten in der Mongolei

Informationen zu dieser oder einer ähnlichen Tour in der Mongolei können über die Email-Adresse Gabriella.Schmidt-Corsitto@t-online.de erfragt werden. Alle Wanderreit-Fotostrecken auf einen Blick gibt es hier!
Mehr zu dieser Fotostrecke: Wanderritt durch Deutschland - plus VIDEO